Radfahren ist eines meiner Lieblingshobbys. Ich bin halb Deutscher und halb Holländer und daher wurde mir schon jung das Radfahren beigebracht. Mittlerweile habe ich 2 Fahrräder, ein normales, mit dem ich zwischen Frühling und Herbst zur Arbeit und in unserer Nachbarschaft spazieren fahre, und ein Rennrad, das ich bei Ausflügen benutze. Obwohl der Nutzen beider Räder sehr unterschiedlich ist, können beide Drahtesel mit der gleichen Reinigungsroutine in Schuss für die neue Radsaison gebracht werden.

Groben Dreck entfernen

Je nachdem, wie gut das Wetter war und wie sorgfältig ich das Fahrrad das letzte Mal gereinigt habe, entferne ich anfangs immer erst den groben Dreck. Wenn ich die Räder regelmäßig benutze, reinige ich sie wöchentlich und warte sie alle 2 bis 3 Wochen. Mitte Herbst bis Mitte Frühling stehen die Räder dann aber beide in unserem Schuppen und während dieser Monate sammeln sich Staub, Spinnennetze, Insekten und dergleichen an. Falls ich das Rad nach der letzten Fahrt nicht gründlich gereinigt habe, gibt es dann auch noch den Restdreck vom Vorjahr. Groben Dreck entferne ich immer mit einer Bürste. Ich habe mir dafür keine spezielle Radreinigungsbürste zugelegt, sondern nehme einfach einen Handfeger. Um schwer zugängliche Stellen, z. B. hinter den Bremszügen am Fahrradrahmen, zu entfernen, benutze ich eine alte Zahnbürste.

Waschen

Nachdem ich den groben Dreck entfernt habe, säubere ich mein Rad immer gründlich feucht. Es ist mir wichtig, dass mein Fahrrad schön aussieht. Daher möchte verhindern, dass ich die Rahmenlackierung zerkratze oder beschädige. Ich benutzte deshalb nie Scheuermilch oder generelle Haushaltsreiniger. Stattdessen mische ich lauwarmes Wasser mit ein wenig Spülmittel, wie zum Beispiel dem von Seventh Generation. Zum Saubermachen benutze ich immer einen weichen Schwamm ohne Kratzoberflächen und Mikrofaserlappen. Mit dem Schwamm schäume ich das Fahrrad dann schön ein. Nachdem ich den Drahtesel eingeseift habe, lasse ich das ganze 10-15 Minuten einwirken.

Trocknen und polieren

Nachdem ich die Seifenlauge habe einwirken lassen, trockne ich mein Fahrrad mit ein paar Mikrofasertüchern und putze es sauber. Ich liebe meine Räder wie andere Leute ihr Auto. Wenn ich meine Räder zum ersten Mal im neuen Jahr reinige, benutze ich immer eine spezielle Radpolitur, um meine Drahtesel auf Hochglanz zu bringen. Ich trage die Politur mit einem Tuch auf, lasse sie 10 bis 15 Minuten einwirken und poliere dann mit einem zweiten Tuch. Weitere Tipps zur Reinigung deines Fahrrads findest du hier.

Ketten reinigen und ölen

Ohne Kette läuft nichts! Deswegen ist es beim Säubern des Fahrrads zum Beginn der Radelsaison besonders wichtig, die Kette gründlich zu reinigen und zu ölen, da sich über längeren Zeitraum Schmutz ansammelt und Ölverkrustungen entstehen können. Bitte beachte, dass du keine Entfetter benutzt, weil diese die Grundschmiering deiner Kette komplett zunichte machen. Um die Kette zu reinigen, benutze ich einen sauberen Lappen, den ich in meine rechte Hand einlege und mit dem ich einen Teil der Kette umfasse. Ich ziehe die Kette dann mehrmals durch diesen Lappen. Danach bürste ich die Zwischenräume der Kettenglieder mit einer Zahnbürste gründlich sauber, um Schmutz und Dreck zu entfernen, bis die Kette sauber aussieht. Wenn ich mit meiner Kettenreinigung zufrieden bin, schmiere ich jedes Kettenglied mit Öl ein. Wenn die Kette geölt ist, lasse ich es zwei bis drei Stunden einwirken. Bei der Ölung ist es wichtig vorsichtig zu sein. Wenn zu viel Öl aufgetragen wird, kann es nämlich während der Einwirkzeit sehr viel Dreck anziehen. Zuletzt wische ich überschüssiges Öl mit einem trockenen Mikrofasertuch oder einem anderen fusselfreien Tuch weg.