Pizzastein reinigen: so geht’s richtig

Mit der richtigen Pflege bleibt dir dein Pizzastein jahrelang erhalten.

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Lappen auf die Küchenarbeitsplatte gelegt

Zuhause selber Pizza backen macht Spaß, ist günstig und du kannst die Pizza belegen, wie du willst. Die besten Ergebnisse beim Pizzabacken erzielst du mit einem Pizzastein, weil dieser die Hitze gleichmäßig hält und verhindert, dass deine Pizza unten schwitzt. Hier zeigen wir dir, wie du einen Pizzastein reinigen kannst, damit er dir lange erhalten bleibt.

Wenn dein Backofen über ein Selbstreinigungsprogramm verfügt, das mit Hitze den Ofen säubert (also eine Pyrolysefunktion), kannst du deinen Pizzastein einfach das nächste Mal in deinem Ofen mitreinigen lassen. So werden effektiv alle verkrusteten Reste entfernt.

Woraus besteht ein Pizzastein?

Die meisten Pizzasteine sind aus Schamotte hergestellt, also einem künstlichen, gesteinsähnlichen Material, das feuerfest ist. Ein anderer Stoff, aus dem häufig Pizzasteine gemacht werden, ist Cordierit. Dieses ist etwas teurer als Schamotte und reißt oder bricht weniger schnell. Es gibt auch glasierte Cordierit-Steine zu kaufen, die leichter zu reinigen sind. Allerdings bevorzugen manche Menschen Pizza, die auf einem Schamottstein gebacken wird. Das ist aber Geschmackssache – da mischen wir uns also nicht ein.

Worauf du beim Backen mit einem Pizzastein achten musst

Um dir das Reinigen deines Pizzasteins leicht zu machen, ist es zuerst einmal wichtig, dass du den Pizzastein ordentlich vorheizt. Dazu stellst du den Backofen auf 250 Grad Celsius ein und lässt den Pizzastein 45 Minuten lang aufheizen. Wenn du nun den Pizzateig auf den heißen Stein legst, bildet sich dort sofort eine Kruste, weshalb nichts am Stein kleben bleibt.

Womit du aufpassen musst, ist löchriger Pizzateig: Das Soßen- und Käsegemisch auf Pizzas brennt schnell an und hinterlässt Flecken auf deinem Pizzastein. Die gute Nachricht ist, dass diese Flecken nur hässlich aussehen, aber keine Gesundheitsgefahr darstellen. Durch die hohen Temperaturen verbrennen alle Bakterien und Keime auf dem Stein.

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Pizzastein reinigen: Angebranntes entfernen

Wenn Soße und Käse auf einem Pizzastein angebrannt sind, solltest du diese mechanisch entfernen und dabei keine größeren Mengen an Wasser benutzen.

So entfernst du angebrannte Reste:

  • Zuerst lässt du den Pizzastein abkühlen.

  • Dann nimmst du ihn aus dem Backofen und kratzt die angebrannten Reste ab. Dabei hilft ein Küchenschaber, Spachtel oder ein metallener Ceranfeldreiniger.

  • Um stark eingebrannte Flecken zu entfernen, kannst du den Stein danach auch vorsichtig mit einem metallenen Topfkratzer oder ganz feinem Schleifpapier bearbeiten.

  • Zum Schluss wischst du den Pizzastein noch mit einem leicht angefeuchteten Küchentuch ab. Achtung: Schamottsteine dürfen nicht richtig nass werden. Sie saugen sich mit Wasser voll und können so beim Erhitzen reißen. Also wirklich nur leicht feucht abwischen.

Cordierit-Steine sind meist beschichtet, weshalb du sie unter fließendem Wasser mit einer Bürste reinigen kannst. Dabei musst du allerdings aufpassen, dass nur die glasierte Seite nass wird. Sonst kann sich auch diese Art von Stein vollsaugen.

Darf man einen Pizzastein mit Spülmittel reinigen?

Nein. Niemals solltest du beim Waschen eines Pizzasteines Spülmittel benutzen und auch in die Spülmaschine sollte er auf keinen Fall. Der Pizzastein kann sich so mit Wasser vollsaugen und trocknet dann nie mehr richtig aus. Das Spülmittel dringt ebenfalls in den Stein ein – so kann deine Pizza seifig schmecken.

Pizzasteine werden auf Dauer fleckig. Das ist aber wie gesagt nicht unhygienisch.

Keine Lust, deinen Backofen regelmäßig zu reinigen? So vermeidest du den Backofen-Großputz mit alltäglichen Handgriffen.

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