Sie müssen kein Auto-Fanatiker sein, um Wert auf ein sauberes und gepflegtes Auto zu legen. Dazu gehört auch die Reinigung des Innenraums, speziell der Autositze. Ich habe mir einmal genau angeschaut, wie und mit welchen Mitteln Sie Ledersitze reinigen und ob es geeignete Hausmittel für Autositze aus Leder gibt. 1. Wie oft sollten Ledersitze im Auto gereinigt werden? Für Autoledersitze wird meist Glattleder verwendet. Das ist etwas pflegeleichter als Wild- oder Rauleder, denn es schließt an der Oberfläche mit einer Farbschicht ab. Leder sollte regelmäßig gepflegt werden, übertriebenes Schrubben ist jedoch fehl am Platz.Sollten Sie einen Neuwagen mit Ledersitzen haben, reicht es, in den ersten drei Jahren einmal im Jahr die Autositze zu reinigen und mit einem geeigneten Pflegeprodukt zu behandeln. Ältere Automodelle mit Ledersitzen brauchen etwas mehr Pflege, aber auch hier genügt es, zweimal im Jahr zu reinigen und zu pflegen. Eine Ausnahme sind weiße Ledersitze, auf denen schnell Schmutz und Verfärbungen, zum Beispiel durch Kleidung, sichtbar werden. Diese empfiehlt es sich alle drei Monate zu reinigen und mit dem richtigen Pflegeprodukt zu pflegen. 2. Sollte man Autositze aus Leder staubsaugen? Der erste Schritt bei der Reinigung Ihrer Autositze aus Leder ist, Staub und losen Schmutz zu entfernen. Das geht am besten mit einem Staubsauger. Sollten Sie einen Handstaubsauger besitzen, ist der sehr praktisch für die Innenreinigung Ihres Autos einschließlich der Sitze. Aber Sie können auch einen regulären Bodenstaubsauger verwenden. Achten Sie jedoch grundsätzlich darauf, einen weichen Bürstenaufsatz zu verwenden, damit Sie das Leder nicht zerkratzen. 3. Wie reinigt man Autositze aus Leder richtig? Verwenden Sie zur korrekten Reinigung Ihrer Lederautositze einen milden Spezialreiniger für Leder. Tragen Sie diesen mit einem weichen Schwamm oder Tuch auf und arbeiten Sie sich von Naht zu Naht in eine Richtung fort. Gehen Sie sparsam mit dem Pflegemittel um und achten Sie darauf, die gesamte Oberfläche Ihrer Autositze zu reinigen. Da besonders die linke Seite des Fahrersitzes – durch das häufige Ein- und Aussteigen – sowie die Sitzpolster und Rückenlehnen beansprucht werden, sollten diese Bereiche besonders sorgsam gereinigt werden.Nachdem Sie das Reinigungsmittel überall aufgetragen und gut verteilt haben, wischen Sie noch einmal mit einem leicht feuchten Tuch über die Ledersitze. Gehen Sie auch hier sparsam mit Wasser um. Auf dem Tuch sollten sich jetzt Schmutzspuren abzeichnen.Sollten Sie keinen professionellen Lederreiniger vom Fachhandel parat haben, können Sie das Reinigungsmittel auch selbst herstellen: Mischen Sie dazu einen Teil Essig mit zwei Teilen Leinöl in einer Schüssel oder einer Sprühflasche.Aber Vorsicht: Bevor Sie ihr selbst hergestelltes Hausmittel oder das Reinigungsmittel aus dem Handel zum ersten Mal anwenden, prüfen Sie unbedingt auf einem kleinen, wenig sichtbaren Teil Ihrer Sitze auf Verträglichkeit und Farbtreue. Auch für Kunstleder gibt es übrigens Spezialprodukte im Handel. 4. Wie pflegt man Autositze aus Leder richtig? Nach der Reinigung Ihrer Autositze empfiehlt es sich, ein spezielles Pflegeprodukt für Ledersitze aufzutragen. Mit einem Lederpflegemittel erneuern Sie die natürlichen Fette des Leders und sorgen für dessen Langlebigkeit. Das wirkt in etwa so, wie die Schuhcreme auf Ihren Lederschuhen. Jedoch können Sie für Ihre Autositze auf keinen Fall besagte Schuhcreme verwenden, denn die färbt auf Ihre Kleidung ab.Testen Sie zunächst das Pflegemittel auf Verträglichkeit und Farbtreue auf einer kleinen, wenig sichtbaren Stelle Ihrer Sitze und beachten Sie die Anwendungshinweise des Herstellers. Tragen Sie das Pflegemittel mit einem Lappen oder Tuch vorsichtig auf das Leder auf und massieren es ein. Gehen Sie unbedingt sparsam mit dem Pflegemittel um und nehmen Sie zu viel aufgetragenes Pflegemittel mit einem sauberen Tuch wieder ab.Lassen Sie das Pflegemittel mindestens ein Stunde einwirken und stellen Sie ihr Auto während dieser Zeit an einen schattigen Platz oder in die Garage. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. Anschließend polieren Sie die Sitze mit einem weichen, sauberen Tuch nach. Führen Sie dazu kreisende Bewegungen aus und entfernen Sie noch überschüssiges Pflegemittel.