Nachhaltiges Handeln

Kompost bauen und richtig kompostieren

Sie möchten Ihrem Garten etwas Gutes tun? Dann sollten Sie einen Komposthaufen anlegen, um nährstoffreiche Erde zu ernten. Wie das geht, lesen Sie hier.

Wenn Sie einen Garten haben, können Sie einen Komposter bauen oder einen einfachen Komposthaufen anlegen. Dies hilft nicht nur, Ihren Abfall zu reduzieren, sondern liefert Ihnen auch frischen Humus, wodurch Sie Geld sparen.

Wie Sie einen Kompost bauen, einen Komposthaufen anlegen und den Kompost umsetzen, um den entstandenen Humus zu nutzen, erklärt dieser praktische Ratgeber. Obwohl einen Kompost anzulegen und in Gang zu halten Zeit kostet, ist es eine lohnende Aufgabe für jeden Gärtner. Denn durch das Ernten und andere Gärtnerarbeiten entfernen wir Pflanzenteile, die in der Natur ein wichtiger Teil des Kreislaufs sind, mit dem sich der Boden selbst erneuert. Um dem Boden Nährstoffe und organische Substanzen zuzuführen, ist ein Kompost deshalb unerlässlich.

Komposter bauen – wichtigste Schritte

  1. Eine geeignete Stelle für den Kompost finden: Sie sollte auch für Schubkarren gut erreichbar sein und in einem halbschattigen, windgeschützten Bereich liegen. Der Kompost sollte auf offener Erde angelegt werden, damit Sie Staunässe verhindern können und kleinste Lebewesen anziehen, die bei der Zersetzung der organischen Stoffe helfen.
  2. Einen Komposter bauen oder kaufen: Die einfachste Lösung ist ein simpler Haufen, auch Miete genannt, der beliebig mit Steinen, Brettern oder Drahtzäunen eingegrenzt werden kann. Auch eine Bodenlose Regentonne ist eine gute Option, allerdings sollte darauf geachtet werden, genügend Luftlöcher hineinzuschneiden, damit der Kompost atmen kann.
  3. Den richtigen Zeitpunkt finden: Wenn Sie einen Komposthaufen anlegen wollen, sollten Sie dies am besten im Herbst tun, da zu dieser Jahreszeit genügend stickstoffreiche Materialien (wie Rasenabfälle) und kohlenstoffhaltige Materialien (wie abgestorbene Blätter) vorhanden sind.

richtig kompostieren

Komposthaufen anlegen und richtig kompostieren

Jetzt, da Sie einen Kompost im Garten gebaut oder aufgestellt haben, müssen Sie ihn richtig pflegen. Das heißt nicht nur, ihn alle vier bis sechs Wochen zu wenden und zu vermischen, sondern auch, dass Sie ihm Abfälle zugeben, die er gut verwerten kann. Hier sind ein paar Punkte, die Sie bedenken sollten, wenn Sie einen Komposthaufen anlegen:

  • Laubabfall einschränken

Der Kompost sollte höchstens aus 20 Prozent Laub bestehen, da sich dieses nur langsam zersetzt. Im Idealfall sollte es deshalb vorher zerkleinert werden. Bestimmte Laubsorten wie die Blätter von Eichen, Platanen und Walnussbäumen verrotten besonders langsam und sollten im Zweifelsfall in den Hausabfall geworfen werden.

  • Material zerkleinern

Dies ist grundsätzlich eine gute Idee, da es die Verrottung der Materialien beschleunigt, da Würmer, Mikroorganismen und Sauerstoff mehr Platz zwischen den Materialien finden. Laub kann beispielsweise mit dem Rasenmäher zerkleinert und Äste mit dem Häcksler bearbeitet werden.

  • Welche Haus- und Gartenabfälle sind geeignet?

Unbehandelte Rohprodukte, die im Haushalt anfallen, sind ideal für Ihren Kompost. Kartoffelschalen und Salat gehören hierzu, allerdings verrotten die Schalen von Zitrusfrüchten und Bananen zu langsam. Unkraut auf dem Kompost sollte vermieden werden, da mit dem Ausstreuen des Humus der ganze Garten in Gefahr gerät. Auch auf Fleisch sollte verzichtet werden, da es ungebetene Gäste wie Ratten anziehen kann.

  • Nässe und Wärme in Schach halten

Damit sich die Kompostabfälle gut zersetzen können, sollte darauf geachtet werden, dass der Kompost nicht in der direkten Sonne steht, da er sonst austrocknen kann. Andererseits kann es passieren, dass er zu nass wird, wenn Sie zu viel Rasenschnitt kompostieren. Die Faustregel heißt deshalb: Zwei Drittel nasser Abfall, ein Drittel trockener Abfall. Um das Gleichgewicht zu wahren ist es außerdem wichtig, dass Sie den Kompost umsetzen.

Kompost umsetzen und Humus ernten

Wenn Sie Ihren Kompost umsetzen wollen, sollten Sie dies am besten im Februar machen, da die Pflanzen, die Sie im Frühjahr aussäen, einen möglichst nährstoffreichen Boden benötigen. Außerdem gibt Ihnen das genügend Zeit, mehrmals im Jahr Erde zu entnehmen, wenn Sie zwischendurch auf eine ausreichende Sauerstoffzufuhr achten. So können Sie Ihren Kompost umsetzen:

  1. Wenn Sie einen geschlossenen Kompost haben, sollten Sie diesen nach oben hin wegziehen. Dann tragen Sie den Haufen schichtweise ab.
  2. Sieben Sie die Miete, um nährstoffreiche Erde zu erhalten. Entsorgen Sie zu große Äste und Steine, oder geben Sie noch nicht ganz verrottete Abfälle wieder in den Kompost. Häufen Sie etwas feuchte Erde darauf, um die Verrottung zu beschleunigen.
  3. Verteilen Sie die Erde auf Ihren Beeten und in Ihren Pflanztöpfen.
  4. Überprüfen Sie den Kompostierer auf Schäden und reparieren Sie ihn wenn nötig.

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Wenn Ihr Kompost unangenehm riecht, ist er vermutlich zu nass und kann faulen und umkippen. Dies passiert, wenn Sie zu viel Rasenschnitt kompostieren. Lassen Sie feuchten Rasenschnitt vorher separat trocknen, bevor Sie ihn auf den Komposthaufen geben, und häufen Sie nie mehr als zehn Zentimeter davon an.