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Mittel gegen Moos und Algen: eine Übersicht

Moos und Algen können auf Gartenwegen, Terrassen und Auffahrten eine Rutschgefahr darstellen. Welche Mittel gegen Moos wirklich helfen, lesen Sie hier.

Algen- und Moosentferner

Im Baumarkt, Gartencenter oder Fachhandel finden Sie Algen- und Moosentferner, die meist als Flüssigkonzentrat erhältlich sind. Der Umwelt zuliebe sollte ein Mittel gewählt werden, das biologisch abbaubar ist und weder Chlor noch Säure enthält. Das schont außerdem den Rasen und die anliegende Begrünung.

Achten Sie immer darauf, dass der Algen- und Moosentferner die Aufschrift „Anwendung durch nichtberufliche Anwender zulässig“ trägt. Da Mittel, die als Unkrautvernichter verwendet werden, als Pflanzenschutzmittel gelten, ist ihre Verwendung durch das Pflanzenschutzgesetz streng geregelt. Ein Verstoß kann hohe Bußgeldzahlungen nach sich ziehen.

Moos entfernen – Hausmittel

Auch die Verwendung von Hausmitteln, die zum Unkrautvernichten benutzt werden, kann gesetzlich geregelt sein. Ein Beispiel hierfür ist Essigsäure. Im Zweifelsfall sollten Sie daher das Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL konsultieren, bevor Sie einen Algen- und Moosentferner – ob Hausmittel oder Spezialprodukt – verwenden.

Wenn Sie Moos von Steinen entfernen oder den Wuchs einschränken wollen, kann Soda helfen. Lösen Sie es in heißem Wasser auf und sprühen Sie es direkt auf das Moos. Lassen Sie es einwirken und bürsten Sie dann den Bewuchs mit einer hartborstigen Bürste ab.

Das beste Mittel gegen Moos: Vorbeugung

Oft sind ein zu saurer Boden, Nässe und Schatten die Ursachen für Moosbewuchs. Sie schaffen einen idealen Lebensraum für die Moose, die kaum Nährstoffe brauchen. Im Gegensatz dazu profitieren die meisten Gartenpflanzen und Rasenarten von einer ausgewogenen Bewässerung, Sonne und einem nährstoffreichen Boden. Wollen Sie den Lebensraum für Moose einschränken, können Sie also gleichzeitig die Wachstumskonditionen für andere Pflanzen verbessern. Folgende Tipps können wirksame Mittel gegen Moos darstellen:

  1. Boden neutralisieren: Im Idealfall sollte der pH-Wert des Gartenbodens zwischen 5,3 und 7 liegen. Je niedriger der Wert, umso saurer ist der Boden und umso wahrscheinlicher ist es, dass sich Moos ausbreitet. Fügen Sie sandigem Boden etwa 150 Gramm Kalk pro Quadratmeter hinzu, lehmhaltigem Boden etwa 100 Gramm pro Quadratmeter. Auch Holzasche kann Ihren Gartenboden auf natürliche Weise neutralisieren. Wenn Ihr Rasen von Moos befallen ist, sollten Sie ihn vertikutieren, um das Gras mit mehr Sauerstoff zu versorgen.
  2. Abfließendes Wasser und Sonne: Breitet sich Moos durch Schatten aus, kann es helfen, Büsche, Bäume und andere Pflanzen so zu beschneiden, dass mehr Sonne auf die betroffene Stelle scheinen kann. So trocknet ein nasser Boden außerdem schneller. Bildet sich Staunässe, kann dem Boden Sand zugefügt werden.
  3. Schattenrasen: Sogenannte Schattenrasen sind Grassorten, die dicht wachsen und dadurch wenig Platz für Moose und Algen lassen.
  4. Nährstoffe: Regelmäßiges Düngen oder das Auftragen von Kompost sorgen für einen guten Graswuchs. Beim Mähen hingegen werden den Halmen wichtige Nährstoffe entzogen. Sie sollten den Rasenschnitt daher nach dem Mähen auf dem Rasen verteilen.

Haben Sie die Mittel gegen Moos erfolgreich eingesetzt und daran gedacht, den Garten regelmäßig zu pflegen, geben Sie dem erneuten Moosbefall kaum eine Chance.

Top-Tipp


Statt sich mit den gängigen Pflanzenschutzmittel-Bestimmungen zur Schonung der Umwelt auseinanderzusetzen, können Sie auch getrost auf mechanische Hilfsmittel wie Schaber und harte Bürsten zurückgreifen, wenn Sie Moos von Steinen entfernen möchten. Da Moose in der Regel kein Festigungsgewebe bilden, das ihnen Halt gibt, ist diese Aufgabe einfacher als gedacht.

Die wichtigsten Schritte:

  • Versuchen Sie zuerst, Algen und Moos mit einem hartborstigen Besen, einem Schrubber oder einem Schaber zu entfernen.
  • Sind die mechanischen Hilfsmittel unzureichend, können Sie Moos vom Dach entfernen, indem Sie Hausmittel oder einen speziellen Algen- und Moosentferner Benutzen Sie dabei nur die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zugelassenen Mittel.
  • Vorbeugung ist wie immer die beste Methode, um den Algen- und Mooswuchs einzudämmen. Lesen Sie in diesem Artikel, was Sie tun können, um Rasen und andere Gartenbereiche vor Moos zu schützen.