Hausstaubmilben: Betten machen oder Betten lüften?

So vergraulst du Milben aus deinem Bett.

Aktualisiert

ungemachtes Bett mit einem orangefarbenen Handtuch darauf

Morgenstund hat Gold im Mund … und Milben im Bett. Leider sind diese kleinsten Tierchen in fast allen Häusern und Wohnungen vorhanden. Für Nicht-Allergiker kann der Gedanke an Hausstaubmilben etwas unangenehm sein, für Allergiker und Asthmatiker sind sie es tatsächlich. Und: Hausstaubmilben können Allergien und Asthma auslösen. Du solltest also versuchen, ihre Anzahl so gering wie möglich zu halten. Komplett bekämpfen lassen sie sich nur mit viel Aufwand bis gar nicht, aber man kann es ihnen dort ungemütlich machen, wo sie am liebsten sind: im Bett. Die große Frage, ob du Betten lüften solltest und wie es ums Betten machen und Milben steht, beantworten wir dir hier.

Wenn du die Möglichkeit hast, lüfte dein Bettzeug so oft wie möglich in direktem Sonnenlicht, denn UV-Strahlen töten Milben. Und wenn du es schaffst, deine Matratze an einen sonnigen Ort zu verfrachten, kannst du auch ihr eine Sonnenkur gönnen.

Was machen Milben in meinem Bett?

Der wissenschaftliche Name der häufigsten Milben wird dir gleich verraten, was sie in deinem Bett machen: Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae. Dermatophagoides bedeutet Hautfresser. Aber keine Sorge – sie nagen im Schlaf nicht an dir rum. Stattdessen verzehren sie mit Vorliebe tote menschliche Hautschuppen in einem Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Und wo finden sie beides zu Genüge? Richtig, in unseren Betten.

Betten lüften, ja oder nein?

Die Antwort auf die Frage ist ein eindeutiges Ja! Denn wenn Milben eines lieben, ist es ein feucht-warmes Klima. Und das findet sich im Bett! Selbst wenn du nicht das Gefühl hast, nachts zu schwitzen: Jeder Mensch verliert pro Nacht mindestens einen Liter Schweiß.

Damit die Hausstaubmilben in deinem Bett also nicht ihren perfekten Lebensraum finden, solltest du morgens unbedingt deine Betten lüften. Achte dabei darauf, dass du die Decke entweder ganz vom Bett nimmst und über einen Stuhl oder ähnliches hängst oder zumindest weit genug zurückschlägst, damit auch deine Matratze gut auslüften kann. Vergiss auch das Kissen nicht. Aber nicht nur Bettzeug Lüften ist wichtig: Auch dein Zimmer solltest du 1–2 Mal täglich lüften, um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren. Wenn du nicht bei offenem Fenster schläfst, öffne es morgens beim Betten Lüften und dann vielleicht noch einmal abends vorm Schlafengehen.

Bett machen bei Milben?

Viele von uns machen morgens gleich ihr Bett – aus Gewohnheit oder um den Tag ordentlich zu starten. Das ist an sich ein guter Ansatz, aber morgens gleich das Bett zu machen ist in Bezug auf Milben allerdings keine gute Idee. Für dich zumindest nicht – die Milben hingegen lieben es. Denn selbst wenn du die Decke umdrehst, kann die Feuchtigkeit aus der Matratze nicht entweichen. Und wenn du noch deine schöne Tagesdecke drüber legst, schaffst du ein Paradies für Hausmilben. Bevor du dein Bett machst, solltest du dein Bettzeug also immer ausreichend lüften.

Wenn du zu denen gehörst, die es gerne ordentlich haben, wirst du dich sicherlich Folgendes fragen: Kann ich trotz Milbengefahr irgendwann mein Bett machen? Und wie lange muss ich meine Betten lüften? Die Antwort: je länger, desto besser. Oder einfach: bis du das ungemachte Bett nicht mehr aushältst.

Wie du es Milben in deinem Bett sonst noch ungemütlich machen kannst

  • Je nachdem, wie viel du schwitzt, solltest du alle 1 bis 2 Wochen deine Bettbezüge wechseln.

  • Um Milben abzutöten, wasche deine Bettbezüge bei mindestens 60 Grad mit einem normalen Waschmittel, wie etwa Coral White+ für helle Bettwäsche.

  • Auch Kuscheltiere sollten regelmäßig entweder bei 60 Grad gewaschen oder 24 Stunden eingefroren werden, um die Milben darin abzutöten.

  • Drei- bis viermal im Jahr solltest du Decken und Kissen waschen. Und das geht so.

  • Auch regelmäßiges Staubsaugen und Staubwischen in deinem Schlafzimmer hilft gegen Milben.

Alles, was du sonst noch über Milben wissen musst, plus viele Tipps für Allergiker, findest du in diesem Artikel.

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