Als ich zuhause ausgezogen bin, überreichte mir meine Mutter ein kleines Talerbäumchen. Es sind schon ein paar Jahre ins Land gezogen und daraus ist ein großer Talerbaum geworden, der mit einer kleinen Armee an Ablegern nicht nur meine Wohnung, sondern auch die meiner Freunde besiedelt.

Um Pflanzen über Jahre hinweg gesund und glücklich zu halten, braucht man die richtigen Lichtverhältnisse, die richtige Temperatur und Wassermenge sowie Blumenerde und Düngemittel.

Wie oft soll man Topfpflanzen gießen?

Ist logisch: die Herkunft der Zimmerpflanze bestimmt, wieviel Wasser sie braucht. Es zahlt sich aus, genau über die Bedürfnisse deiner Pflanzen Bescheid zu wissen.Mein Talerbaum zum Beispiel ist wie Kakteen eine Sukkulente, in diesem Fall aus Afrika. Das heisst also wenig Wasser, viel Sonne und trockene Luft. Sitzt er in Staunässe, faulen seine Wurzeln und auf Dauer stirbt er ab. Schon einige meiner Freunde haben ihren Ablegern so den Garaus gemacht. Manch andere Pflanze ist in den Tropen zuhause, braucht also eine hohe Luftfeuchtigkeit und mehr Wasser und fühlt sich dementsprechend im Badezimmer oder unter Sprühnebel am Wohlsten.Meist trocknen aber Pflanzen nicht aus, sondern werden eher übergossen. Was hilft, ist vor dem Gießen eine Fingerprobe durchzuführen. Ist die Erde noch nass, verschiebt man es lieber ein paar Tage. In Gartengeschäften gibt es auch Feuchtigkeitsmesser zu kaufen, für alle, die es genau wissen möchten.Was auch leicht zu Überwässerung führt, sind Blumentöpfe ohne Drainagelöcher im Boden – diese also meiden.

Wo stellt man Pflanzen am besten hin?

Auch beim Standort kommt es wieder auf die einzelnen Pflanzen an:

  • Nur manche kommen mit einem Standort im Dunkeln klar, dazu gehören Kentiapalme, Farne, Spathiphyllum oder Sanseveria. Sie brauchen dazu aber eine hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Für Halbschatten eignen sich Grünpflanzen wie Grünlilie, Efeutute oder Drachenbaum.
  • Im Hellen mögen es Gummibaum und Yucca, genauso wie die meisten Blühpflanzen.
  • Pralle Sonne ist nur für Wüstenbewohner wie Kakteen und einige Palmenarten erträglich.

Besonders vorsichtig muss man in den Wintermonaten sein. In Nähe der Heizung können Blätter und Wurzeln schnell austrocknen – Pflanzen benötigen also mehr Wasser.

Welche Blumenerde sollte man verwenden?

Substrate sind dazu da, Wasser und Nährstoffe zu speichern und diese an Pflanzen abzugeben. Sitzt eine Zimmerpflanze in der falschen Erde, kann sich das durch Mangelerscheinungen, Krankheiten und Wurzelfäule zeigen.Auch hier lohnt es sich, die Ansprüche jeder einzelnen Pflanze zu verstehen. Mein Talerbaum zum Beispiel bevorzugt sandige Erde mit wenig Nährstoffen. Orchideen brauchen nur ein paar Kokosfasern und ein Topf Basilikum liebt nährstoffreiche Erde.

Wie düngt man richtig?

Topfpflanzen stehen eine begrenzte Menge an Erde und damit auch an Nährstoffen zur Verfügung. Die Pflanze verbraucht diese allmählich – sie müssen also immer wieder erneuert werden. Für alle Arten von Grünpflanzen reicht es, eine Sorte Dünger zu kaufen. Speziellen Dünger sollte man aber für Blühpflanzen, Orchideen und auch Kakteen anschaffen.Eine Faustregel für die Menge an Dünger ist, dass du schnell wachsenden Grünpflanzen auch mehr Dünger geben musst. Außerdem brauchen Pflanzen, die selten umgetopft werden, regelmäßiger Dünger. Aber Vorsicht: Zuviel Dünger führt dazu, dass Pflanzen das Wasser nicht mehr richtig aufnehmen können. Das zeigt sich oft durch Verbrennungserscheinungen wie braune Ränder an den Blättern. Also unbedingt an die Anweisungen auf der Verpackung halten.Bis auf ein paar wenige Ausnahmen solltest du deine Pflanzen etwa alle zwei Wochen zwischen Ende Februar und Anfang August düngen – das ist ihre Wachstumsperiode.

Wie oft sollte man eine Zimmerpflanze umtopfen?

Im Laufe der Jahre wachsen die Wurzeln so viel, dass sie bei manchen Pflanzen wie Grünlilien sogar den Topf sprengen können. Mein Talerbaum zeigt es eher dadurch, dass eigentlich keine Erde mehr vorhanden ist und der Topf deshalb Wasser nicht mehr gut aufnimmt.

Um das zu vermeiden, topfst du kleinere Zimmerpflanzen am besten alle 2 bis 3 Jahre und größere Pflanzen alle 4 bis 5 Jahre in frische Erde und in einen größeren Topf um.