Das Einmaleins der Baby-Sicherheit: Wie Sie Ihr Haus babysicher machen

Sie möchten Ihr Haus babysicher machen? Diese Übersicht zeigt Ihnen, wie Sie für eine kindersichere Wohnung sorgen – Schritt für Schritt.

Aktualisiert 20. Juni 2019

Lila Plüschhase und kleiner Ball

Neun Monate lang freut man sich darauf, sein Baby in den eigenen vier Wänden begrüßen zu dürfen. Kaum ist der kleine Nachwuchs auf der Welt, beginnt das eigentliche Abenteuer: Weil sich Kinder so schnell entwickeln, hält jeder Tag neue Überraschungen bereit. Da wird sich plötzlich am Babybett hochgezogen und vom Wohnzimmer bis in die Küche gerobbt. Damit Ihr Kind ungehindert seine Umwelt erkunden und Sie jeden Moment der Elternfreuden genießen können, finden Sie hier eine Übersicht, wie Sie Ihre Wohnung babysicher machen können.

Es ist nie zu früh, sich über eine babysichere Wohnung Gedanken zu machen – beginnen Sie damit, bevor der Nachwuchs auf der Welt ist. So sind Sie bestens vorbereitet, wenn der Kindersegen im Haus Einzug hält.

Rund ums Kinderzimmer

Wenn Sie für eine babysichere Wohnung sorgen möchten, beginnen Sie am besten im Kinderzimmer. Beachten Sie folgende Hinweise:

  • Lassen Sie Ihr Kind auf dem Wickeltisch nie unbeaufsichtigt.
  • Vermeiden Sie extrem flauschige Bettdecken und entfernen Sie zum Schlafen alle Spielsachen.
  • Stellen Sie die Matratze des Kinderbetts niedriger, wenn Ihr Baby sich am Bettgestell hochzieht. Wenn Sie den Raum verlassen, verriegeln Sie stets den Einstieg.
  • Entfernen Sie Mobiles und herabhängende Spielsachen, wenn Ihr Kind zum Vierfüßler wird.

Sicherheit in Wohnräumen

Machen Sie alle Räume Ihrer Wohnung babysicher, in denen sich Ihr Kind aufhält. Schließen Sie die Türen oder verbarrikadieren Sie den Zugang zu Risikobereichen wie Küche, Heimwerkstatt und Treppenhaus.

  • Sorgen Sie für eine babysichere Wohnung, indem Sie in allen Räumen Kanten- und Eckenschützer anbringen.
  • Bei einer Treppe im Wohnbereich sorgt ein leicht montierbares Treppengitter für Sicherheit. Dieses sollte eine Mindesthöhe von 60 Zentimetern haben und am besten mit einem abschließbaren Schloss ausgestattet sein, da die Kleinen schnell herausfinden, wie man Riegel und Griffe öffnen kann.
  • Halten Sie Balkon- und Terrassentüren stets verschlossen. Lassen Sie auch Fenster zu, da sich Ihr Kind auf seiner Entdeckungsreise womöglich am Fensterbrett hochhangeln kann. Gardinen und Vorhänge sollten abgenommen oder mithilfe einer entsprechenden Halterung vom Fußboden ferngehalten werden.
  • Deponieren Sie scharfkantige Gegenstände, Zimmerpflanzen und Dekoartikel außerhalb der Reichweite Ihres Kindes. Auch größere Blumentöpfe, die sich auf dem Fußboden befinden, sollten entfernt oder entsprechend abgedeckt werden, damit Ihr Kind keine Erde oder heruntergefallenen Blätter in den Mund nehmen kann.
  • Entfernen Sie Essgeschirr, Gläser und Besteck von den Tischen. Achten Sie auch auf herabhängende Enden von Tischdecken, an denen Ihr Kind ziehen und das Gedeck herunterbefördern könnte.
  • Platzieren Sie wackelige Stehlampen außer Reichweite, etwa hinter einem Möbelstück.
  • Halten Sie Türen und Klappen von Geräten wie Spül- und Waschmaschine sowie Mikrowelle stets geschlossen. Toilettendeckel sollten zusätzlich mit einer Kindersicherung versehen werden.
  • Befestigen Sie Möbel sicher an den Wänden, damit sie nicht umfallen können, wenn Ihr Kind daran hochklettert. Schranktüren und Schubladen lassen sich mit Klebe- oder Schraubvorrichtungen verschließen, sodass Ihr Kind diese nicht öffnen beziehungsweise herausziehen kann.
kindersichere wohnung

Vorsicht bei Strom und elektrischen Geräten

Strom und elektrische Geräte sind eine große Gefahrenquelle für Kinder. Schenken Sie ihnen deshalb besondere Beachtung, wenn Sie Ihre Wohnung babysicher machen.

