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Wasserkocher entkalken leicht gemacht: Die TOP-3-Tipps

Wasserkocher sind in vielen Haushalten täglich im Einsatz. Kein Wunder. Sie sind vielseitig. Du kannst schnell und energiesparend Wasser erhitzen und Heißgetränke zubereiten. Die Wärmflasche füllen oder Putzwasser erwärmen. Schade nur, wie schnell sich Kalk im Wasserkocher ablagert. Aber auch das ist kein echtes Problem. Wir haben die TOP-3-Tipps zum Wasserkocher entkalken und reinigen.

Aktualisiert

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Ratgeber Wasserkocher entkalken und reinigen im Überblick

  • Woher kommt der Kalk im Wasserkocher eigentlich?

  • Wasserkocher entkalken leicht gemacht: Die Top-3-Tipps

  • Weitere Tipps zum Entkalken im Haushalt

Woher kommt der Kalk im Wasserkocher eigentlich?

Kalk ist ein natürlicher Bestandteil des Wassers auf der ganzen Welt. Genau genommen handelt es sich bei dem im Wasser gelösten Kalk um Calciumcarbonat. Eine andere – seltener verwendete Schreibweise - ist Kalziumkarbonat. Wie dem auch sein: Calciumcarbonat ist ein wasserlöslicher Mineralstoff. Andere Mineralstoffe in Wasser sind beispielsweise Kalium, Magnesium oder Natrium. Im Gegensatz zu Trinkwasser enthalten Mineralwasser hohe Konzentrationen an diesen Mineralien. Im Leitungswasser, wie wir es in Wasserkochern in der Regel verwenden, spielt Calciumcarbonat eine besondere Rolle.

Härtegrade von Wasser nach Kalkgehalt

Denn der Kalkgehalt, also die Konzentration von Calciumcarbonat, ist die wesentliche Messgröße, um den Härtegrad von Wasser zu bestimmen. In Deutschland werden vor allem 4 Wasser-Härtegrade unterschieden:

  • Härtegrad 1 (weiches Wasser): bis 1,3 Millimol Calciumcarbonat je Liter

  • Härtegrad 2 (mittel-hartes Wasser: 1,3 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter

  • Härtegrad 3 (hartes Wasser): 2,6 bis 3,8 Millimol Calciumcarbonat je Liter

  • Härtegrad 4 (sehr hartes Wasser): über 3,8 Calciumcarbonat je Liter

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Hartes Wasser verkalkt Wasserkocher schneller als weiches Wasser

Je härter das Wasser, umso höher ist also der Kalkgehalt. Und daher verkalken Wasserkocher in Regionen mit hartem Wasser schneller als in Gegenden mit einem kalkarmen, also weichem Wasser. Die Wasserhärte für deine Region findest du beispielsweise auf der Webseite des für deine Region zuständigen Wasserwerkes oder auf der Seite der Stadtwerke deines Wohnortes.

Wie wird aus Calciumcarbonat der Kalk im Wasserkocher?

Im Wasser ist das Calciumcarbonat gelöst, also nicht sichtbar. Beim Erhitzen im Wasserkocher verdampft auch immer ein Teil der Wassermoleküle. Die steigen mit dem Wasserdampf auf. Die schwereren Calciumcarbonat-Moleküle hingegen setzen sich an den Wänden des Wasserkochers in Form von Kalkflecken, Kalkschlieren und Kalkkrusten ab. Häufig sind die Kalkkrusten am Boden des Wasserskochers am dicksten, weil dort besonders viel Wasser verdampft. Woran das liegt? Wenn du das kochende Wasser aus dem Wasserkocher entnimmst, bleibt meistens ein kleiner Rest. Und der verdampft, weil der Wasserkocher am Boden, wo das Heizelement sitzt, noch besonders warm ist. Das sichtbare Ergebnis: Verkalkungen, die mit der Zeit immer dicker werden.

Wasserkocher entkalken leicht gemacht: Die Top-3-Tipps

Wasserkocher zu entkalken bzw. zu reinigen ist ganz einfach. Vor allem brauchst du einen Entkalker. Das kann ein fertiger Entkalker aus dem Handel sein. Oder du greifst zu natürlichen Entkalkungsmitteln. Die bekanntesten und meistverwendeten Hausmittel zum Entkalken sind Essig beziehungsweise Essigessenz und Zitronensäure (aus Zitronensaft oder als fertige Zubereitung aus dem Handel).

Auf Platz 1: Wasserkocher entkalken mit Zitronensaft

Das Wasserkocher entkalken mit Zitronensaft ist wohl die beste Methode zur Kalkentfernung bei allem, was mit Lebensmitteln zu tun hat. Und so gehts:

  1. Zitronen auspressen: je 100 ml Wasser etwa den Saft einer Zitrone. Die Menge des benötigten Zitronenwassers hängt davon ab, wie hoch du den Wasserkocher füllen musst, um alle Kalkflecken zu erreichen.

