Staubsauger mit oder ohne Beutel: Was ist für dich besser?

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

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Staubsauger, der einen Teppich saugt

Im Team Cleanipedia haben wir kürzlich diskutiert, ob ein Staubsauger mit oder ohne Beutel besser ist. Unsere Kollegin Julia hatte sich einen neuen beutellosen Staubsauger gekauft und war ganz begeistert. Jan, eher traditionell in Haushaltsfragen, hatte ein paar Einwände und meinte, beutellose Staubsauger würden nicht so gut saugen. Ob an dem Argument was dran ist und welche wichtigen Unterschiede es zwischen Staubsaugern mit und ohne Beuteln gibt, das haben wir für dich aufgeschrieben. So findest du garantiert das richtige Staubsaugermodell für deine Bedürfnisse.  

Staubsauger mit oder ohne Beutel: die wichtigsten Unterschiede

Achte beim Kauf eines Staubsaugers auch auf die passende Zusatzausstattung: Ob spezielle Bodendüsen für Teppichböden, ein Parkettaufsatz für dein Echtholzparkett oder kleine Bürstenaufsätze für deine Polstermöbel – sie erleichtern dir die Arbeit und schonen deine Einrichtung.

Die Kosten

Vergleicht man Staubsauger mit und ohne Beutel, dann fällt zunächst der Preisunterschied auf: Beutellose Staubsauger sind meist wesentlich teurer als ihre Artgenossen mit Beutel. Lass dich jedoch davon nicht abhalten, dir einen beutellosen Staubsauger zu kaufen. Denn entscheidend ist, auch die zukünftigen Kosten mitzudenken. Staubsaugerbeutel kosten viel Geld, besonders bei Markenprodukten. Wie viele du davon kaufen musst, hängt von deinen Putzgewohnheiten und deinem Zuhause ab: Bist du ein Putzfan, saugst oft, hast vielleicht Haustiere wie Hunde oder Katzen oder Kinder? Dann kommst du meist langfristig mit einem beutellosen Staubsauger günstiger weg. Bist du eher gelassen, was die heimische Sauberkeit angeht, nimmst gern den klassischen Besen in die Hand, hast eine kleine Wohnung und keine Dreckspatzen wie Tiere oder Kinder, dann ist ein Staubsauger mit Beutel für dich wahrscheinlich preisgünstiger. Rechne dir in diesem Fall einmal aus, welche Zusatzkosten für die Staubsaugerbeutel bei einer Nutzungsdauer von 8–12 Jahren und einem Beutelwechsel alle 3 Monate auf dich zukommen würden.

Die Saugleistung

Unser Kollege Jan meinte ja, dass Staubsauger ohne Beutel schlechter saugen würden. Das können wir nicht bestätigen. Bei der Saugleistung kommt es weniger auf die Ausstattung mit oder ohne Beutel als auf das Modell an. 

Tests haben ergeben, dass Staubsauger mit Beutel mit leerem Beutel besser saugen als mit vollem. Aber auch ohne Beutel saugt es sich mit leerem Auffangbehälter besser als mit vollem – wie unsere Kollegin Julia bestätigen konnte. 

Auffangbehälter entleeren versus Beutel austauschen

Ein Nachteil, der auch Julia auffiel, war das Entleeren des Auffangbehälters. Das ist der Teil eines beutellosen Staubsaugers, in dem der Staub und Schmutz aufgefangen wird. Meist öffnet man diesen Behälter mit einer Taste und kippt den Inhalt in den Mülleimer. Fast unvermeidlich ist, dass dabei eine kleine Staubwolke entsteht. Das bedeutet, beutellose Staubsauger entleert man am besten an der frischen Luft und nicht in der frisch geputzten Wohnung. Staubsauger mit Beutel hingegen sind da nutzerfreundlicher und auch sauberer: Der Beutel wird einfach ausgetauscht und bei ganz neuen Modellen zuvor sogar verschlossen. So kann wirklich kein noch so kleines Staubkorn entweichen.  

Tipps für Allergiker

Das Entleeren kann in der Tat ein Problem für Allergiker sein. Der aufgewirbelte Staub beim Entleeren des Auffangbehälters ist quasi ein Ausschlusskriterium für Menschen, die gegen Hausstaub, Milben oder Tierhaare allergisch sind (also alles, was ein Staubsauger so auffängt). Daher raten Experten Allergikern auch zum Kauf von Staubsaugern mit Beuteln. 

Das eigentliche Saugen ist für Allergiker bei beiden Modellen kein Problem: Staubsauger mit und ohne Beutel sind je nach Modell mit Hepa-Filtertechnik ausgestattet. Die sorgt dafür, dass die ausströmende Luft von Allergenen gereinigt wird.  

Die Pflege und Reinigung

Auch hier überzeugt der traditionelle Staubsauger mit Beutel mehr, denn es reicht meist aus, einfach den Staubbeutel auszutauschen. Wirklich putzen muss man den Innenraum dann nicht mehr. Bei einem Staubsauger ohne Beutel muss jedoch ab und zu der Auffangbehälter gereinigt werden. Das geht je nach Modell meist sehr einfach, ist jedoch mit extra Aufwand verbunden, wenn man den Behälter anschließend trocknen muss.  

Die Lautstärke

Ein weiterer Punkt, der an den traditionellen Staubsauger mit Beutel geht: Er ist meist leiser. Beutellose Staubsauger arbeiten oft mit der recht lauten Zyklon-Technik, bei der ein starker Saugstrom erzeugt wird. Julia meinte aber, dass man die Lautstärke wesentlich verringert, wenn man die Saugleistung herunterdreht. Bist du – oder dein Nachbar – allerdings sehr geräuschempfindlich, dann kann der Staubsauger mit Beutel die bessere Wahl sein.

Die Nachhaltigkeit

Klarer Sieg für den beutellosen Staubsauger in Sachen Nachhaltigkeit. Kein Beutel, das heißt, es entsteht wesentlich weniger Abfall. Denke auch an die Verpackung der neuen Beutel und den gesamten Herstellungsprozess – das entfällt komplett beim beutellosen Staubsauger.  

Interessierst du dich für nachhaltigen Hausputz? Dann lies unsere Top 10 der besten Tipps und Tricks für einen grünen Haushalt.

Der Look

Welches Modell dir ästhetisch gefällt, ist letztlich Geschmacksfrage. Da beutellose Staubsauger jedoch jüngeren Datums sind, ist ihr Design meist moderner und einfach schicker.  

Stehst du auf skandinavische Wohntrends? Dann lies unbedingt unseren Artikel „Winterzeit – Kuschelzeit? In 5 Schritten zu mehr Hygge daheim.“

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