Gerüche aus Waschmaschine und Wäsche verhindern

Beachten Sie diese einfachen Tipps von Charlie Kim und Ihre Waschmaschine funktioniert lange einwandfrei

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Geöffnete Waschmaschine

Ich liebe den Duft frisch gewaschener Wäsche. Vor nicht allzu langer Zeit jedoch habe ich das erste Mal Erfahrung mit einer stinkenden Waschmaschine gemacht. Die Wäsche, die ich dort herausnahm, hat ebenfalls schlecht gerochen. Zugegeben, ich habe mir bis dahin wenig Gedanken über die richtige Pflege meiner Waschmaschine gemacht. Ich habe auf die Technik vertraut und ansonsten nur die Knöpfe bedient. Dabei ist es gar nicht so schwer, seine Waschmaschine mit ein paar regelmäßigen Wellnessbehandlungen jung und frisch zu halten.

Lassen Sie das Waschmittelfach und die Tür Ihrer Waschmaschine immer einen Spalt offen stehen. Dann kann die Feuchtigkeit nach jeder Wäsche entweichen und es bildet sich kein unangenehm riechender Biofilm.

1. Einmal im Monat ein leerer Waschgang bei 90 Grad

Wenn Ihre Waschgewohnheiten meinen etwas ähneln, dann überwiegen bei Ihnen ebenfalls die 30 Grad- und 40 Grad-Wäschen. Bei diesen niedrigen Temperaturen können sich jedoch leicht Pilze und Bakterien im Inneren Ihrer Maschine ausbreiten und einen so genannten Biofilm bilden. Der wiederum ist der Grund für den unangenehmen muffigen Geruch Ihrer Waschmaschine und in der Folge auch Ihrer Wäsche. Damit sich Pilze und Bakterien gar nicht erst in Ihrer Waschmaschine ansiedeln können, lassen Sie einmal im Monat einen leeren Waschgang bei mindestens 90 Grad mit Vollwaschmittel durchlaufen. Wenn Sie vorab etwas Zitronensäure in die Trommel geben, duftet Ihre Maschine danach nicht nur frisch, sondern Kalk und Ablagerungen werden gleich mit entfernt.

2. Regelmäßig das Waschmittelfach reinigen

Ich habe lange versucht sie zu ignorieren: die roten und schwarzen Flecken und Ränder im Waschmittelfach meiner Waschmaschine. Doch irgendwann musste ich akzeptieren, dass diese Dreckränder wahrscheinlich ein Zeichen für Pilze oder Bakterien sind und unbedingt entfernt werden müssen, damit meine Wäsche endlich wieder frisch duftet. Pilze und Bakterien breiten sich bekanntermaßen gern dort aus, wo es warm und feucht ist, wie z. B. im Waschmittelfach, wo sich zusätzlich oft Restwasser oder Waschmittelreste ansammeln. Zur Reinigung müssen Sie das Waschmittelfach ganz herausnehmen. Meist gibt es dazu eine Verriegelung, die Sie herunterdrücken müssen. Haben Sie Probleme, die Mechanik zu bedienen, dann schauen Sie am besten in die Bedienungsanleitung Ihrer Waschmaschine. Legen Sie das Waschmittelfach bzw. die Einspülkammer – so lautet die offizielle Bezeichnung – 10 Minuten in warmes Wasser, in das Sie zusätzlich einige Spritzer Essigessenz geben. Nach dem Einweichen reinigen Sie die Ecken und Kanten des Faches mit einer alten Zahnbürste oder einem Schwamm und Allzweckreiniger.

3. Regelmäßig das Flusensieb leeren und säubern

Das Flusensieb ist meist hinter einer kleinen Tür versteckt, die Sie vorn unten rechts oder links an Ihrer Waschmaschine finden. Öffnen Sie die Tür, nehmen Sie das Flusensieb heraus und säubern Sie es. Bedenken Sie, dass dabei eventuell Restwasser austreten kann. Am besten legen Sie einen großen alten Schwamm oder Lappen direkt unter die Öffnung, mit dem Sie das Wasser schnell auffangen können. Das Flusensieb sollte mindestens zwei Mal im Jahr gereinigt werden.

4. Türgummi der Waschmaschine reinigen

Das Bullauge Ihrer Waschmaschine sieht etwas schlierig aus und rund um das Türgummi hat sich ein brauner Dreckrand gebildet? Dann wird es höchste Zeit, beides zu reinigen. Am besten tun Sie dies jedoch nach jedem Waschgang und nicht erst, wenn der Dreck sichtbar wird. Diese äußeren Teile Ihrer Waschmaschine können Sie ganz einfach mit einem Lappen und Allzweckreiniger säubern. Auch empfiehlt es sich nach jedem Waschgang zu prüfen, ob sich Gegenstände im Türgummi verfangen haben wie Kleingeld oder Haarklammern.

5. Regelmäßig die Waschmaschine entkalken

Kalkhaltiges Wasser ist in vielen Gegenden Deutschlands ein Problem, denn es ruft Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten hervor. Kalkablagerungen in der Waschmaschine erhöhen nicht nur den Energieverbrauch erheblich. Unter ihnen leidet auch Ihre Wäsche: Weiße Stoffe können grau werden und bunte Wäsche kann ihre Strahlkraft verlieren. Zudem lagern sich auf Kalk gern Keime und Bakterien an, die wiederum einen unangenehmen Geruch verbreiten. Regelmäßiges Entkalken Ihrer Waschmaschine ist deshalb sehr wichtig. Wie Sie dabei genau vorgehen, können Sie hier nachlesen.

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