Alle Jahre wieder – nadelt dein Weihnachtsbaum bereits am 4. Advent? Nichts sorgt so verlässlich für eine weihnachtliche Stimmung wie ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum. Damit du jedoch lange Freude an ihm hast, solltest du bereits beim Kauf ein paar Dinge beachten. Auch mit der Wahl des richtigen Standorts und ein bisschen Pflege kannst du dafür sorgen, dass dein Baum lange frisch aussieht und nicht so schnell nadelt.

1. Kauftipps: so findest du einen frischen Weihnachtsbaum

Viele Weihnachtsbäume, die hierzulande verkauft werden, stammen nicht aus dem Wald um die Ecke, sondern werden importiert: Die Bäume werden meist einige Wochen vor Weihnachten geschlagen und dann über weite Strecken zu uns transportiert. War dein Baum schon länger unterwegs, dann erkennst du das an einer bräunlich-gräulich verfärbten Schnittstelle. Frisch geschlagene Bäume hingegen haben meist noch eine hellgelbe Schnittstelle. Willst du sicherstellen, dass bei deinem Baum möglichst wenig Zeit zwischen Ernte und Aufstellen vergeht? Dann erkundige dich, ob es in deiner Nähe die Möglichkeit gibt, einen Baum selbst zu schlagen, oder kaufe bei örtlichen Gartenbau- oder Forstbetrieben.

2. Welche Baumsorte hält lange?

Für welche Sorte Nadelbaum du dich entscheidest, ist natürlich Geschmackssache. Es gibt jedoch Unterschiede, wie lange sich eine Baumsorte in geheizten Räumen hält, ohne zu nadeln. Beliebte Baumsorten sind nicht ohne Grund Nordmanntannen und Nobilistannen bzw. Edeltannen. Sie kommen recht gut mit der trockenen, warmen Raumluft klar und halten sich vergleichsweise lange, bevor sie zu nadeln beginnen. Zudem sind ihre weichen Nadeln recht freundlich zu deinen Händen und piksen wenig. Ebenfalls recht lange in geheizten Räumen hält sich die Blaukiefer. Ein kleiner Nachteil sind ihre langen Nadeln: Die machen das Schmücken etwas schwierig und die nicht sonderlich dicken Zweige können nicht so schwer behangen werden. Legst du Wert auf einen traditionellen Baum, dann fällt deine Wahl vielleicht auf die Blaufichte. Hier solltest du bedenken, dass sie wie alle Fichtenarten schnell austrocknet und nadelt. Blaufichten also besser erst kurz vor Weihnachten aufstellen und hier ganz besonders auf den richtigen Standort und eine gute Pflege achten.

3. Darauf solltest du achten, bevor du deinen Weihnachtsbaum aufstellst

Falls du deinen Weihnachtsbaum nicht sofort aufstellen möchtest, dann lagere ihn an einem trockenen und kühlen Ort. Dafür eignet sich der Keller oder Balkon. Entferne auch zum Zwischenlagern das Transportnetz – am besten von unten nach oben – und stelle deinen Baum in einen Eimer mit Wasser. Dein Baum wird es dir danken, wenn du ihn nicht sofort in deine warme Wohnung stellst, sondern ihn langsam an die wärmere Umgebungstemperatur gewöhnst. Lass ihn z. B. eine Nacht lang im kühlen Flur oder Keller stehen, bevor du ihn im Wohnzimmer aufstellst. Zudem empfiehlt es sich, den Baum vor dem Aufstellen kurz über der Schnittstelle erneut abzusägen. So kann sich dein Baum besser mit Wasser versorgen.

4. Der richtige Standort für deinen Weihnachtsbaum

Wenn du die Möglichkeit hast, dann wähle einen kühlen Standort aus: Das heißt, dein Baum sollte so weit wie möglich von Heizung oder Ofen entfernt stehen. Hast du eine Fußbodenheizung, dann kannst du deinen Baum auf einen kleinen Hocker oder ein kleines Podest stellen, damit er nicht direkt auf dem warmen Boden steht. Bewährt haben sich Baumständer, die mit Wasser gefüllt werden können. Prüfe alle 2 bis 3 Tage, ob du neues Wasser nachfüllen musst. Dein Baum wird circa 1 Liter in 3 Tagen verbrauchen. Bedenke zudem, dass das Wasser in einem geheizten Raum schnell verdunstet. Zusätzlich kannst du die Nadeln deines Baumes alle paar Tage mit Wasser bespritzen.

Wenn du diese Hinweise und Tricks beachtest, dann hast du lange Freude an deinem Baum und er hält sich vielleicht sogar bis ins neue Jahr hinein.

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