Terrakotta-Fliesen erkennen Sie am typischen natürlich warmen Erdton. Terrakotta ist eigentlich ein Naturprodukt, das mit der richtigen Pflege und Reinigung nicht nur lange toll aussieht, sondern auch eine unverwechselbare Patina entwickelt.Zur Herstellung von Terrakotta wird kalkhaltiger gelber oder eisenhaltiger roter Ton verwendet, den man nur einmal auf rund 900 Grad erhitzt. Dabei entsteht unglasierte Grobkeramik, die sich durch offene Poren auszeichnet und ein besonders angenehmes Raumklima schafft. Offenporige Terrakotta-Fliesen sind aber auch sehr saugfähig, was sie anfällig für Flecken und dauerhafte Verschmutzung macht. Woher ich das alles weiß? Am letzten Wochenende habe ich meiner geliebten Mama beim Hausputz geholfen. Sie ist gerade gesundheitlich etwas geschwächt. Nebenbei gab sie mir eine kleine Lektion in Sachen Terrakotta-Pflege, die ich gern mit Ihnen teile: 1. Grundreinigung und Imprägnierung von Terrakotta-Fliesen Zum Glück ist der Terrakotta-Boden meiner Eltern schon ein paar Jahre alt, daher musste ich mich nicht mit einer Grundreinigung und Imprägnierung beschäftigen. Diese Schritte müssen Sie jedoch beachten, wenn Sie Ihre Terrakotta-Fliesen erst frisch verlegt haben. Zunächst sollten Sie Ihre Fliesen gründlich von Schmutz und Mörtelresten säubern, am besten zunächst mit Besen oder Staubsauger mit Bürstenaufsatz und anschließend mit Wischmopp, lauwarmem Wasser und leicht saurem oder leicht alkalischem Reinigungsmittel.Lassen Sie Ihren Boden anschließend gut trocknen. Anschließend folgt die Imprägnierung. Hierbei wird ein spezielles Imprägniermittel, meist aus Wachs, aufgetragen. Lassen Sie sich zu einem geeigneten Imprägniermittel am besten im Fachmarkt beraten. Wichtig ist, dass die Terrakotta-Fliesen auch nach der Imprägnierung ihre natürlichen Eigenschaften bewahren, also atmungsaktiv, temperaturbeständig und wärmespeichernd sind. Mit dem richtigen Imprägniermittel wird zudem der natürliche Materialeffekt von Terrakotta verstärkt: Gut gepflegte Terrakotta-Fliesen sehen matt bis spiegelnd glänzend aus. 2. Die laufende Pflege von Terrakotta-Fliesen Sind Ihre Terrakotta-Fliesen fachgerecht imprägniert, dann gestaltet sich auch die tägliche Pflege als recht einfach. Groben und losen Schmutz können Sie zunächst mit einem weichen Besen oder Staubsauger mit Bürstenaufsatz entfernen. Achten Sie darauf, keine scharfen Gegenstände zur Reinigung zu verwenden, welche die Fliesenoberfläche zerkratzen könnten.Anschließend können Sie feucht bis nass wischen. Sie können dafür lauwarmes sauberes Wasser verwenden oder einen geeigneten Reiniger ins Wischwasser geben. Achten Sie bei der Wahl des Reinigers darauf, dass er sich für Terrakotta-Böden eignet. Reinigungsmilch für Terrakotta sollte immer im PH-neutralen Bereich liegen, also schwach sauer oder schwach alkalisch sein.Müssen Sie Kalk und Seifenrückstände entfernen, z. B. wenn Sie Terrakotta-Fliesen im Bad haben, dann wirkt ein schwach saurer Reiniger gut. Haben Sie eher mit Fetten oder Ölen zu kämpfen, z. B. in der Küche, dann ist ein schwach alkalischer Reiniger besser geeignet.Als Reinigungsgerät empfehlen sich nicht kratzende Reinigungstücher, Schwämme oder ein Wischmopp. 3. Das sollten Sie beim Reinigen Ihrer Terrakotta-Fliesen vermeiden Verwenden Sie keine zu scharfen Reinigungsmittel, also stark alkalische Reiniger (pH-Wert >10,5) oder stark saure Reiniger (pH-Wert <3,0). Vermeiden Sie kratzende oder schleifende Reinigungshilfen oder stark scheuernde Putzschwämme. Dies alles kann die Oberfläche Ihrer Terrakotta-Fliesen angreifen.Zudem sollten Sie flüssige Verschmutzungen zeitnah entfernen, am besten in noch flüssigem Zustand. Lassen Sie sie am besten nicht einziehen und eintrocknen, denn solche Flecken sind schwer wieder zu entfernen.