Damit es im Garten, auf Terrasse und Balkon grünt, brauchen deine Pflanzen viel Pflege, Sonnenschein und vor allem ausreichend Wasser. Doch mit Leitungswasser zu bewässern, geht nicht nur auf den Geldbeutel. Besonders im Hochsommer und während langer Trockenperioden kann es zu Wasserknappheit kommen, die man nicht noch mit dem Rasensprenger verstärken sollte. Dabei gibt es so einiges, was du im Garten oder auf deiner Terrasse bzw. auf dem Balkon tut kannst, um Wasser zu sparen. Wenn du diese 7 Tipps befolgst, dann freuen sich dein Geldbeutel und grünes Gewissen. 1. Sammle Regenwasser in einer Regentonne oder nutze einen Grundwasserbrunnen Regenwasser eignet sich hervorragend zum Bewässern deiner Pflanzen, denn die mögen dessen niedrigeren pH-Wert. Hast du einen kleinen bis mittelgroßen Garten, dann reicht eine normale Regentonne aus. Du kannst auch ein altes Fass zum Sammeln des Regenwassers aufstellen. Achte aber darauf, dass du das Regenfass immer gut abdeckst, um die Mücken im Sommer in Schach zu halten. Siehe hier für mehr Tipps zur Nutzung von Regenwasser. Bewirtschaftest du einen größeren Garten, dann kannst du entweder größere Zisternen mit mehreren Tausend Litern Fassungsvermögen verwenden. Oder du investierst in eine Regenwassernutzungsanlage, mit der du nicht nur deinen Garten bewässerst, sondern die du z. B. auch für deine Toilettenspülung einsetzt. Manche ältere Häuser mit Garten haben noch einen alten Brunnen. Du kannst von einem Fachmann die Qualität des Grundwassers prüfen lassen und damit deinen Garten gießen. Oftmals reicht schon eine Handpumpe, um das Grundwasser nach oben zu befördern. 2. Bewässere deinen Garten bzw. deine Pflanzen richtig Bewässere deinen Garten niemals in der Mittagshitze, denn dabei verdunstet ein Großteil des Wassers gleich wieder. Nutze dafür die frühen Morgenstunden oder gieße spät am Abend, wenn die Sonne schon niedrig steht und es sich bereits abkühlt. Auch die richtige Gießtechnik ist wichtig: Verwende weder einen dünnen Sprühstrahl noch einen zu starken Wasserstrahl. Der Sprühstrahl würde das Wasser auf deiner gesamten Pflanze verteilen, das kann u. a. zu Verbrennungen der Blätter führen. Ein zu starker Strahl würde die Erde rund um die Wurzeln wegspülen oder das Wasser kann nicht schnell genug in den Boden einsickern und fließt dann an Stellen, die du gar nicht bewässern möchtest. Am besten ist ein direkter, aber sanfter Wasserstrahl, den du auf die Wurzelregion der Pflanze richtest. 3. Schneide deinen Rasen nicht zu kurz Je kürzer der Rasen, desto höher ist dessen Wasserbedarf. Natürlich gibt es viele Fans von kurzen, gepflegten Rasen, aber raspelkurz tut weder dem Rasen noch dem Wasserverbrauch gut. Besonders im Sommer empfiehlt sich eine Schnitthöhe von mindestens 5 bis 7 cm, damit die Feuchtigkeit im Boden gehalten wird. Wenn du dabei noch auf robuste, pflegeleichte Rasensorten zurückgreifst, kannst du den Einsatz des Rasensprengers wahrscheinlich ganz vermeiden. 4. Nutze Mulch um Feuchtigkeit zu speichern Zwischen deine Pflanzen und Sträucher kannst du eine Schicht Rindenmulch auftragen. Das erspart dir nicht nur häufiges Unkraut jäten. Der Mulch hilft auch dabei, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Beim Rasen mähen kannst du den Rasenschnitt klein häckseln beim so genannten Mulchmähen und auf der Rasenfläche zurücklassen – ein ideales Mittel, damit dein Rasen lange grün und ausreichend feucht bleibt. 5. Achte auf die richtigen Pflanzenstandorte Besonders durstige Pflanzen sollten nicht in der prallen Sonne, sondern besser im Halbschatten stehen. Sehr heiße Standorte eignen sich für Pflanzen, die einem heißen Klima entstammen und nicht viel Wasser benötigen. Lass dich zur richtigen Bepflanzung deines Gartens am besten im Fachmarkt beraten. 6. Lockere regelmäßig deine Gemüse- und Pflanzenbeete Wenn du regelmäßig den Boden deiner Beete mit der Hacke auflockerst, hat nicht nur Unkraut keine Chance. Der Boden trocknet auch nicht so schnell aus. Am besten du hackst, nachdem es geregnet hat und der Boden noch leicht feucht ist. 7. Wähle wasserspeichernde Materialien für Töpfe und Balkonkästen Unglasierte Terrakottatöpfe sehen schick aus und sind beliebt. Sie geben jedoch schnell die Feuchtigkeit nach außen und die Erde im Inneren trocknet schnell aus. Besser eignen sich glasierte Keramiktöpfe, die das Wasser gut speichern. Bei Balkonkästen kannst du vor dem Bepflanzen eine Schicht Blähton einfüllen. Dieser Ton kann Wasser über lange Zeit speichern und trockene Zeiten machen so deinen Pflanzen weniger aus.