Heuschnupfen auch im Haus? So wirst du Pollen drinnen los.

Unsere Tipps helfen, wenn dein Heuschnupfen im Haus schlimmer ist.

Aktualisiert

Sonnenblume vor Holzwand

In Deutschland gibt es etwa 12 Millionen Menschen, die an Heuschnupfen leiden. Dieser wird durch den Pollen verschiedener Pflanzen ausgelöst: Bäume, Sträucher, Gräser, Kräuter und Getreide. Verantwortlich dafür sind Befruchtungszellen, die ihren Zellinhalt auf unseren Schleimhäuten entleeren. Wer zu den Betroffenen gehört, leidet aller Wahrscheinlichkeit nach unter mehr als einer Pollenallergie. Leider ist es auch so, dass sich deine Pollenallergie in Heuasthma verwandeln kann, wenn du dich der Belastung durch Pollen zu oft aussetzt – das geht jedem dritten ohne Behandlung so. Deshalb ist es wichtig, dass du die Pollenbelastung so weit es geht verringerst. Hier zeigen wir dir also, wie du die Menge an Pollen in deinem Zuhause reduzieren kannst.

Um möglichst wenig Pollen mit ins Bett zu nehmen, duschst du am besten vor dem Schlafengehen. Denk dabei auch daran, deine Haare gründlich zu waschen – das verringert die Pollenbelastung noch weiter.

Woran kann es liegen, dass mein Heuschnupfen schlimmer wird, wenn ich zuhause bin?

Wenn deine Pollenallergie in deinem Heim schlimmer ist als draußen, wird sich in deiner Wohnung zu viel Pollen abgelagert haben. Das kann daran liegen, wann und wie oft du lüftest und deine Wohnung reinigst.

Du kannst Pollen auch durch deine Kleidung mit in die Wohnung bringen. Hast du ein Haustier, das nach draußen geht? Auch im Fell deines Vierbeiners können sich Pollen schnell verfangen und so in deiner Wohnung landen.

Bei einer Pollenallergie solltest du auch Wäsche nicht draußen trocknen.

Ganz wichtig ist es, dass du Staubfänger zuhause vermeidest – auf denen setzen sich auch Pollen fest. Vor allem Teppiche und Gardinen sind problematisch – wenn möglich, bist du mit abwaschbaren Böden und Jalousien besser bedient.

Richtig staubsaugen gegen Pollen

Reinige deine Wohnung während der Pollensaison jeden Tag. So entfernst du die abgelagerten Pollen und verringerst, wie sehr sie dich im Raum belasten.

Allerdings vermeidest du besser klassische Staubtücher – die wirbeln Staub und Pollen nur auf. Sinnvoller ist es, wenn du Möbel mit einem feuchten Tuch abwischst.

Ideal ist ein Staubsauger mit HEPA-Filter. Allergene und andere Partikel, wie Schuppen und Schimmelsporen, werden so eingefangen. Der Filter verhindert auch, dass Pollen mit dem Abluftsystem des Staubsaugers zurück in die Luft gelangen.

Auch auf Sofas, Sesseln und anderen Polstermöbeln machen es sich Pollen und Allergene gemütlich. Deshalb ist es wichtig, dass du sie regelmäßig absaugst.

Lies mehr über allergiefreundliche Putzmittel zum Selbermachen.

Wohnung lüften bei Heuschnupfen

Am besten wäre es, wenn du in der Pollensaison überhaupt nicht lüften würdest. Natürlich haben aber die wenigsten Menschen zuhause eine Klimaanlage. Und wer sitzt schon gerne im stickigen Zimmer? Eine andere Möglichkeit, die Pollenbelastung zu verringern, ist, nur zu bestimmten Zeiten zu lüften. Im Prinzip hängt das davon ab, wo du lebst. Eine Faustregel ist, dass die Pollenkonzentration auf dem Land morgens am höchsten ist – dort lüftest du besser nachts. In der Stadt ist es umgekehrt: Die meisten Pollen sinken abends nach unten, also ist der Morgen die beste Zeit zum Lüften. Insbesondere nach Regen ist ein guter Zeitpunkt – der klärt die Luft nämlich von Pollen.

Genau genommen unterscheidet sich die beste Zeit auch je nach Pollenart:

  • Beifußpollen sind morgens am höchsten konzentriert, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land.
  • Die Konzentration von Gräserpollen ist morgens eher niedrig, in städtischen und ländlichen Gegenden abends aber höher. Gräserpollen lassen sich in Stadtzentren auch nachts finden. Das schwankt aber je nach Gräserart.
  • Birkenpollen sind zwischen 8 Uhr morgens und Mitternacht gleichmäßig konzentriert vorhanden. Hier also nachts oder früh morgens lüften. Eine Studie zu Birkenpollen fand außerdem, das kurzes Stoßlüften dabei hilft, weniger Pollen in die Wohnung zu lassen.

Falls du also nicht genau weißt, auf welche Pollen du allergisch reagierst, lohnt es sich, das vom Arzt abklären zu lassen.

Pollenfreier Schlaf

Pollen setzen sich besonders in Stoffen fest. Um deine Schlafumgebung pollenfrei zu halten, ist es also wichtig, deine Bettwäsche regelmäßig zu waschen. Dazu benutzt du am besten ein Waschmittel mit natürlichen Inhaltsstoffen, wie zum Beispiel das von Seventh Generation.

Außerdem wechselst du deine Kleidung besser nicht im Schlafzimmer und hebst sie auch nicht dort auf.

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