Kaum eine Gartenarbeit scheint so unbefriedigend, wie das Unkraut aus den Fugen zwischen Pflastersteinen, an Rändern und aus Ritzen herauszupulen. Denn schon nach wenigen Tagen oder Wochen sprießt es wieder als wäre nichts geschehen. Dabei gibt es ein paar Methoden, wie du das Unkraut sowohl entfernen als auch dauerhaft vorbeugen kannst. Lies hier meine Tipps. 1. Unkraut aus den Fugen entfernen: für Fleißige Ganz klassisch entfernt man das Unkraut aus den Fugen zwischen Pflastersteinen mechanisch per Hand: Nimm dir dazu ein scharfes Messer oder, wenn du hast, einen speziellen Unkrautstecher und pule damit das Unkraut heraus. Manche Herstellen bieten Unkrautstecher mit einem langen Stiel an, so dass du rückenschonend arbeiten kannst. Versuche, das Unkraut wenn möglich nicht einfach abzureißen oder abzuschneiden, sondern mitsamt der Wurzel aus dem Zwischenraum zu ziehen. Das geht am besten, wenn die Erde etwas feucht ist, z. B. nach einem Regenguss. 2. Unkraut aus den Fugen entfernen: für Bequeme Willst du nicht auf den Knien über den Terrassenboden rutschen – und das wahrscheinlich regelmäßig alle paar Wochen –, dann kannst du das Unkraut auch mit einem Hochdruckreiniger entfernen. Am besten mit einem speziellen Bürstenaufsatz für Pflasterflächen. Anschließend kannst du die Fugen mit Sand auffüllen, sollte durch den Hochdruckreiniger viel herausgeblasen worden sein. So kann auch das Unkraut nicht so schnell wieder durchwachsen. Mit etwas Glück musst du mit dieser Methode nur 2 bis 3 Mal pro Jahr das Unkraut bekämpfen. Die Anschaffung eines Hochdruckreinigers ist jedoch sehr kostenintensiv und falls du sonst wenig Nutzen davon ist, solltest du versuchen, ein Gerät z. B. bei einem lokalen Gartendienstleister auszuleihen. Die Unkrautentfernung mit Hochdruckreinigung ist recht umweltschonend – bis auf den Wasserverbrauch. Anders sieht es aus, wenn du das Unkraut mit einem Gasbrenner abbrennst. Das ist zwar eine sehr effektive Methode, da beim Ausbrennen auch Samen und Wurzeln vernichtet werden. Sie erfordert zudem wenig Anstrengung. Die Umweltbilanz fällt jedoch nicht ganz so positiv aus: Du verbrauchst Gas und erzeugst bei der Verbrennung Kohlendioxid. Auch musst du hier besonders vorsichtig vorgehen und darauf achten, keine Pflanzen in unmittelbarer Umgebung aus Versehen abzubrennen.

Hier findest du weitere Tipps, wie du Moos von deiner Terrasse entfernst. 3. So beugst du Unkraut in Fugen und Ritzen vor

Hast du das Unkraut einmal effektiv entfernt, dann kannst du mit bestimmten Maßnahmen verhindern, dass es gleich wieder sprießt. Du kannst dir im Baumarkt einen speziellen Pflasterfugenmörtel auf Harzbasis besorgen und damit die Fugen zwischen den Steinen füllen. Der Mörtel ist elastisch und so droht deinen Pflastersteinen auch bei Frost kein Schaden. Falls du deine Steinplatten erst neu verlegst, dann kannst du eine effektive – und preiswerte – vorbeugende Maßnahme einplanen: Verlege direkt unter den Platten ein Unkrautvlies oder eine spezielle Folie aus dem Baumarkt. Wenn du die Fugen anschließend noch mit Sand auffüllst, dann hat das Unkraut kaum eine Chance. Die schönste vorbeugende Maßnahme ist jedoch, robuste trittfeste Kräuter in den Fugen anzusiedeln. Kaufe dir eine passende Samenmischung, reinige die Fugen gründlich nach einer der oben beschriebenen Methode, vermische den Samen mit Sand oder Kompost und verteile diese Mischung großzügig zwischen den Fugen. Achte darauf, dass die Mischung 1 bis 2 cm unterhalb der Pflasteroberkante endet, denn sonst werden die kleinen Pflanzen gleich zu Beginn zertreten. Vergiss das Angießen nicht und freu dich nach kurzer Zeit über die schöne Begrünung.