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Upcycling Jeans: Alte Jeans im Haushalt?

Es gibt wohl kaum einen Kleiderschrank, in dem sich nicht mindestens eine alte Jeans findet. Und obwohl Jeanshosen bei richtiger Pflege lange halten: Irgendwann sind sie reif für die Altkleidersammlung. Stopp: fürs Jeans-Upcycling natürlich. Denn eine alte Jeans ist ein wertvoller Rohstoff, um neue schicke Kleidungsstücke oder Accessoires herzustellen.

Aktualisiert

Jeans hängen von einem Kleiderbügel im Garten

Jeans-Upcycling – Nähen für mehr Nachhaltigkeit

Cleanipedia engagiert sich für Nachhaltigkeit. Denn wir haben nur diese eine Welt. Die Herstellung nur einer einzigen Jeans-Hose verbraucht - im statistischen Durchschnitt – 1.000 Liter Wasser pro 100 Gramm Denim. Bei einem Durchschnittsgewicht von 800 Gramm sind das 8.000 Liter. Dazu kommen Unmengen an Chemikalien. Zudem werden Jeans häufig in Ländern bzw. in Anlagen produziert, in denen das mit Chemikalien verschmutzte Wasser einfach in die Umwelt geleitet wird. Deshalb bedeutet Jeans-Upcycling Nähen für mehr Nachhaltigkeit. Das Upcycling von Jeans ist aber nicht nur ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz. Upcycling-Jeans-Produkte sehen außerdem gut aus, sind individuell – und das Nähen macht auch noch Spaß.

5 Ideen für das Upcycling von Jeans

Wir haben in der Redaktion die beliebtesten Ideen für das Upcycling von Jeans gesammelt. Das sind:

  • Upcycling: kurze Jeanshosen oder kurze Röcke

  • Minitaschen aus Jeansstoff

  • Quiltdecke aus Jeansresten

  • Kissenbezüge aus Jeansresten

  • Accessoires aus dem Jeans- Upcycling

Jeans-Upcycling Tipp 1: Aus Alt mach Neu - kurze Jeanshose oder kurzer Rock

Du liebst deine alte Jeans? Aber das Denim ist so durchgescheuert, dass keine Rettung mehr möglich ist? Wenn das vor allem die Hosenbeine betrifft, ist das Jeans-Upcycling besonders einfach. Mach einfach eine kurze Jeanshose aus der alten Jeans. Dafür brauchst du noch einmal nähen zu können.

Upcycling Jeans: kurze Hosen

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Schneide die Beine der Jeans einfach auf der Höhe deiner Wahl ab. Die durchgescheuerten Stellen sollten auf jeden Fall abgetrennt werden. Den Schnittrand kannst du lassen, wie er ist. Dann ergibt sich recht bald ein cooler Used-Look, weil die Schnittflächen ausfransen. Wenn du es lieber etwas sauberer hast, nähe den Saum einfach um. Mit einer Nähmaschine ist das selbst für Ungeübte im Handumdrehen erledigt.

Upcycling Jeans: kurzer Rock

Willst du aus deiner alten Jeans einen Rock machen, braucht es schon etwas mehr Geschick und ein bisschen Erfahrung an der Nähmaschine. Je nach Können hast du unterschiedlichste Möglichkeiten.

Am einfachsten ist die folgende Methode: Zunächst die inneren Nähte der Hosenbeine bis zum Schritt hoch auftrennen. Nun kommt es darauf an, wie eng der Rock werden soll. Für einen sehr engen Rock legst du den Stoff glatt aufeinander und nähst den Jeansstoff wieder zusammen. Danach den Rock auf Länge zuschneiden. Vergiss nicht, etwa 2 cm für den Saum. Den Saum einschlagen und umnähen – fertig ist der enge Jeans-Minirock.

Wenn aus deiner Upcycling-Jeans ein etwas längerer Rock werden soll:

  • Als Erstes wieder die inneren Nähte der Hosenbeine bis zum Schritt hoch auftrennen.

  • Dann aber nicht gleich wieder zusammennähen, sondern je ein keilförmiges Stück Stoff – das kann Denim sein oder auch ein anderes für Röcke geeignetes Gewebe – zwischen die offenen Seiten der Hosenbeine nähen.

  • Dann wieder zusammennähen. Saum umnähen – und fertig.

Vorsicht: Idealerweise steckst du die Keilstücke mit Stecknadeln an und probierst aus, ob du dich in dem Rock gut bewegen kannst.

Du kannst zu eng gewordene Jeans durch Einsetzen eines Stoffstreifens am Bund auch weiten. Das ist aber wirklich was für Fortgeschrittene. Wir machen weiter mit einem Tipp, den auch Anfänger umsetzen können.

