5 Verhaltens- und Hygienetipps gegen Viren für Senioren und Ältere.

So können sich Menschen ab 50 gegen Viren schützen.

Aktualisiert

Durch Viren sind Senioren und ältere Menschen ab 50 besonders gefährdet. Das liegt vor allem daran, dass der Schutz durch das Immunsystem mit dem Alter abnimmt und Ältere gleichzeitig mehr Vorerkrankungen aufweisen als junge Menschen. Daher ist es  für Menschen ab 50 besonders wichtig, auf ihre persönliche Hygiene zu achten und ein paar Regeln im Umgang mit ihren Mitmenschen einzuhalten. 

Lies hier unseren Überblick, wie du das Risiko einer Ansteckung mit Viren vermindern kannst und welche Verhaltensregeln für ältere Menschen besonders wichtig sind. 

Hände waschen: regelmäßig und richtig

Die meisten Viren werden über Tröpfchen übertragen. Fasst man eine mit Viren kontaminierte Oberfläche an, z. B. Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln, und greift sich dann ins Gesicht, können die Viren über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangen und dort eine Infektion auslösen. 

Richtiges und regelmäßiges Händewaschen vermindert daher das Infektionsrisiko auch für Senioren. Wann du dir unbedingt die Hände waschen solltest und auf was du beim Händewaschen achten musst, erfährst du in dieser Anleitung. 

Ganz wichtig ist u. a., die nassen Hände gründlich einzuseifen einschließlich der Handinnenflächen, Handrücken, Finger, Fingerzwischenräume, Daumen und Fingernägel. Nach dem Abspülen die Hände gut abtrocknen und das Handtuch regelmäßig austauschen. Die Hände richtig zu waschen dauert übrigens mindestens 20 Sekunden. 

Körperlichen Kontakt zu Mitmenschen einschränken bzw. vermeiden

Auch wenn es schwerfällt: Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollten soziale Kontakte bei akuten Virenausbrüchen auf das Nötigste beschränkt werden. Halte dich an die aktuellen öffentlichen Regelungen und achte im Freien auf einen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern zu Fremden. Aufs Händeschütteln und Umarmen solltest du jetzt verzichten.

Enkelbesuche sind während einer Zeit, in der sich Viren verbreiten, ebenfalls leider keine gute Idee, denn bei Kindern zeigen viele Infektionskrankheiten oft einen milden Verlauf oder sogar keine Symptome, sie können Viren jedoch trotzdem weitergeben. 

Auch private und öffentliche Feiern, Kirch- oder Vereinsbesuche sollten jetzt ausbleiben, um eine Ansteckung zu vermeiden. Frische Luft und Sonnenlicht stärken die Immunabwehr. Spaziergänge sind daher nach wie vor zu empfehlen, achte jedoch immer auf den Mindestabstand und vermeide größere Menschenansammlungen. Auch Maßnahmen, die gegen Erkältungen helfen, sind jetzt wichtig, wie regelmäßig zu lüften und die Schleimhäute feucht zu halten.

Beim Verdacht auf eine Virus-Infektion zunächst telefonisch weitere Maßnahmen abklären

Solltest du vermuten, dich mit einem ansteckenden Virus infiziert zu haben, dann kläre die nächsten Schritten nicht vor Ort in einer Arztpraxis oder im Krankenhaus, sondern zunächst telefonisch. Ruf deinen Hausarzt an oder wende dich an zentrale Hotlines, z. B. vom Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen. 

4. Lebensmitteleinkauf delegieren oder auf ein wöchentliches Shopping begrenzen

Wollten dir deine Nachbarn oder Freunde schon immer helfen? Jetzt ist die Zeit dafür. Auch die Familie oder Enkel können jetzt einspringen und den Einkauf für dich erledigen. Denn der Gang zum Supermarkt bringt viele Kontakte mit gemeinsam genutzten Oberflächen mit sich und erhöht daher die Ansteckungsgefahr mit Viren. 

Willst oder musst du deine Einkäufe selbst erledigen, dann geh so selten wie möglich zum Supermarkt und versuche z. B., dein Shopping auf ein Mal wöchentlich zu beschränken. 

5. Wichtige Impfungen nachholen

Ausdrücklich von Experten empfohlen ist, wichtige Impfungen wie gegen Pneumokokken nach wie vor durchzuführen bzw. nachzuholen. Voraussetzung ist natürlich, dass man gesund ist. Warum ein aktueller Impfschutz besonders bei älteren Menschen so wichtig ist, kannst du in diesem Senioren-Ratgeber nachlesen. Vor dem Gang zum Arzt empfiehlt es sich jedoch, den Hausarzt telefonisch zu kontaktieren, statt direkt in die Praxis zu gehen.

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