Der STOP! Micro Waste Waschguide zur Vermeidung von Mikroplastik

Mit diesen 10 Tipps wird beim Waschen Plastik vermieden oder zumindest reduziert!

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Vorab ein paar Informationen

The Guardian nennt es „das größte Umweltproblem, von dem du noch nie gehört hast”. Beim Waschen unserer Kleidung gelangen abgebrochene Kunststofffasern ins Abwasser, die nicht von Waschmaschinen und Kläranlagen herausgefiltert werden können. Diese, durch Waschen verursachte, Umweltverschmutzung entspricht allein in Berlin etwa dem Volumen von 500.000 Plastiktüten – jeden Tag. Mikroplastikpartikel wurden in unzähligen Lebewesen nachgewiesen, so auch Fische, die das winzige Plastik nicht von ihrer eigentlichen Nahrung unterscheiden können. Dadurch gelangt das Plastik aus unserer Kleidung auch auf unseren Teller und in unsere Körper.

STOP! Micro Waste ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Reduzierung von Plastikverschmutzung in der Umwelt widmet. Seventh Generation unterstützt das Ziel von STOP! Micro Waste, denn wir wissen, dass wir für diese und die nächsten 7 Generationen auf dieser Erde eine Verantwortung haben. Schließ dich unserer Reise zu einem Leben mit weniger Plastikmüll und einem gesünderen Planeten an.

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Mit diesem Waschguide von STOP! Micro Waste kannst du die ersten Schritte machen

1. SKIP PLASTICS!

Weniger, aber besser kaufen.

Was brauchst du wirklich? Check das Etikett schon beim Kauf: Vermeide, so gut es geht, synthetische Textilien aus Polyester, Acryl und Nylon.

2. STAY COOL!

Wasch kälter.

In den meisten Fällen sind 30°C völlig ausreichend. Wasser in Kombination mit Hitze beeinträchtigt das Garn. Daher gilt, je kälter, desto besser.

3. GOSH, DON’T WASH!

Wasch weniger.

Zu oft Waschen ist unnötig. Das ist nicht nur schlecht für den Wasser- und

Energieverbrauch, sondern auch für die Ozeane. Lüfte deine Kleidung und wasche sie erst, wenn es wirklich nötig ist.

4. NO SPIN!

Reduziere die Schleuderzahl.

Während des Schleuderns kommt es zu erheblicher Reibung. Synthetische Textilien trocknen im Handumdrehen. Schleudere nicht oder reduziere die Anzahl der Umdrehungen.

5. NO SHOES!

Niemals harte Gegenstände mitwaschen.

Reibung verursacht Mikrofaserbruch. Harte Gegenstände, die du mit deiner Kleidung wäschst, führen zu signifikant höherem Faseraustrag. Vermeide Schuhe, Schienbeinschoner, schwere Taschen, etc. Auch die Nutzung von Waschnüssen – wenn auch mit guter Absicht genutzt – führen letztlich zu mehr Plastikverschmutzung.

6. SOFT TO SOFT!

Trenne Textilien mit harter und weicher Oberfläche.

Wenn du Textilien mit harter Oberfläche, wie z.B. Jeans, von denen mit einer weichen Oberfläche, z.B. Fleece-Kleidung trennst, reduzierst du signifikant die Verschmutzung der Umwelt durch Mikroplastik.

7. BOYS/GIRLS DON‘T DRY!

Benutze keinen Wäschetrockner.

Die Hitze und die mechanischen Vorgänge im Wäschetrockner verursachen ebenfalls erhöhten Faserabbruch. Lass deine Wäsche an der Luft trocknen. Wenn du doch einen Wäschetrockner nutzen musst, filtere das Kondensationswasser.

8. BE QUICK!

Wasche kürzer.

Je länger du wäschst, desto mehr Fasern brechen ab. Alle Waschmaschinen verfügen über ein Kurzwaschprogramm. Benutze es.

9. GREENER CLEANER!

Benutze weniger, dafür bessere Waschmittel.

Waschpulver enthält häufig abrasive Materialien, sogenannte Schleifmittel. Diese erzeugen Reibung, die zu mehr Plastikabbruch führt. Auch Bleiche und der ph-Wert beeinträchtigen den Mikrofaseraustrag. Nutze in der Regel ein biologisch abbaubares und ph-neutrales Waschmittel ohne Bleichmittel.

10. FILTER!

Benutze deinen Guppyfriend Waschbeutel.

Filtere dein Abwasser und benutze den Guppyfriend Waschbeutel. Er verhindert den Mikrofaserabrieb und somit, dass Plastik im Meer landet. Durch seine Nutzung brechen weniger Fasern, er verlängert so das Leben deiner Kleidung. Die Fasern, die abbrechen, werden im Beutel zurückgehalten.

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