Wir haben jahrelang in Wohnungen ohne Garten gewohnt und wenn wir im Sommer grillten, war das meistens bei Freunden oder Nachbarn mit einem Einweggrill. Also von Grillvergnügen konnten wir in der Vergangenheit wirklich nicht sprechen. Als wir dann in eine Wohnung mit Garten umgezogen sind, haben wir uns sofort einen vernünftigen Grill mit einem Rost aus Gusseisen gekauft. Grund dafür war hauptsächlich, dass Gusseisenroste günstiger sind als z. B. Edelstahlroste und dass sie Hitze besser weiterleiten als Roste aus anderen Materialien. Wir können dadurch schneller grillen und all unsere Grillspeisen haben dann auch dieses schicke Streifenmuster. Leider sind Roste aus Gusseisen pflegeintensiv. Daher müssen wir öfter den Grill putzen und, wenn wir nicht vorsichtig genug waren, ab und zu auch Rost auf unserem Grill entfernen. Um dir so gut wie möglich zu helfen, deinen Grill auf Vordermann zu bringen, teile ich gerne meinen Lifehack zum Thema Grillputzen mit dir.

Reinigungsschäden vorbeugen

Roste aus Gusseisen sind relativ empfindlich. Daher ist es unheimlich wichtig Gusseisen richtig zu putzen. Ich habe am Anfang unserer Grillkarriere den Fehler gemacht, den Rost mit Wasser und Spülmittel sauber zu machen, weshalb sich in den Ecken Rost festgesetzt hatte. Also, Finger weg von Wasser und Spülmittel. Weiterhin ist es nicht zu empfehlen, den Rost des Grills mit groben Bürsten oder Reinigungsmitteln zu putzen, da diese den Rost beschädigen oder zerkratzen und sich auf den beschädigten Stellen leicht Rost bilden kann.

Grobreinigung

Unser Grill bleibt über den Sommer bis zum späten Herbst im Garten stehen. Bis zum nächsten Sommer lagern wir ihn dann bei uns im Schuppen. Da kann sich über den längeren Zeitraum schon mal Dreck ansammeln oder Ungeziefer einnisten. Darum wird unser Grillrost zu Beginn der neuen Saison zuerst mit Küchenrolle gut geputzt.

Hitzesäuberung

Schon aus hygienischen Gründen reinige ich unseren Grillrost vor Gebrauch immer mittels Hitze. Diese einfache Säuberung, auch „Ausbrennen“ genannt, sorgt dafür, dass der Grill hygienisch sauber ist und beugt Gesundheitsschäden vor. Verbleibende Fett- und Essensreste können nämlich beim Gebrauch des Grills zu gefährlichen Stichflammen führen und verbranntes Fett schadet der Gesundheit. Um den Grillrost auf diese Weise zu reinigen, muss man den Grill, samt Rost, mit geschlossenem Deckel richtig aufheizen, damit Essensreste und Fett verbrennen. Dies reinigt nicht nur den Grillrost gründlich, sondern auch die Innenseite des Grills. Nach dem Ausbrennen wird der gusseiserne Grillrost hellgrau.

Ölen

Durch das Ausbrennen des Grillrostes entsteht eine Antihaftbeschichtung, die wichtig ist, damit bei der ersten Grillparty des Jahres nicht sofort die Bratwürste, Tofu-Würstchen und Steaks am Grill kleben bleiben. Auch tragen wir, wenn der Grillrost nach dem Ausbrennen noch warm ist, mit einem Stück Küchenrolle Öl auf den Grillrost auf, damit das Gusseisen nicht rostet.

Rost beseitigen

Im Gegensatz zu Edelstahlrosten können gusseiserne Roste relativ einfach verrosten. Der Grillrost kann neben Fett auch Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, was zu Roststellen führen kann. Aber korrodierte Stellen können vom gusseisernen Rost auch wieder entfernt werden. Am einfachsten beseitigt man die, indem man den Rost erst ausbrennt, dann mit einer speziellen Reinigungsbürste putzt und anschließend Öl oder Pflanzenfett aufträgt.

Weitere einfache Tipps zur Reinigung deines Grills findest du hier.