Das Wochenende steht vor der Tür und wie man das als Elternteil mit einer vollen Woche und ohne Putzplan kennt, wird am Wochenende das aufgeholt, was unter der Woche liegen geblieben ist. Bei mir handelt es sich meistens um einen beachtlichen Berg Wäsche, Wollmäuse unterm Sofa, Krümel unterm Essenstisch und Spielzeughaufen, die sich im Verlauf der Woche wie durch Zauberhand im gesamten Haus verteilt haben. Dabei sollte das Wochenende Zeit zum Entspannen sein. Und damit der Samstagmorgen nicht mit dem Staubsauger in der Hand beginnt, sondern mit einem Kaffee und einem Buch auf dem Sofa, habe ich hier ein paar einfache Tipps, wie das mit dem Wochenende ohne Hausputz klappt.

Jeden Tag ein bisschen Hausputz

Um das Wochenende entspannt in einer sauberen Wohnung zu beginnen, muss der Hausputz dementsprechend über die Woche verteilt werden. Bei einer vollen Woche mit Beruf und Kindern ist das nicht einfach, aber mit nur etwa 20 Minuten zusätzlich zu den täglichen Aufgaben wie Küche aufräumen und abwaschen kannst du deinen Haushalt auch unter der Woche wuppen. Und putzen kann ja bekanntlich auch entspannend sein und körperlich aktiv ist man nebenbei obendrein.

Ich nehme mir jeden Tag 20–30 Minuten, sobald die Kinder eingeschlafen sind. Dann höre ich über Kopfhörer einen guten Podcast oder Audiobuch und lege los. Tatsächlich gehört diese halbe Stunde ungestörten Aufräumens und Putzens zu den entspannendsten Minuten des Tages – und endlich kann ich mal in Ruhe was anderes hören, als immer nur Bibi Blocksberg.

Putzplan erstellen

Wenn du einen Putzplan erstellst, behältst du immer den Überblick und kannst sicherstellen, dass systematisch alles einmal dran kommt. Aber anstatt jede Woche einen neuen Plan erstellen zu müssen, kannst du dir ein paar Putzplan-Vorlagen ausdrucken oder selbst gestalten und alle Aufgaben in Teilputzpläne aufteilen – je nachdem, ob sie täglich, wöchentlich, monatlich oder sogar nur halbjährlich gemacht werden müssen. Diese Putzpläne kannst du dann dementsprechend rotieren.

Weitere Tipps, was es beim Erstellen eines Putzplans zu bedenken gibt, findest du in diesem Artikel.

Ein Haushaltsplan für die Familie

Um andere Familienmitglieder zu beteiligen, lohnt es sich, einen Haushaltsplan für die Familie aufzustellen. Damit Kinder auch (mehr oder weniger) gerne mitmachen, kannst du sie beim Erstellen des Haushaltsplanes für die Familie mit einbeziehen. Denn meist sind Kinder eher gewillt, etwas zu tun, wenn sie – zumindest dem Anschein nach – selbst aussuchen dürfen, welche Aufgaben sie übernehmen wollen. In meinem Fall spart mir der Haushaltsplan außerdem viel tägliches Rumdiskutieren mit meinen Kindern (anscheinend hat ein ein Blatt Papier mehr Autorität als ich). Im Idealfall wird der tägliche Hausputz oder auch die wöchentlichen größeren Aufgaben zur Routine für die ganze Familie.

Einen praktischen Leitfaden dazu, was du von deinen Kindern im Haushalt je nach Alter erwarten kannst, findest du hier.

Trotz Putzplan die Fünf auch mal gerade sein lassen

Das ist für viele aktive Eltern wohl die schwierigste Lektion, kann aber sehr entspannungsfördernd sein. Putzplan hin oder her – Kinder sind Profis im schnellen Verdrecken. Ich hatte meine Erleuchtung erst letztens in der Küche, als ich die vielen Krümel auf dem Boden sah und fast schlechte Laune davon bekam. Stattdessen habe ich den Krümeln (ganz leise) gesagt, dass ich mir von ihnen nicht den Tag versauen lasse und dann habe ich mich mit meinen Kindern auf’s Sofa gekuschelt und ihnen ein Buch vorgelesen. Danach waren sie so gut gelaunt, dass meine Große sogar die Küche gesaugt hat. Ein Häkchen auf meinem Putzplan und zwei Fliegen mit einer Klappe.