Jeans-Upcycling Tipp 2: Taschen aus Jeansstoff

Plastiktaschen sind eines der größten Umweltprobleme der Welt. Wusstest du, dass an jedem Strand weltweit bis zu 10 Prozent des Sandes nur wie Sand aussieht, tatsächlich aber aus Mikroplastik besteht? Mit Upcycling-Jeans-Taschen leistest du also einfach einen wertvollen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Unsere Lieblingsidee für Jeanstaschen: Schneide die Jeans knapp unterhalb von Reißverschluss und Gesäßtaschen ab. So erhältst du eine Öffnung unten, die du nur noch zusammennähen musst. Für die Träger verwendest du zwei bunte Tücher deiner Wahl, die du entgegengesetzt voneinander durch die Gürtelschlaufen ziehst und an den gegenüberliegenden Seiten auf gleicher Höhe verknotest.

Einfache Tragetaschen und mehr aus alten Jeans

Jeansstoff eignet sich hervorragend, um daraus einfache Tragetaschen zu nähen. Du brauchst nur Jeansstücke so zusammen zu nähen, dass sie für die Größe der gewünschten Tasche passen. Mit ein paar Nähten entstehen Jeanstaschen nach Wunsch: beispielsweise als Einkaufstasche oder kleine Jeansbeutel für unterschiedlichste Zwecke – zur Aufbewahrung von Stiften, als Brillenetui oder, oder…

Der Vielfalt sind kaum Grenzen gesetzt: Mit einem eingenähten wasserfesten Wachstuch (findest du im Stoffhandel oder vielen plastikfreien Shops) wird aus deiner alten Jeans sogar eine auswaschbare Brottasche.

Verschließbar werden Taschen aus Jeansstoff besonders einfach mit einer Stofflasche auf der einen Seite und einem Knopf auf der anderen. Wenn du mit der Nähmaschine geschickt bist, bieten sich Klettverschlüsse oder Reißverschlüsse an.

Jeans-Upcycling Tipp 3: Quiltdecke aus Jeansresten

Wenn du auf der Suche nach einem Do-it-yourself-Langzeitprojekt bist, dann ist eine Quiltdecke aus Jeansresten vielleicht das Richtige für dich. Hast du nicht ausreichend Jeansreste daheim, dann schau dich in Second-Hand-Läden um oder wo immer du alte Jeanshosen auftreiben kannst. Natürlich kannst du auch andere Textilien für deine Upcycling-Quiltdecke verwenden. Egal, welcher Stoff: Schneide Quadrate mit Seitenlängen von 20 bis 40 cm, ordne sie nach deinem Geschmack an und nähe sie zusammen. Wenn du für die Rückseite einen weichen, flauschigen Stoff verwendest, kannst du den Quilt vielseitig verwenden, z. B. als Sitzdecke, Tagesdecke fürs Bett oder Sofaüberwurf.

Jeans-Upcycling Tipp 4: Kissenbezüge aus Jeansresten

Ähnlich wie einen Quilt kannst du auch Kissenhüllen aus alten Jeans herstellen. Als Basis für dieses Jeans-Upcycling dienen Quadrate mit Seitenlängen zwischen 15 und 30 cm, die du in einem Rechteck anordnest und zusammennähst. Das Rechteck sollte doppelt so lang sein wie das gewünschte Kissen. Anschließend den rechteckigen Stoff in der Mitte falten, die linke und rechte Seitenöffnung vernähen und die obere Öffnung mit Knöpfen oder einem Reißverschluss versehen. Ein Kissen aus Jeansstoff ist sehr robust und eignet sich deshalb auch als Bodensitzkissen.

Vergiss nicht, deine alten Jeans vor dem Verwerten und Recyceln zu waschen. Jeans kann man normalerweise bei 30 bis 40 Grad in der Waschmaschine waschen. Verwende ein geeignetes Vollwaschmittel, wie Coral Optimal Color, und wende das Kleidungsstück vor dem Waschen auf links.

Jeans-Upcycling Tipp 5: Accessoires aus Jeans

Von Schmuck über Deko bis Stofftiere: Je nach Geschicklichkeit und Kreativität eröffnet das Jeans-Upcycling dir ungeahnte Möglichkeiten. Wie wäre es beispielsweise mit Jeans-Armbändern? Die sind im Handumdrehen aus kleinen Stoffbahnen genäht. Du kannst sie mit Kreuznähten gestalten – oder besticken. In Stoffläden findest du außerdem eine Vielzahl von Knöpfen oder anderen Werkstücken, die als Applikationen für einen unverwechselbaren Look sorgen.

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