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Materialpflege: Leder umfärben, putzen und pflegen

Ausgeblichene Lederartikel müssen nicht ersetzt werden. Wie Sie Leder einfärben, reinigen und pflegen, erfahren Sie in diesem praktischen Ratgeber.

Leder einfärben oder umfärben – wichtigste Schritte

Ausgeblichenes, farbiges Leder umfärben ist mit einer hochwertigen Lederfarbe ganz einfach – Sie sollten allerdings ein paar Stunden Zeit einrechnen. Die erhältlichen Produkte enthalten in der Regel alle notwendigen Applikatoren und Farben. Sie können je nach Hersteller als Flüssigfarbe oder als Spray verkauft werden. Lesen und befolgen Sie unbedingt die vom Hersteller angegebene Gebrauchsanweisung, damit Sie das Leder nicht beschädigen.

Schützen Sie sich und Ihre Wohnung außerdem vor der schwer löslichen Farbe, indem Sie das Zimmer gut lüften, einen Atemschutz und Handschuhe sowie alte Kleidung tragen und die Fläche rund um das zu behandelnde Produkt mit Zeitungspapier oder Pappe auslegen. Dies sind die grundlegenden Schritte, die Sie befolgen sollten, wenn Sie Leder einfärben wollen:

  1. Vorreinigung: Das Leder sollte vor der Behandlung fettfrei und sauber sein, damit die Farbe gleichmäßig einziehen kann. Dafür reinigt man es mit dem mitgelieferten Vorbereiter oder Vorreiniger.
  2. Leder umfärben: Bestimmte Farbsprays muss man nur einmal auftragen – bei Flüssigfarben hingegen trägt man in der Regel erst die Grundierung, dann die Deckfarbe und dann den Haftgrund auf.
  3. Versiegelung: Dies ist nicht zwingend notwendig, schützt das Leder und seine neue Farbe jedoch zuverlässig.

Leder reinigen und pflegen

Materialpflege: Leder umfärben, putzen und pflegen

Wer Leder reinigen möchte, sollte sich genau darüber informieren, um welche Art von Leder es sich handelt und ob die Lederfarbe farbecht ist. Bei Lederjacken, -röcken und anderen Kleidungsstücken kann man dies zum Beispiel anhand der Waschsymbole auf dem eingenähten Etikett erkennen.

Neben Glattleder und Rauleder, welches durch verschiedene Methoden in Nubuk oder Velours verwandelt werden kann, unterscheidet man zwischen Nappaleder, einem weichen Glattleder, sowie Fettleder, das seinen Namen seinem fetthaltigen Farbauftrag verdankt. Darüber hinaus gibt es verschiedene Färbearten, die ebenfalls unterschiedliche Reinigungsmethoden erfordern.

Befolgen Sie die durch den Lederhersteller vorgegebenen Pflegehinweise oder verwenden Sie die folgenden Methoden. Probieren Sie diese immer zuerst an einer unauffälligen Stelle aus, um Schäden oder Verfärbungen zu vermeiden.

leder reinigen

Glattleder

Verwenden Sie Schuhcreme, eine Hartwachspaste, oder eine Emulsionscreme, die tief in das Leder eindringt, um es zu pflegen. Pflegemilch hat den zusätzlichen Vorteil, dass Sie UV-Filter enthält, die ein Ausbleichen der Lederfarben verhindert. Außerdem glänzt das behandelte Leder weniger als das mit Hartwachspaste behandelte Leder, was für matte Lederprodukte wie Wohnzimmergarnituren ideal ist. Leder-Pflegeprodukte enthalten rückfettende Substanzen, die das Leder wasserabweisend machen und pflegen.

Glattleder reinigen kann man mit Lederölen, denen Essig zugesetzt wurde. Besonders für trockenes Leder ist das von Vorteil, da das Öl durch seine flüssige Beschaffenheit gut eindringt und das Leder geschmeidig macht. Bei stärkeren Verschmutzungen kann etwas Neutralseife und ein weicher Lappen verwendet werden, der nicht zu nass sein sollte. Anschließend sollte das Leder mit einem beliebigen Öl oder einem Lederöl eingerieben werden.

Robustes Glattleder kann mit einer Schmutzbürste aus Schweineborsten oder Fasern der Agave geputzt werden. Auch Lederradierer können zur Fleckenentfernung verwendet werden. Achten Sie lediglich darauf, nicht zu stark zu schrubben, da das Leder sonst dünner werden kann. Schnee- und Wasserränder an Schuhen können mit einem in Essigwasser getränkten weichen Schwamm abgetupft, aber nicht abgerieben werden, damit die Verunreinigung nicht weiter in das Material eingearbeitet wird.

Weiches, empfindliches Glattleder kann mit etwas flüssiger Gallseife gesäubert werden, die anschließend herausgetupft wird, bevor die Stelle poliert wird. Glattleder-Kleidungsstücke können in der Regel mit dem Kaltwaschprogramm in der Waschmaschine mit einem speziellen Lederwaschmittel gewaschen werden. Achten Sie auch hier unbedingt auf die Hersteller-Empfehlungen. Damit das Leder beim Trocknen nicht versteift, sollte es während des Trocknens regelmäßig durchgeknetet oder im Trockner mit dem Lüftprogramm getrocknet werden.

Rauleder

Flüssige Imprägniermittel, die mit einem Schwamm eingearbeitet werden, können Nubuk und Veloursleder schützen und den Lederfarben neue Frische verleihen. Imprägniersprays sind für alle Rauleder geeignet, da die Spraydose das Imprägniermittel sehr fein verteilt. Achten Sie auch hier auf die Gebrauchsanweisungen, um sich vor Dämpfen zu schützen und das Leder optimal zu pflegen.

Es gibt spezielle Bürsten und Lederradierer für Rauleder, die beim Entfernen von Flecken helfen und durch das Aufrauen verhindern, dass das Leder glänzt. Spezielle Pflegeprodukte auf Schaumbasis können beim Reinigen des Rauleders ebenfalls hilfreich sein. Rauleder-Bekleidung kann in der Regel in der Waschmaschine im Kaltwaschgang gewaschen werden, sollte aber nach dem Trocknen gründlich gebürstet werden.

 

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Wenn Ihr farbiges Leder mit der Zeit ausbleicht, müssen Sie es nicht ersetzen. Sie können Leder einfärben lassen oder mit einem hochwertigen Produkt selber färben, um der ursprünglichen – oder einer komplett anderen – Lederfarbe neuen Glanz zu verleihen. Um Flecken vorzubeugen, sollte helles Leder in den ersten drei Jahren zwei- bis dreimal jährlich mit einer Lederversiegelung behandelt werden.