Es war Liebe auf den ersten Blick. Schon bei der ersten Wohnungsbesichtigung bin ich diesen Holzdielen unwiderruflich verfallen. Ihr warmer Holzton und die Maserung sind einfach toll. Kurz vor meinem Einzug waren sie neu abgeschliffen und geölt worden.

Jeden Morgen, wenn ich aus dem Bett aufstehe und noch barfuß zur Küche schlurfe, voll Vorfreude auf den ersten Kaffee, spüre ich die Dielen unter meinen Füßen und freue mich über meinen Holzboden. Er sieht nicht nur unheimlich gut aus und verströmt diese spezielle Wohnbehaglichkeit, sondern fühlt sich auch gut an, warm und freundlich. Die Zeit hinterlässt ihre SpurenHolzdielen sind unheimlich langlebig. Oft stelle ich mir vor, wie meine Holzdielen schon mehrere Generationen von Bewohnern erlebt haben. An sich sind Dielen auch ein recht pflegeleichter Bodenbelag – dachte ich zumindest und beschränkte deshalb meine Reinigungstätigkeit auf Staubsaugen und ab und zu feucht wischen. Das stellte sich irgendwann als Problem heraus. Die Dielen hatten deutlich gelitten, sahen matt und abgenutzt aus. Dielen auffrischen leicht gemachtZugegeben: Die Aussicht mir ein Schleifgerät zu besorgen und die ganze Wohnung auf den Kopf zu stellen, um die Dielen zu renovieren, fand ich wenig attraktiv. Doch es gibt ein paar einfache Tipps und Tricks, mit denen Sie Ihrem Dielenboden neues Leben einhauchen können. 1. Staub und Dreck entfernenStarten Sie Ihre Intensivreinigung mit gründlichem Saugen. Verwenden Sie unbedingt den Bürstenkranz der Bodendüse und achten Sie darauf, dass nichts Hartes auf dem Untergrund kratzt. Staubsaugen ist in jedem Fall besser als Fegen mit einem weichen Besen, da auf einem Holzboden der Staub nicht anhaftet, sondern sich lose darauf ablagert. Fegen wirbelt den Staub eher auf. 2. Flecken schonend beseitigenEin geölter oder gewachster Dielenboden ist offenporig – im Gegensatz zu einem lackierten Holzboden. Das Holz kann „atmen“, ist aber auch etwas anfälliger gegenüber Wasser oder andere Flüssigkeiten. Sollten bei Ihnen – wie das bei mir der Fall war – einige Feiern Ihre Spuren hinterlassen haben, versuchen Sie zunächst schonend auffällige Flecken zu entfernen. Kerzenwachs zum Beispiel können Sie mit einem Fön aufweichen und ablösen und Wachsreste mit Löschpapier aufsaugen. Auch weiße Ränder von einer unachtsam abgestellten heißen Tasse Tee oder Kaffee lassen sich oft einfach mit einem Fön rückgängig machen. Wasser-, Wein- oder Kaffeeflecken auf Holz können Sie auch mit folgendem Hausmittel behandeln: Mischen Sie wenige Tropfen Sonnenblumenöl mit etwas Salz, tragen Sie die Mischung mit einem weichen Reinigungstuch auf den Fleck auf und reiben sie diese ein. 3. Vorsichtig mit Allzweckreinigern und Microfasertuch

Normale Reinigungsmittel oder Spülmittel gehören nicht in das Wischwasser für Ihren Holzboden. Sie lösen das Öl vom Holz und Ihr Boden sieht bald matt und abgenutzt aus. Auch Microfasertücher eignen sich hier nicht für die Reinigung. Sie wirken wie kleine Kratzbürsten und schädigen die Holzoberfläche. 4. Wasser in Maßen, ein weiches Baumwolltuch und das richtige PflegemittelEin Holzboden sollte grundsätzlich nur nebelfeucht gewischt werden, das heißt, Sie sollten auf keinen Fall Wasser direkt auf die Oberfläche gießen. Wringen Sie Ihren Wischlappen unbedingt richtig aus, sodass kein Wasser mehr herunter tropft und der Lappen feucht, aber nicht nass ist.Besonders empfehlenswert für eine schonende Reinigung sind weiche Baumwolltücher oder Sie besorgen sich einen Baumwollaufsatz für Ihren Wischmop. Für die feuchte Reinigung unbedingt ein spezielles Holzpflegemittel oder Holzbodenseife in das Wischwasser geben. 5. Regelmäßig das Öl auffrischenNachdem ich die erste Grundreinigung beendet hatte, wollte ich das Öl auffrischen. Ich fand heraus, dass Holzdielen je nach Beanspruchung alle 6 bis 24 Monate nachgeölt werden sollen. Meine Dielen waren also längst überfällig. Das Pflegeöl habe ich mit einem Leinentuch händisch aufgetragen. Meine Dielen sehen seither aus, als kämen sie direkt aus der Kur.