So stellst du eine Capsule Wardrobe für die kalte Jahreszeit zusammen

Anleitung für einen minimalistischen Kleiderschrank für den Herbst und Winter

Aktualisiert

Winterkleidung

Es gibt viele gute Gründe für einen minimalistischen Kleiderschrank. Die Idee hinter der sogenannten Capsule Wardrobe ist, dass du eine Auswahl an qualitativ hochwertigen Basics hast, die du sehr gerne trägst und die sich gut miteinandern kombinieren lassen, plus saisonale Kleidungsstücke.

Ein minimalistischer Kleiderschrank löst nicht nur das Problem, dass du morgens vor lauter Auswahl nicht weißt, was du anziehen sollst. Oder andersrum: Du stehst vor einem überquellenden Kleiderschrank und findest nichts, was du tragen möchtest. Den Kleiderkonsum einzuschränken ist auch ein wichtiger Aspekt nachhaltigen Handelns. Und: Eine minimalistische Garderobe spart Ressourcen, Platz, Geld und Zeit, die du mit dem Aufräumen deiner Kleidung verbringst. Weniger ist mehr.

Wir von Cleanipedia haben uns deshalb überlegt, wie du eine minimalistische Garderobe für deine Herbst- und Winterkleidung entwickeln kannst.

Ein minimalistischer Kleiderschrank bedeutet nicht, dass du nie mehr shoppen darfst. Allerdings solltest du mit Bedacht einkaufen. Und damit dein Kleiderschrank nicht wieder überquillt, mache es wie ein Türsteher eines vollen Nachtklubs: “One in, one out”.

In 5 Schritten zur minimalistischen Garderobe

1. Schritt: ausmisten

Der wohl schwierigste, aber wichtigste Schritt auf dem Weg zu deinem minimalistischen Kleiderschrank ist es, diesen auszumisten. Nimm dir dafür etwas Zeit. Mache zunächst eine Bestandsaufnahme, indem du alles aus dem Kleiderschrank rausholst. Schau dir jedes Kleidungsstück einzeln an und überlege dir, wann du es das letzte Mal in der passenden Saison getragen hast. Wenn das mindestens 6 Monate her ist, kann es weg. Oder du mistest nach der Marie Kondo-Methode aus. Hier erfährst du, wie das geht.

2. Schritt: Kleidung wegbringen

Lege die aussortierten Kleidungsstücke in verschiedene Taschen oder Boxen – je nachdem, was du spenden, verschenken oder verkaufen willst. Kannst du dich von ein paar Teilen nicht recht trennen, obwohl du sie nicht trägst? Verstaue sie in einem Koffer und hebe sie für maximal ein halbes Jahr auf. Was du in deinem Kleiderschrank sehr vermisst, kommt wieder rein. Alles andere kann weg.

3. Schritt: Was kann bleiben?

Es geht hierbei vor allem darum, was du wirklich trägst. Nur du weißt, worin du dich am wohlsten fühlst. Alle Kleidungsstücke, die du wirklich viel und gerne trägst, werden also Teil deines minimalistischen Kleiderschranks. Wie viele Teile dieser haben kann, variiert von 10–50 oder mehr. Im Endeffekt geht es nicht um die genaue Anzahl, sondern darum, dass du ein paar ausgewählte Teile hast, die gut passen und all deine Bedürfnisse abdecken. Gerade bei Winterklamotten ist das wichtig. Denn diese sollen dir nicht nur gefallen. Sie müssen auch ihren wirklichen Zweck gut erfüllen (dich warm und trocken zu halten). Also anstelle von 5 Mänteln, die alle nicht das Richtige sind, einfach nur einen, der alles kann und den du richtig gerne magst.

Idealerweise solltest du jetzt einen leeren Kleiderschrank gut sortiert einräumen können. Wenn du nach der Marie Kondo-Methode einräumst, wird dein Kleiderschrank zenartige Ordnung ausstrahlen.

4. Schritt: diese Winterkleidung kommt dazu

Jetzt geht es ans Eingemachte: Du stellst dir deine minimalistische Garderobe aus Herbst- und Winterkleidung zusammen. Neben deinen Basics wie Hosen und T-Shirts solltest du in folgende Winterklamotten investieren (wenn du sie nicht schon in deinem Schrank hast, versteht sich):

  • dicker, großer Wollpullover, der über andere Oberteile passt
  • dünner Wollpullover oder Cardigan
  • Longsleeve zum Darunterziehen
  • dicke Strumpfhosen oder Leggings (falls du Röcke oder Kleider trägst)
  • Wintermantel aus Wolle für trockene und milde Wintertage
  • Outdoor-Winterkleidung für Regen, Wind und Schnee
  • Stiefel, die warm, gemütlich und wasserfest sind und die dir gut gefallen (du wirst sie viel tragen)

Wie du deine Winterkleidung richtig waschen kannst, damit du lange etwas von ihr hast, erfährst du hier.

5. Schritt: mit Bedacht shoppen

Der minimalistische Kleiderschrank steht dem Fast-Fashion-Trend entgegen. Es geht also auch um bewusstes Einkaufen:

  • Bevor du etwas Neues kaufst, denke gut darüber nach. Ein Trick: Schlafe ein paar Nächte darüber. Wenn du das Kleidungsstück nach einigen Tagen immer noch nicht vergessen hast, gehört es wohl in deinen Kleiderschrank. So vermeidest du Impulskäufe.
  • Achte auf Qualität. Klar, Qualität muss man sich leisten können. Aber auch billige Kleidung muss man sich leisten können. Denn oft geht diese schnell kaputt oder sieht schon nach ein paar Mal waschen nicht mehr gut aus und du magst sie nicht mehr tragen. Wenn du in ein besonders schönes Teil aus Wolle oder Seide investiert hast, wäschst du es so richtig.
  • Beachte bei deiner Farbwahl, dass du in deinem minimalistischen Kleiderschrank viel miteinander kombinieren kannst. Es muss aber nicht alles Ton in Ton sein. Es kommt auf deinen Geschmack an und darauf, wie sicher du dich beim Kombinieren von Farben fühlst.

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