Letztes Jahr stellte sich für meinen Mann und mich die Frage, ob wir uns ein private Putzhilfe leisten sollten: Mit zwei Kindern, einer Katze und einem Hamster und uns beiden in anspruchsvollen Jobs wuchs uns der Haushalt über den Kopf. Bisher hatten uns die Kosten für eine Putzhilfe abgeschreckt, aber wenn man Freitags zum Feierabend in ein unaufgeräumtes, schmutziges Haus kommt, beginnt man bald, die Vor- und Nachteile einer Putzhilfe abzuwägen:

Vorteile einer privaten Putzhilfe:

  1. Ein sauberes Haus: Das Gefühl, nach einem langen Tag auf Arbeit in ein geputztes Haus zu kommen, ist ein kleines Stück Luxus im Alltag! Kein Putzen, Waschen, Bügeln oder sonstige lästige Aufgaben - was will man mehr?
  2. Zeitgewinn: Statt am Samstag vormittag die Wohnung zu putzen, kannst du Zeit mit deinen Kindern verbringen. Für Familien bietet die private Putzhilfe eine große Zeitersparnis. Sie nimmt den Putzstress aus dem Familienalltag und sorgt für eine entspanntere Mama (und einen entspannteren Papa).
  3. Urlaubsvertretung: Einer guten, vertrauenswürdigen Putzhilfe vertraut man auch gerne seine Wohnung / sein Haus während der Urlaubszeit an. Blumen gießen, Tiere füttern, Post entleeren: mit einer zusätzlichen Person ein Kinderspiel. Und da du die Putzhilfe schon hast, brauchst du nicht lange nach einer geeigneten Person zu suchen!
  4. Eine gute Seele fürs Leben: Zu guter Letzt kann eine private Putzhilfe sogar zu einer großen Stütze in weit mehr als nur deinem Haushalt werden: Aushilfsoma oder Babysitterin, Kaffeeplauschgefährtin, Kummerkasten oder resoluter Organisationsprofi – mit der Zeit ist schon so manche Putzhilfe ein wichtiger Teil der Familie geworden.

Nachteile einer privaten Putzhilfe:

  1. Kosten: Natürlich stellen die Kosten für eine private Putzhilfe den größten Nachteil dar. In Städten kosten Putzfrauen von 9,50 bis 17 Euro pro Stunde aufwärts (der Mindestlohn beträgt in Deutschland 2019 9,15 Euro pro Stunde) und das geht ganz schön ins Geld. Schau dir ganz konkret euer Haushaltsbudget an: Wo kannst du sparen, um dir die private Putzhilfe leisten zu können? Und überlege dir auch den ideellen Wert einer Haushaltshilfe: Was ist dir ein am Wochenende geputztes Haus wert?
  2. Die Frage nach der Art der Anstellung: Wichtig ist auch, sich ganz genau zu überlegen, wie du die private Putzhilfe beschäftigst. Steuerlich korrekt musst du sie entweder per Minijob anmelden oder sie per Rechnung bezahlen. Dafür muss die Putzhilfe allerdings ein selbstständiges Gewerbe anmelden. Eine weitere Möglichkeit ist, eine Putzhilfe über eine Reinigungsfirma zu bestellen. Du solltest die Putzhilfe auf jeden Fall nicht „schwarz” bezahlen, denn falls sie sich bei der Arbeit in deiner Wohnung verletzt oder ein Haushaltsgegenstand zu Schaden kommt, zahlt keine Versicherung.
  3. Ein fremder Mensch im Haus: Nicht zu unterschätzen ist auch der Nachteil, dass du mit einer privaten Putzhilfe einen fremden Menschen in dein Allerheiligstes lässt. Bitte die Kandidaten deshalb zuerst zu einem Vorstellungstermin außerhalb deiner Wohnung, zum Beispiel in ein Café. So kannst du abschätzen, wen du in Zukunft in deine Wohnung / dein Haus lässt und gibst auch nicht gleich preis, wo und wie du wohnst.
  4. Putzen mit System: Auch eine private Putzhilfe braucht einen Putzplan! Du musst dir vorher genau überlegen, was sie in welcher Zeit putzen soll. Als Grundpaket für 2 bis 3 Stunden gilt (je nachdem, wie groß deine Wohnung ist): Aufräumen, Küche und Bad putzen, Böden saugen und wischen, Staub wischen. Abwechselnd dazu jeweils eine allgemeine Aktivität wie Türen und Türrahmen putzen, Fenster reinigen, Bügeln, Küchenregale putzen etc. Damit es zu keinen Unstimmigkeiten kommt, unbedingt vorher die Details besprechen!

Wir haben uns schlussendlich für eine Putzhilfe entschieden. Wie gut das klappt, dass kannst du hier nachlesen.