Feuerlöscher und Wartung: das solltest du unbedingt wissen

So ist dein Feuerlöscher im Notfall immer einsatzbereit.

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Feuer mit der Megna

Für Privatpersonen in Deutschland ist es meist keine Pflicht, einen Feuerlöscher im Haus zu haben und auch seine Wartung ist nicht vorgeschrieben. Zweifelsfrei möchtest du aber, dass dein Feuerlöscher verlässlich funktioniert, denn schließlich kann er nur so im Notfall Leben retten. Hier erklären wir dir also alles, was du zum Thema Feuerlöscher und Feuerlöscher-Wartung wissen musst.

Auch deine Rauchmelder musst du regelmäßig auf Funktionstüchtigkeit überprüfen. Dazu solltest du deinen Rauchmelder erst mal abstauben und die Funktionstaste bedienen. Diese sollte nach ein paar Sekunden einen Signalton abgeben. Außerdem musst du spätestens alle 2 Jahre die Batterien wechseln.

Wie kann ich meinen Feuerlöscher zuhause prüfen?

Leider müssen wir ganz klar sagen: Eine ordentliche Wartung deines Feuerlöschers kannst du nur professionell durchführen lassen. Was du zuhause machen kannst, ist ihn regelmäßig einer Sichtkontrolle zu unterziehen. Dazu schaust du nach Rost oder anderen Schäden an Schläuchen oder Plomben. Falls du Schäden findest, solltest du ihn sofort prüfen lassen.

Andernfalls musst du deinen Feuerlöscher in regelmäßigen Abständen von Fachleuten warten lassen – im Idealfall alle 2 Jahre. Falls du ihn zwischendurch tatsächlich zum Löschen benutzt hast, solltest du deinen Feuerlöscher aber sofort prüfen lassen.

Nach der Wartung bekommst du einen schriftlichen Prüfbericht, in dem Mängel aufgelistet werden. Diese solltest du beheben lassen, um den Feuerlöscher verlässlich weiter benutzen zu können.

Bei günstigen Feuerlöschsprays kann es übrigens sein, dass sich die Prüfung nicht lohnt, weil es günstiger ist, einfach ein neues Spray anzuschaffen.

Woher weißt du, wann dein Feuerlöscher zuletzt gewartet wurde?

Jeder Feuerlöscher hat eine Prüfplakette mit einer Zulassungsnummer, die du auf dem Gerät finden kannst. Diese Plakette zeigt das nächste Prüfdatum an. Bei jeder Wartung bekommt der Feuerlöscher eine neue Plakette.

Wie ist die Haltbarkeit eines Feuerlöschers?

Richtig gelagert können sich Feuerlöscher bis zu 25 Jahre lang halten, obwohl bei einigen Modellen auch schon früher zu einem Austausch geraten wird – am besten informierst du dich also beim Hersteller. Bei häufiger Nutzung oder feuchter Lagerung, wie zum Beispiel in einem Keller, kann das Gerät natürlich auch schon schneller verschleißen.

Finde heraus, welche anderen unerwarteten Haushaltsgegenstände ebenfalls ein Verfallsdatum haben.

Wo kannst du einen Feuerlöscher warten lassen?

Ein guter Anlaufpunkt für die Suche eines verlässlichen Unternehmens für die Wartung deines Feuerlöschers ist die Feuerwehr. Diese kann dir normalerweise Auskunft darüber geben, welche Betriebe ihn vor Ort warten können. Alternativ kann der Bundesverband der Brandschutz-Fachbetriebe helfen. Er führt eine Liste mit Prüfstellen bundesweit.

Welcher Feuerlöscher ist am besten für zuhause?

Es gibt viele verschiedene Arten von Feuerlöschern, die jeweils für spezifische Arten von Feuern geeignet sind. Für Privathaushalte sind Schaumlöscher die beste Wahl. Sie bestehen aus einem seifenden Mittel gemischt mit Wasser und sind für Feuer der Klasse A und B gemacht. Das bedeutet, dass sie feste und flüssige Stoffe löschen können, wie zum Beispiel:

Papier, Holz, Textilien

Benzin, Wachs, Lacke

Diese Feuer gelten als die gängigsten Brände im Haushalt, mit Ausnahme von Fettbränden. Diese kommen in der Küche vor, wenn sich zum Beispiel Öl in einer Bratpfanne entzündet. Fettbrände darfst du niemals mit Wasser und deshalb auch nicht mit Schaumlöschern bekämpfen.

Ein weiterer Vorteil von Schaumlöschern ist, dass sie unter relativ geringem Druck stehen, weshalb sie einfach zu bedienen sind. Außerdem richten sie vergleichsweise geringe Löschmittelschäden an.

Für zuhause kann sich auch die Anschaffung folgender Feuerlöscher lohnen:

- Löschspray: Es eignet sich für flüssige und feste Stoffe sowie Fettbrände. Du kannst es also bedenkenlos in der Küche einsetzen. Es ist außerdem relativ günstig und lediglich so groß wie eine Dose Haarspray. Nur reicht eine solche Dose natürlich nicht, um ein größeres Feuer zu bekämpfen, also benutzt du Löschspray am besten in Kombination mit einem Schaumlöscher.

- Löschdecken: Diese sind ebenfalls für Fettbrände in der Küche geeignet. Sie ersticken die Flammen – allerdings kann das ein paar Minuten dauern und du musst lange warten und sehr aufpassen, damit du dich beim Entfernen der Decke nachher nicht verbrennst.

Welche Feuerlöscher eignen sich nicht für zuhause?

Es gibt noch einige andere Arten von Feuerlöschern, die aber für den Heimgebrauch weniger nützlich sind. Dazu gehören zum Beispiel:

- Pulverlöscher: Sie funktionieren wie Schaumlöscher, sind aber auch für Gase verwendbar. Weil sie unter hohem Druck stehen, sind sie von Laien nicht so einfach zu bedienen. Außerdem bestehen sie aus Löschsalzen, die in deinem Heim große Schäden anrichten können.

- CO2-Feuerlöscher: Diese sind speziell für elektronische Geräte geeignet, kommen also zum Beispiel in Computerräumen zum Einsatz. Weil ihr Effekt nur kurz anhält, sind sie zum Löschen vieler fester Stoffe nicht brauchbar. Außerdem besteht durch das austretende Kohlendioxid Erstickungsgefahr.

Wie du nach einem Brand den Rauchgeruch wieder loswirst, kannst du hier lesen.

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