In unserem Zuhause ist das Sofa im Wohnzimmer mit Abstand das am meisten genutzte Möbelstück: Hier entspannen wir, hier schauen wir fern und hier wird zu meinem Missfallen manchmal auch was gegessen. Es kann auch sein, dass ab und zu jemand sogar auf dem Sofa übernachtet: Ein Besuch aus einer anderen Stadt, oder mein Mann, wenn er wieder mal zuviel schnarcht. Außerdem hat unser neuer Kater das Sofa in Beschlag genommen. Kurzum, unser Sofa muss ganz schön viel aushalten mit uns und das sieht man ihm in letzter Zeit leider auch an. Es ist übersät mit Rückständen von größeren und kleinen Wasser-, Saft- oder Fettflecken – Zeit für eine Rundum-Reinigung. Und so geht´s am besten:

1. Mit Stoff bezogene Polstermöbel reinigen

  • Wenn dein Sofa abziehbare Polster hat, ist das natürlich am einfachsten, denn du kannst sie 1-2 mal im Jahr in die Reinigung bringen. Unseres ist aus Stoff und kann nicht abgezogen werden. Bei den Bezugsstoffen gibt es aber auch Unterschiede, auf die man bei der Reinigung achten muss. Deshalb schau zuerst unbedingt auf das Etikett deines Polstermöbels, um Reinigungsfehler zu vermeiden:
  • Webstoff lässt sich am besten mit einem hellen Schwamm (Achtung: Dunkle können abfärben) und Seifenlauge (am besten Gallseife) oder Polsterreiniger säubern.
  • Bei Velour auf Seife verzichten und stattdessen nur prickelndes Mineralwasser und ein helles Tuch verwenden.
  • Microfaser am besten auch mit einem hellen Schwamm und milder Seife oder Polstershampoo reinigen.Wenn du den Flecken den Kampf ansagt, achte darauf, nicht zu reiben, sondern nur zu tupfen, um den Stoff nicht zu beschädigen. Außerdem sollte man in Richtung der Faser arbeiten, nicht dagegen.

2. Sag mit Dampf den Flecken den Kampf an

Wenn die Reinigung richtig gründlich werden soll, dann leistet ein Dampfsauger gute Dienste. Diese kann man sich heutzutage an vielen Orten tage- oder stundenweise ausleihen. Meist sind sie eigentlich für die Teppichreinigung gedacht, darum frag unbedingt nach dem kleineren Aufsatz für Polstermöbelreinigung. Der heiße Dampf tötet Bakterien ab und reinigt dein Sofa hygienisch bis in die Tiefe.

3. Tricks für besonders hartnäckige Flecken

Bei einigen Flecken hilft normales Wasser nicht. Hier kannst du folgendes probieren:

  • Schokoladeflecken mit einem Wasser-Essig-Gemisch abtupfen
  • Blut sofort mit kaltem Wasser abwischen
  • Bei Katzenurin einen Spezialreiniger für Tierurin verwenden
  • Zerdrückte Kaugummis zuerst mit einem Kühlakku kühlen und dann abkratzen
  • Weinflecken am besten mit einer Waschpulver-Wasser-Mischung bedecken und 30 Minuten einwirken lassen und mit Wasser sanft abwischen.
  • Unangenehme Gerüche lassen sich mit Natronpulver entfernen: Natron trocken aufstreuen, über Nacht einwirken lassen und am nächsten Tag absaugen.

4. Spezialfall Lederbezüge: So reinigst du deine Ledercouch

Sind deine Polstermöbel allerdings mit Leder bezogen, dann solltest du auf keinen Fall mit dem Dampfsauger anrücken: Ein Ledersofa darf nur mit Wasser und einem weichen Tuch gereinigt werden. Destilliertes Wasser verhindert dabei Kalkflecken. Alle 3-6 Monate braucht ein Ledersofa eine spezielle Lederpflege und jährlich solltest du einen Lederschutz auftragen. Tipp: Bei Fettflecken auf dem Ledersofa kannst du den Fleck zuerst mit einer Wärmflasche anwärmen und Babypuder (oder Maismehl) über Nacht einwirken lassen.

5. So kannst du Flecken vorbeugen

Damit in Zukunft gar keine Flecken entstehen, lautet die Grundregel für dein Sofa, immer sofort reagieren: Je schneller du zum Beispiel die verschüttete Flüssigkeit mit einem Papiertuch aufsaugst, umso weniger kann sie in den Stoff eindringen. Mikrofaser beweist sich als sehr robust und lässt weniger eindringen als zum Beispiel ein grober Webstoff. Bei normalem Gebrauch genügt es, dein Sofa einmal in der Woche gründlich mit dem Polsteraufsatz deines Staubsaugers bis in die Ritzen hinein zu saugen und es mit einem weichen, hellen Tuch und etwas Wasser abzuwischen!