Ich finde, es gibt kaum etwas schöneres als einen Strauß zart duftender Frühlingsblüten – die eine oder andere Rose oder Narzisse läßt sich sogar auf meinem Balkon finden. Umso trauriger ist es, wenn so ein mühsam gehegtes Blümchen nach ein paar Tagen schon den Kopf hängen lässt. Ganz so schnell muss es aber nicht gehen.

Wie lange hält sich ein Blumenstrauß?

Mit der richtigen Pflege können dir Blumen lange erhalten bleiben – manche sogar über Wochen hinweg. Wie lange Blumen haltbar sind, hängt natürlich auch von der Sorte ab: Zinnien, Orchideen und Nelken bleiben zum Beispiel 2 bis 3 Wochen lang frisch.

Ohne Wasser überlebt ein Strauß Blumen maximal ein paar Stunden lang. Solltest du ihn nicht selbst gepflückt, sondern im Geschäft erstanden haben, heißt es also, ihn erstmal sicher nach Hause zu bringen: Falls es länger dauert, wickelst du ihn unten am besten in feuchte Küchenrolle sowie Plastikfolie und hebst ihn an einem kühlen Ort auf.

Wo hebt man Blumensträuße am besten auf?

Ein kühler Aufbewahrungsort ist am besten, also abseits von direktem Sonnenlicht. Idealerweise würde man den Strauß über Nacht in den Kühlschrank stellen – allerdings ist mein eigener Kühlschrank dafür größenmäßig wirklich nicht geeignet.

Auf jeden Fall solltest du Blumen von der Obstschale fernhalten. Reifes Obst setzt das Pflanzenhormon Ethylen frei, was nicht nur Früchte zum Reifen veranlasst, sondern auch Blumen zum Welken bringt.

Bevor die Blumen in die Vase kommen

Zuerst entfernst du die Blätter von den Stämmen. Das sieht nicht nur schöner aus, sondern verhindert auch, dass die Blätter unter Wasser faulen.

Dass man Stämme anschneiden muss, damit die Blumen genug Wasser aufnehmen, ist allgemein bekannt. Aber wusstest du auch, dass man Blumen mit weichem Stiel (wie Gladiolen oder Tulpen) unten gerade abschneidet und nur Blumen mit hartem Stiel (wie Rosen oder Lilien) schräg? Am besten nimmst du dazu ein Messer – Küchenscheren sind oft stumpf und können den Stamm zerquetschen.

Welche Vase ist am besten für Blumensträuße?

Wähle eine Vase, in der Blumen viel Platz und genug Wasser haben. Für Rosen füllst Du die Vase komplett, bei Tulpen und Hyazinthen reichen auch zwei Drittel. Vor allem ist es wichtig, das Wasser regelmäßig zu wechseln. Außerdem sollte das Wasser nicht kalt sein. Am wohlsten fühlen sich Blumen in Wasser um die 30 bis 40 Grad.

Die Vase muss außerdem komplett keimfrei sein, weil sich die Bakterien im Wasser sonst sehr schnell vermehren können. Also: benutzte Vasen immer gut schrubben oder ab in die Spülmaschine.

Hausmittel für Blumenwasser – alles Quatsch oder doch was dran?

Im Geschäft bekommt man oft ein kleines Tütchen Blumenfrisch zu seinen Blumen dazu – zuhause habe ich das aber meist nicht zur Hand. Das Prinzip dabei ist, das Wasser so bakterienfrei wie möglich zu halten, während man die Nährstoffe ersetzt, die Blumen in der Erde bekommen hätten.

Das stimmt zwar grundsätzlich, aber manche Hausmittel sind mit Vorsicht zu genießen:

  • Zucker: eine kleine Prise soll Nährstoffe ersetzen, aber leider ernähren sich auch Bakterien von Zucker. Dagegen helfen ein paar Tropfen Zitronensäure, um den pH-Wert des Wassers zu senken.
  • Auch Aspirin senkt den pH-Wert, die Wirksamkeit für Blumen ist aber unklar. Einige Studien haben einen Nutzen gefunden, andere nicht.
  • Wodka soll das Welken verzögern, indem es die Ethylenproduktion hemmt. Pflanzen vertragen aber maximal 8 Prozent Alkohol im Blumenwasser, also sparsam damit umgehen (gilt ja auch für Menschen).
  • Limonade: Hier solltest du eine Mischung 3-zu-1 mit Wasser herstellen. Ähnlich wie bei Zucker empfiehlt es sich, auch ein paar Tropfen Zitronensäure gegen Mikroben hinzuzufügen.
  • Centstücke sollen wegen ihres Kupfergehaltes als Fungizid wirksam sein. Es ist aber fragwürdig, ob sie tatsächlich genug Kupfer abgeben.