Unser Kleinster leidet an einer Hausstauballergie – deshalb muss ich seit Neuestem alles besonders gründlich putzen. Ein Teil in unserem Haushalt ist mir dabei noch nie so richtig aufgefallen und wurde deshalb bis jetzt nur sehr oberflächlich geputzt: die Heizkörper. In unserem Altbau sind in jedem Zimmer unter den Fenstern alte Heizkörper mit Lamellen und Rippen aufgestellt, die leider wahre Staubfänger sind. Aber nicht nur bei Allergikern in der Familie zahlt es sich aus, die Heizkörper gründlich innen und außen zu putzen: Verunreinigungen führen zu einer verminderten Heizleistung und erhöhen deine Heizkosten. Außerdem verteilt der Heizkörper den Staub immer wieder aufs Neue und die Luft in deiner Wohnung wird trocken. Hier deshalb die besten Tipps zur Reinigung von Heizkörpern:

  • Die Heizkörper solltest du entweder im Herbst oder im Frühling reinigen, also entweder vor oder nach dem kalten Monaten, in denen du sie zum Heizen nutzt.
  • Normalerweise reicht es, sie ein- bis zweimal im Jahr zu putzen.
  • Außen kannst du den Heizkörper zuerst absaugen, dann mit einem feuchten Tuch und Spülmittel abwischen.
  • Wenn sich Fettflecken auf deinem Heizkörper festgesetzt haben, kannst du sie mit einem fettlösenden Küchenreiniger oder einem Backofenreiniger aus der Drogerie entfernen.
  • Um ans Innere eines Heizkörpers zu gelangen, entferne zunächst das Gitter: Entweder es liegt nur auf und kann abgehoben werden oder du musst es abschrauben.
  • Das Gitter kannst du mit Spülmittel und einer Bürste am einfachsten in der Dusche putzen.
  • Schmutz in den Rillen des Gitters erreichst du mit einem Pinsel oder einer Zahnbürste.
  • Das Innere des Heizkörpers am besten zuerst mit dem Staubsauger aussaugen. Dazu möglichst einen flachen Saug-Aufsatz benutzen.
  • Du kannst den Staub auch mit einer anderen Methode von oben entfernen, und zwar so: Leg ein nasses Tuch unter die Heizung und blase von oben kalte Luft mit einem starken Föhn auf das Innere des Heizkörpers. Der Staub fällt nach unten auf das Tuch.
  • Mit einer weichen Bürste oder einer speziellen Heizkörperbürste aus dem Baumarkt kannst du außerdem Staub im Inneren wegbürsten. Diese Methode ist allerdings nichts für Allergiker, denn dabei wirbelt ganz schön viel Staub auf. Deshalb lieber zum Staubsauger greifen.
  • In einem weiteren Schritt solltest du deinen Heizkörper auch innen feucht reinigen: Bei einem Rippen- oder Röhrenheizkörper geht das ziemlich leicht mit einem feuchten Lappen, den du immer wieder zwischendurch in einem Eimer mit Spülmittel nass machst. Gibt es Engstellen, die du mit der Hand nur schwer erreichst, kannst du dir im Baumarkt eine spezielle Lamellenbürste besorgen, mit der du auch dort Staub und Schmutz entfernen kannst.
  • Besonders gründlich gelingt die Reinigung deiner Heizkörper mit einem Dampfstrahler. Diesen kannst du im Baumarkt tage- oder stundenweise ausleihen. Leg dazu ausreichend Tücher oder Küchenpapier unter den Heizkörper, um den Boden zu schützen. Ziele von oben in die Lamellen und blase vorsichtig den Dampf durch. Schmutz und Staub lösen sich und fallen unten heraus.
  • Achtung bei Heizkörpern, die direkt an der weißen Wand installiert sind: Hier solltest du, bevor du mit dem Heizstrahler an die Arbeit gehst, vorher auch die Wand abdecken. Das geht zum Beispiel mit einer großen Plastikfolie oder einer Plastikwand (zum Beispiel von einem alten Posterrahmen).
  • Gehe sachte mit dem Dampfstrahler vor, denn du willst den Farblack des Heizkörpers nicht ablösen.

Der nächsten Heizsaison mit gesunder, sauberer Luft steht mit dieser gründlichen Reinigung nichts mehr im Wege!

Lies hier, wie du auch den Rest deiner Wohnung staubfrei bekommst.