Steckdosen sollten in jedem Fall mit Kindersicherungen oder speziellen Abdeckungen präpariert werden. Auch Kabel, darunter Ladekabel von Laptops, Smartphones und Tablets, stellen ein Risiko dar – Ihr Kind kann das damit verbundene Elektrogerät herunterziehen oder sich das Kabel gar um den Hals wickeln. Verstecken Sie Kabel deshalb am besten hinter Möbeln, wo Ihr Kind sie nicht erreicht. Wenn dies nicht möglich ist, befestigen Sie sie mit Kabelbindern oder Nagelschellen.

Lassen Sie Ihr Baby generell niemals mit Kabeln und elektronischen Geräten alleine und bewahren Sie sie außerhalb seiner Reichweite auf.

Achten Sie auf Sauberkeit

Natürlich erkundet ein Baby seine Umwelt nicht nur mit den Augen, sondern möchte alles anfassen und in den Mund nehmen. Deshalb gehören zu einer kindersicheren Wohnung auch besondere Hygienemaßnahmen:

  1. Entfernen Sie stark verschmutzte Gegenstände, beispielsweise Straßenschuhe, sowie abgefallene Blätter von Zimmerpflanzen.
  2. Reinigen Sie Fußböden und Oberflächen regelmäßig. Denken Sie dabei auch an Gegenstände wie Fernseher, Stereoanlage und Couchtisch sowie Ablageflächen. Beim Putzen hilft ein Haushaltsmittel wie Essigwasser oder ein Allzweckreiniger wie der Domestos Kraft Universal-Reiniger.
  3. Reinigen Sie Schmutzherde in Bad und Küche, die sich in Reichweite des Babys befinden, besonders sorgfältig. Dazu gehört etwa der Bereich um die Toilette oder die Ofentür. Wenn es beim Putzen einmal schneller gehen soll, können Sie mit einem Reinigungsspray wie Viss Kraft & Glanz Zeit sparen.

Um sicherzustellen, dass das Putzmittel für die jeweilige Oberfläche geeignet ist, testen Sie es zunächst an einer unauffälligen Stelle und befolgen Sie stets die Anwendungshinweise des Herstellers. Schützen Sie sich mit Putzhandschuhen und bewahren Sie Reinigungsprodukte immer außerhalb der Reichweite Ihres Kindes auf. Achten Sie zudem darauf, Überreste des Reinigungsprodukts gründlich abzuwaschen.

Sollte sich trotz aller Vorsicht doch einmal ein Unfall ereignen oder Ihr Kind ein Kleinteil verschluckt haben, suchen Sie bitte sofort ärztliche Hilfe auf. Bei allen Sicherheitsmaßnahmen gilt natürlich: Lassen Sie Ihr Kind nie unbeaufsichtigt und stellen Sie sicher, dass stets ein Erwachsener anwesend und in der Lage ist, auf Ihr Kind aufzupassen. Zusammen mit einer babysicheren Wohnung steht einer unbeschwerten Zeit mit Ihrem Nachwuchs nichts mehr im Wege.

  • Beginnen Sie früh und nehmen Sie sich viel Zeit.
  • Legen Sie eine Liste der Räume und Gefahrenquellen an, die Sie nach und nach bearbeiten.
  • Überlegen Sie, was Sie für eine kindersichere Wohnung zusätzlich benötigen, zum Beispiel Sicherungen für Steckdosen.
  • Erstellen Sie einen Plan der Bereiche, die für Ihr Kind unzugänglich sein sollen.
  • Ursprünglich veröffentlicht 11. Oktober 2018