Eine Altbauwohnung mit weißen Kastenfenstern und hohen weißen Wänden war immer mein Traum. Jetzt leben wir in so einer, aber die Familienrealität hat uns schnell eingeholt: Die weißen Wände in unserer Wohnung sind – seit wir Kinder haben – schon lange nicht mehr weiß. Überall sieht man die Spuren des Alltags: Von Ketchupflecken über Malkleckse bis zu Fettflecken zieren die Spuren kleiner Kinderhände die einstmals weißen Flächen. Aber die Wohnung deshalb neu malen? Das wäre eine kostspielige Angelegenheit. Wie du leichten Schmutz und Flecken auf den Wänden ohne viel Aufwand wieder los wirst, verrate ich deshalb hier:

  • Frische Fettflecken kommen bei uns vor allem in der Küche oder auf der Wand neben dem Esstisch vor. Ich weiß nicht wie, aber unsere Kids schaffen es immer wieder, mit schmutzigen Fingern auf die Wände zu tapsen! Auf einen frischen Fleck kannst du Löschpapier (ja, wie früher in der Schule beim Schreiben mit dem Füller) auf den Fleck legen und mit dem Fön erhitzen. Das Löschpapier saugt den warmen Fettfleck schnell auf.
  • Eingetrocknete Fettflecken kannst du mit Backpulver bekämpfen: Mische dazu eine Paste aus 2 Teilen Backpulver und einem Teil Wasser an und trage ihn auf den Fleck auf. Lass die Mischung einwirken, am besten über Nacht. Am nächsten Tag kannst du die eingetrocknete Paste wieder abbürsten und mit einem feuchten Tuch leicht nachwischen. Bitte beachten, dass dieser Tipp weniger für farbige Wände geeignet ist.
  • Tomatenflecken sind wohl die Klassiker unter den Flecken. Besonders auf den Küchenwänden verbreiten sie sich gerne. Bin ich mitten beim Kochen, versuche ich die Flecken gleich mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel abzuwischen. Manchmal vergesse ich es und die Sauce trocknet ein. Beim Abwischen bleiben dann lästige Flecken zurück. Eine Freundin hat mir deshalb einen tollen Trick verraten: Mit einem Schmutzradierer aus der Drogerie kann man den Fleck von einer weißen Wand weg-„radieren“. Für mich der beste und kostengünstigste Tipp überhaupt!
  • Mit dem Schmutzradierer kannst du auch Farbflecken von den Malexperimenten deiner Kinder zu Leibe rücken. Filzstiftkleckse verschwinden sofort, Wassermalkleckse solltest du vorher mit einem feuchten Tuch vorwischen. Wachsmalkreiden am besten auch zuerst mit einer Backpulver-Wasser-Mischung behandeln, denn sie enthalten Fette, die sich dadurch lösen. Danach kannst du die noch vorhandenen Reste der Farbe mit dem Schmutzradierer behandeln. Dieser Tipp ist jedoch für farbige Wände weniger geeignet.
  • Wenn die Kids im Bett sind und Papa und Mama entspannen, oder mal ein Fest steigt, kann es passieren, dass ein Glas umfällt und Rotweinflecken auf die Wand kommen. Ein Fall für den Maler? Keineswegs, denn Bleichmittel aus der Drogerie, wie z. B. Viss Scheuermilch mit Aktivbleiche, können den Fleck wieder unsichtbar machen. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Wand weiß ist. Unbedingt Schutzhandschuhe tragen und gut lüften, dann das Bleichmittel mit einem Schwamm auftragen und einwirken lassen. Etwas warten, denn das Resultat zeigt sich erst nach 45 bis 60 Minuten.
  • Etwas ganz anderes als harmlose Kinder- und Rotweinflecken sind Schimmelflecken auf den Wänden: Du erkennst sie vor allem daran, dass sie sich an bestimmten Stellen, zum Beispiel in den Ecken Küche oder an Außenmauern, bilden. Sie sind meist schwarz, mit ausgefransten Enden. Diese Flecken müssen unbedingt vom Profi entfernt werden, da sie eine Gesundheitsgefahr für deine Familie darstellen. Im Zweifelsfall von einem Spezialisten anschauen lassen.

Wie du deine Wohnung langfristig aufgeräumt und sauber halten kannst, lies hier nach.