Backpapier ist praktisch und billig, aber es verursacht viel Müll: Obwohl man herkömmliches Backpapier laut Hersteller 2 bis 5 Mal verwenden könnte, werfen es die meisten von uns nach einem Gebrauch in den Müll. Welche nachhaltigen und umweltfreundlichen Alternativen es deshalb zu Backpapier gibt, erfährst du hier.

1. Butter, Öl und Mehl statt Backpapier – so wie früher

Weniger Abfall mit der guten alten Butter: Die Methode, dein Backblech oder deinen Bräter einzufetten, ist zwar aufwendiger als Backpapier und bedeutet mehr Abwasch, ist aber ökologisch am sinnvollsten. Neben Butter kannst du natürlich auch pflanzliche und vegane Fette wie Rapsöl oder Kokosfett verwenden. Wenn du das Backblech zusätzlich mit etwas Mehl bestäubst, bleiben Kekse & Co. nicht haften. Alternativ kannst du Semmelbrösel, Nüsse oder Grieß verwenden, wenn du zum Beispiel einen Braten in einer Kastenform brätst und nicht willst, dass er anhaftet.

2. Kompostierbares Backpapier

In vielen Bioläden ist mittlerweile kompostierbares Backpapier erhältlich: Es funktioniert wie normales Backpapier, ist aber nicht gebleicht und dadurch chlorfrei. Du kannst es auf dem Komposthaufen oder im Biomüll entsorgen – es baut sich mit der Zeit vollständig ab.

3. Dauerbackpapier mit Silikon

Dauerbackpapier oder Backfolien sind mit Silikon beschichtet und können deshalb immer wieder aufs Neue verwendet werden. Du kannst sie sogar mit einem sanften Spülmittel wie dem Free & Clear von Seventh Generation reinigen. Manche Modelle dürfen laut Hersteller in der Waschmaschine gewaschen werden. Zu bedenken ist allerdings, dass diese Backfolien aufgrund ihrer Materialien bei der Entsorgung problematisch sind. Wenn du deinen Haushalt umweltfreundlich gestalten möchtest, solltest du die Variante 1 mit Butter und Mehl auf jeden Fall vorziehen.

4. Langlebige Backmatten

Eine weitere Möglichkeit, auf Backpapier zu verzichten, stellen Backmatten und Backfolien dar. Backmatten sind aus Glasfaser hergestellt und mit Teflon beschichtet. Du kannst mit ihnen bis zu 200 Grad heiß backen und braten.

5. Hochwertige Backbleche als Alternative zu Backpapier

Moderne Backbleche machen es möglich, dass du ganz aufs Backpapier verzichten kannst: Sie sind mit einer Antihaftbeschichtung ausgestattet, die dafür sorgt, dass sich Essensreste nicht ins Backblech einbraten. Backbleche aus Glas können ebenfalls eine Alternative zu Backpapier sein: Sie sind aus hitzebeständigem Glas und weisen dadurch eine glatte Oberfläche ohne Poren auf. Wenn du darauf backst oder brätst, haftet das Essen nicht so stark an.

Wie du ein eingebranntes und stark verschmutztes Backblech reinigen kannst, erfährst du hier auf Cleanipedia.

6. Pizzastein statt Backpapier

Es muss mal schnell gehen und die Pizza wandert aus dem Tiefkühlregal direkt aufs Backpapier und rein in den Ofen? Viel leckerer schmeckt sie, wenn du sie auf einem Pizzastein aufbackst (noch besser, wenn du sie selbst zubereitest). Pizzasteine sind aus einem hitzebeständigen Tonmaterial wie Schamottstein oder Cordierit hergestellt. Der Vorteil: Sie nehmen die Feuchtigkeit beim Pizzabacken auf und die Pizza wird schön trocken und krustig. Außerdem wird die Hitze mit einem Pizzastein gleichmäßig an den Pizzaboden abgegeben. Allerdings soll man den Pizzastein nicht mit Spülmittel waschen. Tomaten- oder Käseflecken kannst du abkratzen und mit einem weichen Tuch abwischen. Mit der Zeit entwickelt der Stein eine schöne Patina. Weitere Tipps zum Reinigen eines Pizzasteins.

7. Oblaten statt Backpapier für Kekse und Plätzchen

Ein weiterer Trick aus früheren Zeit, mit dem du Backpapier sogar beim Backen vermeiden kannst: Wenn du Kekse oder Plätzchen backst, kannst du diese auf Oblaten geben: Lege die fertig geformten Kekse jeweils auf eine Oblate und dann direkt aufs Backblech. Backpapier wird dadurch überflüssig. Die Kekse können direkt auf dem Backblech in den Ofen. Und das Beste: Die Oblate kann mitgegessen werden und verursacht keinen weiteren Müll.

Du interessierst dich für weitere Möglichkeiten, deinen Haushalt umweltfreundlich zu machen? Dann lies hier unter der Rubrik Nachhaltiges Handeln auf Cleanipedia noch mehr Tipps.