Römertopf reinigen: das musst du wissen

So behandelst du deinen Römertopf richtig.

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Kochen mit Brotbehälter, Frau, die Kräuter und einen Topf auf dem Ofen hackt

Unsere Freundin Marie hat vor Kurzem bei ihrer Mutter im Keller einen Römertopf, also einen Bräter aus Ton, gefunden. Da er dort schon einige Jahre gelagert wurde, roch er leider auch nach Keller. Wie du schlechten Geruch wieder los wirst und auch sonst deinen Römertopf richtig reinigst, schauen wir uns hier an.

Ist ein Römertopf spülmaschinenfest? An diesem Punkt scheiden sich die Geister. Da der Topf Temperaturunterschiede nicht mag und Spülmaschinentabs stärker konzentriert sind als Spülmittel, empfehlen wir dir, deinen Römertopf zum Reinigen besser nicht in die Spülmaschine zu geben.

Was ist ein Römertopf?

Römertöpfe gibt es schon seit Jahrtausenden. Vor allem in den 1980er Jahren waren sie voll im Trend, aber auch heute noch sind sie sehr beliebt.

Ein Römertopf wird aus gebrannter Tonerde hergestellt, die absichtlich porös ist. Der Ton saugt sich mit Wasser voll, was dazu führt, dass das Essen darin dampfgegart wird. So brauchst du weniger Fett zum Kochen. Das Essen aus einem Römertopf schmeckt also nicht nur lecker, sondern ist noch dazu gesund. Römertöpfe sind zudem meist innen glasiert, was die Reinigung erleichtert.

Du kannst einen Römertopf in allen Arten von Öfen benutzen sowie in der Mikrowelle. Nur für Induktionsherde ist er nicht geeignet.

Wie muss ich einen Römertopf reinigen?

Im Normalfall reicht es, wenn du deinen Römertopf mit warmem Wasser und einer weichen Bürste reinigst. Aggressive Reiniger wie Scheuermittel greifen den Ton an und verstopfen die Poren des Topfes, was seine besondere Kochmethode verderben würde.

Bei Fettflecken oder stärkeren Verschmutzungen, wie zum Beispiel bei eingebranntem Essen, schaden ihm auch ein paar Tropfen mildes Geschirrspülmittel im Spülwasser nicht. Du kannst den Römertopf ruhig einweichen lassen. Nach dem Spülen musst du ihn nur unbedingt mit viel klarem Wasser abspülen, damit dein Essen beim nächsten Mal nicht seifig schmeckt.

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Wie lagere ich einen Römertopf am besten?

Nach dem Spülen solltest du den Römertopf an der Luft komplett trocknen lassen, dann erst darfst du ihn wegräumen. Der Topf muss an einem luftigen Platz aufbewahrt werden – also besser nicht im Keller, sonst ergeht es dir wie Marie und er riecht muffig. Den Deckel solltest du umgedreht auf den Topf legen, sodass der Topf nicht richtig verschlossen ist.

Einen Römertopf nach längerer Lagerung reinigen

Weil Römertöpfe aus Naturton hergestellt sind, verfärben sie sich mit der Zeit. Das ist ganz normal.

Falls er wie Maries Topf falsch gelagert wurde und deshalb etwas mieft oder sogar Schimmel angesetzt hat, kannst du ihn folgendermaßen retten:

- Füll das Unterteil des Topfes mit kaltem Wasser.

- Gib dann einen Schuss Essig hinein.

- Stell den Topf jetzt in den kalten Ofen und erhitze diesen langsam, bis das Wasser kocht.

- Lass ihn so 30-60 Minuten kochen.

- Zum Schluss spülst du den Römertopf noch mal gründlich mit klarem Wasser aus.

Römertopf wässern und richtig gebrauchen

Jedes Mal vor dem Kochen musst du den Römertopf wässern. Dazu stellst du ihn einfach eine Viertelstunde in kaltes Wasser, damit sich seine Poren vollsaugen. Das ist der Trick beim Kochen mit dem Römertopf, weil so das Essen darin dampfgegart wird.

Der Römertopf kann nicht gut mit großen Temperaturunterschieden umgehen – diese führen dazu, dass er springt. Deshalb stellst du ihn immer in den kalten Ofen und lässt ihn langsam erhitzen. Auch wenn du ihn aus dem Ofen herausnimmst, solltest du aufpassen und ihn nicht auf eine ganz kalte Unterlage stellen. Während des Kochens musst du oft Wasser zugießen. Dieses sollte ebenfalls besser vorgewärmt sein.

Lies nach, welche Töpfe und Pfannen in die Spülmaschine dürfen.

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