Er findet sich in fast jeder Wohnung und es gibt ihn in vielen verschiedenen Formen und Ausführungen: der Holztisch. Doch egal, ob alter Küchentisch von Oma, Couchtisch im Retrolook oder robuster Bauernhaustisch – ein Holztisch braucht eine gute Pflege, damit er lange schön aussieht. Besonders ein Küchentisch muss viel aushalten: Essensreste, umgeschüttete Gläser und fettige Hände hinterlassen Spuren, die sich manchmal nur noch schwer entfernen lassen. Wie du deinen Holztisch richtig reinigst und pflegst, das haben wir von Cleanipedia für dich aufgeschrieben.

1. Holztisch ölen oder wachsen – was bedeutet das?

Bevor wir uns der Reinigung widmen, ein paar Bemerkungen zur Holzbehandlung. Egal, ob du deinen Tisch fertig behandelt kaufst oder ihn selbst versiegeln möchtest: Die Wahl der Holzversiegelung bestimmt, wie empfindlich dein Holztisch auf Schmutz und Feuchtigkeit reagiert und wie einfach er sich auf Dauer pflegen lässt. 

Häufig sind Holztische entweder geölt, gewachst oder mit einer Öl-Wachs-Mischung behandelt. Öle und Wachse haben den Vorteil, dass sie zwar die Maserung und die natürliche Holzfarbe bewahren bzw. verstärken, sie verschließen die Oberfläche jedoch nicht vollständig. Das Holz kann so zwar weiter atmen und flüssige Substanzen perlen nach der fachgerechten Behandlung mit Ölen und Wachsen zunächst ab. Die Oberfläche ist jedoch nur für einen gewissen Zeitraum wasserdicht. Sollte also Flüssigkeit auf einen geölten oder gewachsten Holztisch kommen, dann besser schnell handeln und wegwischen. Es gibt natürlich auch wasserfeste Versiegelungen für Holz, wie z. B. Wasserversiegelungen bzw. Beizversiegelungen oder Beizen im Allgemeinen. Hierbei wird das Holz so versiegelt, dass Wasser kein Problem mehr darstellt. Meist enthalten wasserfeste Versiegelungen jedoch aggressivere Chemikalien. Willst du deinen Holztisch selbst versiegeln, dann lass dich am besten zu den verschiedenen Optionen im Fachhandel beraten.

2. Holztisch reinigen: die tägliche Reinigung

Wie bereits geschrieben, kommt es bei der Reinigung darauf an, wie dein Holz behandelt wurde. Wasserfeste Versiegelungen sind generell robuster und einfacher zu reinigen. Grundsätzlich eignet sich jedoch folgende Methode zur Reinigung deines Holztisches:

  1. Nimm dir zum Abwischen einen weichen Lappen, den du entweder in reines Wasser oder in eine Seifenlauge mit einem Spritzer Neutralreiniger, etwas Neutralseife oder Kernseife tauchst.
  2. Wringe den Lappen soweit aus, dass er nur noch nebelfeucht ist.
  3. Wische mit dem Lappen in Richtung der Maserung über den Tisch.
  4. Anschließend wischst du kurz mit einem trockenen Staubtuch über das Holz.

Darauf solltest du bei der Reinigung von Holztischen verzichten: Mikrofasertücher, denn die könnten die Holzoberfläche leicht zerkratzen, Allzweckreiniger oder Spülmittel, welche die Versiegelung angreifen könnten. Hier findest du weitere Tipps zur richtigen Pflege von Holzmöbeln.

3. Holztisch nachölen oder nachwachsen: Ist das nötig?

Holz ist ein natürliches Baumaterial, das je nach Behandlung weiter atmet. Ist dein Holztisch geölt oder gewachst, dann empfiehlt es sich, ihm ein- bis zweimal pro Jahr eine Intensivpflege zu gönnen und ihn nachzuölen bzw. nachzuwachsen. Achte jedoch unbedingt darauf, die Mittel nicht zu vermischen: Du solltest Öl nur auf geölte Tische auftragen und Wachs nur auf gewachste Oberflächen. Die Tischoberfläche muss zudem sauber und trocken sein. Gibt es bereits einige Schmutzränder oder Abdrücke von Gläsern, dann kannst du zunächst die Oberfläche mit feinem Schleifpapier anschleifen und dabei die Flecken entfernen. Zum anschließenden Nachölen bzw. Nachwachsen deines Tisches reibst du ein geeignetes Holzöl bzw. -wachs mit einem weichen, fusselfreien Lappen in die Holzoberfläche ein, lässt das Öl bzw. Wachs gut einziehen und polierst dann nach.

Und so pflegst du Parkettboden mit natürlichen Hausmitteln.