Den Weihnachtsbaum nadelfrei entsorgen

Zu den Festtagen sorgt der Weihnachtsbaum für Freude, beim Entsorgen leider nicht. Gut, dass es Lifehacks zur nadelfreien Entsorgung oder Weiterverwendung gibt!

Aktualisiert

geschmückter Weihnachtsbaum

Auf einen Blick:

  • So entsorgst du deinen Weihnachtsbaum einfach und sauber

  • Zuerst den Weihnachtsbaum komplett abdekorieren

  • Entsorgung im Schweden-Stil

  • Kleine Bäume im Müllsack rausbringen

  • Größere Bäume mit Folie umwickeln

  • Den Baum weiterverwenden

Der beste Trick gegen nadelnde Weihnachtsbäume: gießen, gießen, gießen! Als Faustregel gilt, dass etwa ein Liter Wasser pro Meter Baum täglich für ausreichend Flüssigkeit sorgt. Achte beim Kauf auf eine frische Sägekante und stelle deine Baum zu Hause sofort in einen Eimer mit Wasser oder direkt in den Christbaumständer.

So entsorgst du deinen Weihnachtsbaum einfach und sauber

Es gibt unterschiedliche Bräuche und Ansichten dazu, wann der Weihnachtsbaum entsorgt werden sollte. Manche verabschieden sich schon direkt nach den Feiertagen von ihm, andere lassen ihn bis zu den Heiligen Drei Königen (am 6. Januar) oder gar bis Maria Lichtmess (2. Februar) stehen. Aber ganz egal, wann du dich von dem Baum trennen willst – die eigentliche Frage lautet: Wie entsorgst du den Baum schnell und sauber, ohne lästige Nadeln überall?

Zuerst den Weihnachtsbaum komplett abdekorieren

Als erstes kümmerst du dich um den Schmuck am Weihnachtsbaum. Diesen musst du komplett abnehmen, damit der Baum einwandfrei entsorgt werden kann. Besonders Lametta solltest du sorgfältig abdekorieren. Denn die Inhaltsstoffe (metallisiertes Kunststoff oder Blei bei älteren Produkten) sind giftig und daher umweltschädlich.

Lichterketten wickelst du am besten sorgfältig auf, um dir im nächsten Jahr den Kampf mit den Knoten zu ersparen. Christbaumkugeln und anderer Schmuck wandern in ihre Kisten und werden bis zum nächsten Dezember sicher verstaut.

Wenn du einen Weihnachtsbaum im Topf kaufst, brauchst du dir keine Sorgen über die Entsorgung machen. Du kannst den Baum nach den Festtagen einfach rausstellen. Sobald der Frost vorbei ist und die Erde locker genug ist, kannst du ihn einpflanzen.

Tannen, Fichten und Co. nadelfrei nach draußen schaffen

Je später du deinen Baum entsorgst, desto mehr wird er vermutlich Nadeln verlieren. Dagegen hilft am besten ein Staubsaugger und ein mildes Bodenpflegemittel. Für die möglichst nadelfreie Entsorgung – und damit weniger Putzaufwand – haben wir diese praktischen Tipps für dich: 

1. Entsorgung im Schweden-Stil:

Schaffe den Baum auf dem kürzesten Weg zu einem Fenster – oder noch besser: zur Balkontür. Leg dafür ein großes Handtuch auf den Boden, auf das die Nadeln fallen können. Wirf den Baum dann nach unten auf die Straße oder seile ihn vorsichtig ab. Achtung: Bitte achte darauf, dass jemand unten steht und aufpasst, dass kein Passant getroffen wird. Danach schüttelst du das Handtuch einfach aus.

Wichtig: Wenn du weit oben in einem Haus wohnst, dann wirf bitte den Baum nicht, sondern schaffe ihn mit Tipp 2 oder 3 nach unten!

2. Kleine Bäume im Müllsack rausbringen:

Kleineren Bäumen (bis zu etwa einem Meter) kannst du mit einem Schwung einen großen Müllsack überziehen. Binde diesen unten zusammen. Nun kannst du den Weihnachtsbaum problemlos umdrehen und im Sack nach draußen bringen. 

3. Größere Bäume mit Folie umwickeln:

Was nicht in einen Müllsack passt, wird mit Klarsichtfolie passend gemacht. Besorge dir eine Rolle Folie und umwickle vorsichtig deinen Baum damit. Beginne unbedingt unten. Der Vorteil: Die herabfallenden Nadeln werden direkt von der Folie aufgefangen.

Den Baum weiterverwenden

Die erste Hürde ist genommen und dein Baum ist jetzt draußen. Was passiert nun? Viele Gemeinden bieten eine kostenfreie Entsorgung über die Müllabfuhr an. Du kannst deinen Weihnachtsbaum aber auch selbst weiterverwenden:

  1. Zum Frostschutz für deine winterharten Pflanzen. Buchsbaum, Rose und Kirschlorbeer können den Winter draußen gut überstehen, wenn du sie gegen den schlimmsten Frost schützt. Zerkleinere dafür deinen Weihnachtsbaum und nutze die Äste als natürliche Isolierung. 

  2. Viele Pferdehöfe oder Zoos freuen sich über Tannen und Fichten als Knabberzeug für ihre Tiere. Dafür sind allerdings nur Bio-Bäume geeignet. Frag einfach einen Mitarbeiter, ob Bedarf besteht. 

  3. Im eigenen Garten kann der zerkleinerte Baum auf den Kompost wandern oder als Reisighaufen für kleine Tiere dienen. Lockere dafür einen Teil Erde auf. Schichte nun lose die Äste auf, achte dabei auf mehrere offene Eingänge. Igel, Eichhörnchen, Spitzmäuse und Käfer haben so ein gemütliches Winterquartier, das sie vor Kälte und Fressfeinden schützt.

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