Kaminofen reinigen: von der Glasscheibe bis zum Korpus

Mit diesen Tipps wirst du beim Kaminputz nicht zum Schornsteinfeger.

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Brennholz geschnitten und unter Steinbank gelagert

Winterzeit – Kuschelzeit. Was gibt es da Schöneres, als es sich vor einem knisternden, wärmenden Kamin gemütlich zu machen. Zählst du zu den Glücklichen, die einen Kaminofen ihr Eigen nennen, dann ist die richtige Ofenreinigung regelmäßig Thema für dich. Team Cleanipedia hat deshalb einmal aufgeschrieben, wie du deinen Kaminofen oder Holzofen richtig säuberst und pflegst, die Glasscheibe und den Innenraum putzt und dabei Ruß und Schmutz entfernst. Mit diesen Tricks siehst du danach auch nicht wie ein Schornsteinfeger aus – versprochen.

Achte unbedingt darauf, regelmäßig das Aschefach deines Kaminofens zu leeren. Ist der Rost lange von heißer Asche bedeckt, kann das dem Material schaden. Die Asche sollte jedoch immer ausgekühlt sein, bevor du sie in der Restmülltonne entsorgst.

1. Kaminofen: Glasscheibe reinigen

Das knisternde Feuer durch die Glasscheibe zu beobachten ist wohl das Schönste an einem Kaminofen. Damit du die kleinen Flammen auch wirklich siehst, solltest du die Glasscheibe deines Ofens regelmäßig reinigen. Nicht nur stellst du so sicher, dass du deinen Kaminofen in vollen Zügen genießen kannst. Du verhinderst auch, dass sich Ruß und Schmutz mit der Zeit soweit in die Scheibe einbrennen, dass sie nicht mehr entfernt werden können und die Scheibe eventuell ausgetauscht werden muss.

Zur Reinigung der Glasscheibe kannst du entweder einen speziellen Kaminscheibenreiniger aus dem Fachhandel verwenden, den du nach Anleitung benutzt. Oder du reinigst die Kaminscheibe mit diesem einfachen Trick:

Du benötigst:

- einfaches Zeitungspapier (keine bunt bedruckten oder beschichteten Magazinseiten)

- warmes Wasser

- abgekühlte Aschereste

- weichen Schwamm oder Lappen

- Trockentuch

So geht’s:

Knülle ein paar Seiten Zeitungspapier und befeuchte diese mit lauwarmem Wasser. Nun tunkst du das feuchte Papier kurz in die kalte Asche und putzt damit mit leichtem Druck über die Scheibe. Gegebenenfalls wiederholst du das so oft, bis sich grober Schmutz und Ruß lösen. Anschließend nimmst du dir einen weichen Lappen oder Schwamm (keinen kratzenden Topfschwamm o. Ä. ), feuchtest diesen ebenfalls an und wischst die Glasscheibe sauber. Zum Schluss mit einem weichen Tuch trocken wischen.

2. Kaminofen: den äußeren Korpus reinigen

Bevor du deinen Kamin in Betrieb nimmst, solltest du auch Staub und Schmutz von seinem Äußeren entfernen. Tust du das nicht, dann wird dieser Dreck erhitzt und verunreinigt die Luft. Wie du die Außenhülle deines Kamins putzt, hängt wesentlich vom verwendeten Material ab. Informiere dich also zunächst nach speziellen Tipps in der Bedienungsanleitung deines Herstellers.

Stahlkorpus: Hat dein Kamin einen beschichteten Stahlkorpus, dann genügt es, diesen mit einem weichen, nebelfeuchten (nicht nassen!) Lappen abzuwischen. Damit es nicht zu Flugrost oder Rostflecken kommt, sollte das Material nicht mit zu viel Wasser in Kontakt kommen.

Korpus aus Marmor, Granit oder Naturstein: Auch diese Materialien solltest du mit Vorsicht reinigen. Vermeide stark kratzende Putzhilfen und Reinigungsmittel wie Scheuermilch oder Topfkratzer. Es genügt, wenn du das Äußere mit einem weichen Tuch und warmem Wasser oder etwas milder Seifenlauge feucht abwischst. Für die Seifenlauge kannst du z. B. ein neutrales Spülmittel wie das Free & Clear von Seventh Generation verwenden.

Lies weitere Tipps zur Reinigung von Natursteinen.

Keramikkacheln: Ist dein Ofen mit Keramikkacheln verkleidet, dann kannst du diese einfach regelmäßig mit einem weichen, fusselfreien Tuch abwischen. Gegebenenfalls nimmst du etwas klares Wasser zu Hilfe.

3. Innenraum des Kaminofens reinigen

Den Feuerraum deines Kaminofens reinigst du am besten mit deinem Kaminbesteck. Im Inneren deines Kamins lagert sich schnell Ruß ab, den du mit dem Schürhaken von den Innenwänden leicht abkratzen kannst. Zum Entfernen der Ruß- und Aschereste nimmst du dir deinen Kaminfeger und die Kaminschaufel zu Hilfe. Hat dein Kamin einen Rost mit Aschefach, dann sollten beim Putzen alle Aschereste einfach in das Fach fallen, das du nur noch entleeren musst.

4. Ofenrohr des Kamins reinigen

Die Rauch- bzw. Ofenrohre sollten mindestens einmal im Jahr gereinigt werden, am besten vor der Heizperiode. Hier lagert sich viel Ruß ab, der mit der Zeit die Funktion deines Ofens einschränkt und sogar dazu führen kann, dass die Luft nicht mehr richtig ziehen kann, dein Ofen qualmt und das Feuer erstickt.

Du kannst die Reinigung des Ofenrohrs einem professionellen Schornsteinfeger überlassen. Willst du es selbst machen, dann bedenke, dass dabei viel Schmutz anfällt. Räume deshalb alle losen Einrichtungsgegenstände, Decken, Teppiche u. Ä. weg und decke die Ofenumgebung mit einer Plane ab.

Ist dein Ofenrohr demontierbar, dann gehe folgendermaßen vor: Baue das Ofenrohr Stück für Stück auseinander (am besten zu zweit), lege die Teile in eine Plastiktüte und putzte sie draußen (nicht in der Wohnung) mit einem Schürhaken. Der Ruß fällt dabei meist leicht heraus und du kannst ihn direkt in der Mülltonne entsorgen.

Ist das Ofenrohr nicht demontierbar, dann ist meist eine Reinigungsöffnung im Rauchrohrknie vorhanden, die du mit einem Deckel öffnen kannst. Ruß und Schmutz kannst du nun mit einem Handfeger herausfegen oder mit einem speziellen Aschesauger absaugen. Informiere dich zum richtigen Vorgehen auch hier in der Bedienungsanleitung deines Ofenmodells.

Und wie es in deinem Zuhause so richtig hygge wird, liest du hier.

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