So entfernst du Gerüche und Flecken aus Second-Hand-Kleidung

Darauf solltest du beim Waschen von gebrauchter Kleidung achten.

Aktualisiert

Wäschekorb ruht auf der Waschmaschine

Second-Hand-Kleidung erlebt gerade einen richtigen Hype, denn wer die Umwelt schonen will, verzichtet auf den Neukauf von Kleidung und sieht sich nach gebrauchter Ware um. Ob im Store oder im Internet: Die Auswahl ist riesig! Aber wie sieht es mit dem Waschen von Second-Hand-Kleidung aus? Warum Hygiene bei Second-Hand-Kleidung wichtig ist und wie du selbst gebrauchte Babykleidung am besten waschen kannst, erfährst du hier:

Angst vor Motten in den Second-Hand-Klamotten? Um auf Nummer sicher zu gehen, lege das gebrauchte Kleidungsstück für 2 Tage ins Gefrierfach. So sterben die Mottenlarven garantiert ab und du kannst das Kleidungsstück beruhigt in deinen Kleiderschrank hängen.

Warum solltest du Second-Hand-Kleidung vor dem ersten Tragen waschen?

Die meisten Shops, die Second-Hand-Kleidung anbieten, waschen die gebrauchten Kleidungsstücke nicht. Jemand gibt sie ab, sie kommen auf den Bügel und werden direkt verkauft. Eklig? Na ja, wenn du deine Second-Hand-Schätze nicht vor dem ersten Tagen wäschst, schon. Alles, was du direkt auf der Haut trägst, sollte aus Hygienegründen unbedingt einer Reinigung unterzogen werden. So vermeidest du Hautreizungen, Allergien und Ausschläge. Genau dasselbe gilt übrigens für neue Klamotten: Auch die solltest du vor dem ersten Tragen waschen, denn sie enthalten eventuell chemische Rückstände, Schmutz vom Transport und vom Probieren etc.

Schritt 1: Finde heraus, wie das gebrauchte Kleidungsstück gewaschen werden soll.

Dein erster Blick vor dem Waschen sollte auf das Pflegeetikett fallen. Ist dieses bereits verschwunden, sieh dir das Material genau an und teste dein Waschmittel an einer uneinsichtigen Stelle. Bei Unsicherheiten am besten in einer guten Reinigung nachfragen. Bei Vintage-Kleidung aus den 60ern, 70ern und davor ist es überhaupt besser, sie gleich direkt in die Reinigung zu den Experten zu geben. Die Materialien von damals sind sehr schwer mit heutigen Methoden sauber zu kriegen, ohne dass sie beschädigt werden.

Schritt 2: So wäschst du Second-Hand-Kleidung.

Hast du dich vergewissert, dass die Second-Hand-Ware in der Waschmaschine gewaschen werden darf, dann gehe so vor:

  • Bevor du das Kleidungsstück wäschst, solltest du dich vergewissern, dass es keine losen Fäden gibt, damit es sich beim Waschen nicht auflöst.
  • Trage Gallseife auf eventuell vorhandene Flecken auf.
  • Gib Feinwaschmittel, wie zum Beispiel Wolle&Seide von Coral, nach der Dosierungsanleitung in die Spülkammer. Optional kannst du auch noch zusätzlich Natron hinzugeben, das entfernt muffige Gerüche.
  • Wähle das im Pflegeetikett vorgeschlagene (oder von dir in Erfahrung gebrachte) Waschprogramm.
  • Hänge die Wäsche nach dem Waschen draußen an der frischen Luft zum Trocknen auf, um Gerüche restlos zu entfernen. Achte dabei auf Halbschatten. In der prallen Sonne könnte die Kleidung ausbleichen.
  • Müffelt das Kleidungsstück immer noch, dann wiederhole das Waschen und Trocknen so oft wie nötig.

Spezialfall Wolle: So wäschst du Second-Hand-Kleidung aus Wolle und anderen feinen Stoffen.

Ist dein Second-Hand-Stück aus Wolle oder anderen Materialien, die laut Pflegeetikett nur von Hand gewaschen werden dürfen, dann kannst du folgendermaßen vorgehen:

  • Fülle einen großen Behälter mit lauwarmem Wasser (höchstens 30 Grad).
  • Gib Wollwaschmittel, wie das Feinwaschmittel Wolle&Seide von Coral, dazu.
  • Tauche das Kleidungsstück ins Wasser, aber achte dabei darauf, ob die Farbe ausläuft.
  • Wenn die Farbe ausläuft, wasche es nur kurz durch. Wenn nicht, lass es 20-30 Minuten einweichen.
  • Spüle das Waschmittel aus, drücke vorsichtig die Flüssigkeit heraus und lege das Kleidungsstück zum Trocknen auf ein Handtuch. Nicht hängen, sonst dehnt sich die nasse Faser und das Kleidungsstück verliert seine Form.

Mehr Tipps zum Waschen von Feinwäsche findest du hier auf Cleanipedia.

Spezialfall Babykleidung: So wäschst du gebrauchte Babysachen.

Der Vorteil bei Second-Hand-Babykleidung ist, dass sie schon oft gewaschen wurde. Somit sind garantiert alle Schadstoffe, die bei der Produktion und beim Transport eventuell angefallen sind, schon entfernt worden. Trotzdem solltest du gebrauchte Babysachen und auch Accessoires wie Spucktücher oder Baumwollwindeln (so wie selbstverständlich auch neue Babykleidung) vor dem ersten Tragen waschen. Verwende dazu am besten ein sensitives Waschmittel, wie das Coral Sensitive Color, und keinen Weichspüler, um Allergien bei deinem Baby zu vermeiden. Wasche mit der höchstmöglichen Temperatur (zum Beispiel Bodys bei 60 Grad, bunte Baumwolltops bei 40 Grad), damit die Babywäsche auch wirklich hygienisch rein wird.

Mehr Infos zum Waschen von Babykleidung findest du hier auf Cleanipedia.

Ursprünglich veröffentlicht