  2. Das warme, aber nicht heiße, Zitronenwasser in den Wasserkocher geben; auf keinen Fall kochen, weil die Säure aus dem Zitronensaft dann nicht mehr wirkt

  3. Das Zitronenwasser nach Bedarf einwirken lassen. Prüfe zwischendurch, ob sich die Kalkablagerungen lösen.

  4. Wenn die Kalkreste sich nicht lösen: noch einmal den Saft von 1 oder 2 Zitronen hinzugeben.

  5. Wenn sich alle Kalklagerungen gelöst haben: Zitronenwasser ausgießen und den Wasserkocher 2- bis 3-mal ausspülen.

Zitronensaft eignet sich ideal, weil die Konzentration der Zitronensäure in dem natürlichen Saft dem Wasserkocher nicht schadet und auch keine gesundheitlichen Risiken birgt.

Fertige Zitronensäure zum Wasserkocher entkalken

Zitronensäure aus dem Handel ist deutlich stärker konzentriert als die im natürlichen Fruchtsaft. Deshalb birgt Zitronensäure bei nicht sachgemäßer Anwendung vor allem gesundheitliche Risiken. Bei zu starken Konzentrationen besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass säurehaltige Dämpfe deine Atemwege reizen oder die Entkalker-Flüssigkeit deine Haut. Deshalb die dringende Empfehlung: Beachte beim Ansetzen des Entkalkers die Angaben für die Dosierung genau – und schütze deine Hände idealerweise mit Haushaltshandschuhen. Nach dem Entkalken des Wasserkochers: sehr gründlich ausspülen. Ansonsten landen Reste der Zitronensäure möglicherweise mit dem nächsten Tee in deinem Mund.

Platz 2: Wasserkocher entkalken mit Essig oder Essigessenz

Essig oder Essigessenz sind hervorragende Entkalker – und darüber hinaus ein sehr günstiges Hausmittel gegen Kalk. Der einzige Nachteil: Sie riechen sehr streng. Und deshalb landen Essig und Essigessenz in unserer Liste der Wasserkocher-Entkalkungs-Tipps auf Rang 2.

  1. Mische Essig (gewöhnlichen Haushaltsessig, auch Apfelessig) mit lauwarmem Wasser im Verhältnis 1 zu 1. Auf einen Viertelliter Wasser also einen Viertelliter Essig. Bei Essigessenz beträgt das Mischungsverhältnis 1 zu 3, also ein Viertelliter Essigessenz auf 0,75 l lauwarmes Wasser.

  2. Das Essigwasser in den Wasserkocher füllen, bis alle verkalkten Flächen bedeckt sind.

  3. Den Wasserkocher einschalten und das Essigwasser zum Kochen bringen.

  4. Etwa 1 h einwirken lassen.

  5. Nach dem Aufkochen und Einwirken sollten sich alle Kalkablagerungen gelöst haben. Falls nicht: noch einmal aufkochen und abkühlen lassen.

  6. Nun sollte der Wasserkocher frei von Kalk sein. Das Essigwasser ausschütten. Den Wasserkocher gründlich spülen, bis er nicht mehr nach Essig riecht.

Platz 3: Wasserkocher entkalken mit fertigem Entkalker

Kommen wir zu den Entkalkern aus dem Handel. Auch die machen das Wasserkochen entkalken sehr leicht.

  1. Benötigte Entkalkerlösung unter genauer Beachtung der Dosierungsvorschriften ansetzen.

  2. Den angesetzten Entkalker in den Wasserkocher geben und aufkochen. Vorsicht: Es kann zu starker Schaumentwicklung kommen.

  3. Einziehen lassen: je nach verwendetem Produkt (meistens ca. 30 bis 45 Minuten)

  4. Wasserkocher ausschütten, auswischen und gründlich ausspülen.

Bei vorschriftsgemäßer Verwendung stellen handelsübliche Entkalker für den Privatgebrauch kein gesundheitliches Risiko dar. Die Betonung liegt dabei auf „vorschriftsgemäßer Verwendung“. In jedem Fall solltest du Entkalker – wie alle anderen Reinigungsmittel auch – kindersicher aufbewahren.

Weitere Tipps zum Wasserkocher entkalken

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, Wasserkocher zu entkalken. Eine Wasserlösung mit Backpulver oder Natron beispielsweise kann Kalkflecken lösen. Du kannst auch einen Gebissreiniger-Tab oder einen Spülmaschinen-Tab im Wasserkocher auflösen und aufkochen. Sogar das Schmerzmittel Aspirin ist als Hausmittel gegen Kalk geeignet. Am besten aber wirken die vorgestellten Top-3-Tipps für das Wasserkocher entkalken.

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