Vor einiger Zeit bin ich in meine Traumwohnung, eine Altbauwohnung mit hohen Wänden, Kassettenfenstern und Holzböden gezogen. Ich bin nach wie vor begeistert vom Ambiente, muss aber zugeben, dass mich das eine oder andere Detail beim Putzen doch mehr in Anspruch nimmt, als ich dachte. Vor allem die Altbaufenster sind mit ihren mehreren kleinen, durch Balken getrennten Flächen wirklich nicht so leicht zu putzen. Mittlerweile habe ich so meine kleinen Tricks, wie ich die Kassettenfenster in meiner Altbauwohnung richtig putze und länger sauber halte:

  1. Der richtige Zeitpunkt: Fensterputzen sollte man nur an einem bewölkten Tag. Wenn die Sonne scheint, trocknet das Restwasser auf dem Fenster zu schnell und es bilden sich Streifen und Schlieren. Wähle deshalb das richtige Wetter, um dir Zusatzarbeit zu sparen.
  2. Vorbereitung: Bereite vor dem Fensterputzen deine Putzutensilien vor. Du brauchst ein Allzwecktuch, einen Eimer mit Wasser und ein paar Spritzer Spülmittel wie das Seventh Generation Geschirrspülmittel Free & Clear, ein Fensterputzmittel, ein Fensterputztuch und einen Fensterabzieher mit Teleskopstange für den oberen Teil der Fenster. Optional Zeitungspapier zum Polieren. Decke bei Bedarf Heizkörper und Möbel in der Nähe vom Fenster ab, damit keine Wasser- oder Putzmittelflecken darauf gelangen.
  3. Beginne von innen nach außen, von oben nach unten: Beim Fensterputzen deiner Kassettenfenster solltest du von innen nach außen vorgehen, also zuerst die Innenfenster, dann die Außenfenster, immer von links nach rechts. Außerdem ist es ratsam, zuerst mit dem oberen Teil der Fenster zu beginnen, denn Wasser oder Putzmittel rinnen nach unten und würden so ein schon geputztes Fenster unter Umständen wieder beschmutzen.
  4. Starte mit den fixen oder kippbaren Fenster oben: Viele Altbaufenster haben im oberen Teil fixe Scheiben. Manchmal lassen sich diese auch nur kippen, so wie es bei meinen der Fall ist. Überprüfe zuerst, ob du sie mittels eines Riegels ganz öffnen kannst. Falls nicht, hilft nur eine Teleskopstange, um sie außen zu putzen: Die gibt es mittlerweile in verschiedenen Ausführungen. Mir gefällt ein Aufsatz mit Putzschwamm am besten, den ich zuerst in dem Spülmittel-Wassergemisch tränke und damit das Fenster von Straßenschmutz und Verunreinigungen befreie. Dann sprühe ich so gut es geht Fensterputzmittel von unten aus auf die Scheibe hinauf und ziehe sie mit der Teleskopstange mit dem Gummiabzieher-Aufsatz ab.
  5. Den Rest des Kassettenfensters putzen: Den Hauptteil des Fensters putze ich zuerst mit dem Spülmittel-Wasser-Gemisch und Allzwecktuch. Dabei wische zuerst den Fensterrahmen außen und innen und dann die Stäbe der einzelnen Kassetten ab. Dann sprühe ich Fensterreiniger auf die Scheiben und wische diesen mit einem Fenstertuch ab. Dazwischen immer wieder das Allzwecktuch im Eimer auswringen und neu befeuchten – es wird ganz schön schmutzig! Ganz zum Schluss solltest du auch noch die Fensterbank putzen: Wische sie sorgfältig mit dem im Spülmittelwasser getränkten Allzwecktuch ab.
  6. Trocknen und Nachpolieren. Danach die Fenster trocknen lassen. Sind trotz aller Vorsichtsmaßnahmen (bewölktes Wetter, Fenstertuch etc.) Streifen zu sehen, kannst du sie mit zerknülltem Zeitungspapier entfernen. Ein Geheimtipp sind alte Nylonstrümpfe: Mit ihnen kannst du die Fenster polieren und zum Glänzen bringen. Vergiss auch nicht, darauf zu achten, dass die Fugen und die Fensterbank vollständig trocken sind. Hier kann sonst Schimmel entstehen. Notfalls mit einem trockenen Tuch noch einmal drüberwischen und jegliches Wasser entfernen.
  7. Damit die Altbaufenster länger sauber bleiben und du nicht so oft putzen musst, gibt es einen Trick vom Profi: Gib ein paar Tropfen Autoshampoo mit ins Wasser, denn es schützt die Glasoberfläche. Besonders Fenster, die oft direkt dem Regen ausgesetzt sind, werden nicht so leicht wieder schmutzig, weil das Wasser einfach abperlt.

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