Haben Sie auch delikate Feinwäsche im Schrank, die Sie so selten wie möglich tragen, weil Sie das Waschen danach fürchten? Dann geht es Ihnen so wie mir. Doch eigentlich ist die richtige Pflege von Feinwäsche ganz einfach, wenn Sie das Wäschezeichen erkennen und ein paar Tipps für spezielle Materialien wie Wolle oder Seide beachten. 1. Feinwäsche: das Wäschezeichen mit den 2 Strichen Feinwäsche erkennt man an dem Wäschezeichen mit dem Waschbottich und den zwei waagerechten Strichen darunter. Meist befindet sich eine 30 in der Mitte des Bottichs, welche die maximale Waschtemperatur angibt.Kleidungsstücke mit diesem Wäschezeichen sollten Sie auf jeden Fall im Feinwaschgang Ihrer Waschmaschine waschen. Achten Sie dabei auf die Herstellerhinweise und füllen Sie Ihre Maschine nicht mehr als empfohlen. Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, Kleidungsstücke mit ähnlichen Farben zusammen zu waschen. Bei Feinwäsche empfiehlt sich zudem ein spezielles Feinwaschmittel. 2. Was passiert beim Feinwaschprogramm? Beim Feinwaschprogramm ist Ihre Waschmaschine weniger beladen, jedoch wird verhältnismäßig mehr Wasser eingefüllt. Die Wäsche schwimmt dadurch förmlich im Wasser. Während des Waschvorgangs wird die Trommel zudem weniger stark bewegt, um eine schonende Wäsche zu gewährleisten. Auch das Schleudern am Ende des Waschvorgangs erfolgt bei geringer Drehzahl. 3. Wie wäscht man Seide richtig? Seide oder Mischgewebe mit Seide sind weit verbreitet, wenn es um Feinwäsche geht. Ob Sie Wäschestücke aus Seide im Feinwaschprogramm waschen können, entnehmen Sie dem Waschetikett. Manche Seidenstoffe, besonders wenn es sich nicht um reine Seide sondern Mischgewebe handelt, kann man in der Waschmaschine waschen, wenn das Feinwaschzeichen (Waschbottich mit zwei waagerechten Strichen und einer 30) vorhanden ist.Ist jedoch eine Handwäsche im Waschetikett vermerkt, wie es bei reiner Seide oft der Fall ist, sollten Sie das Kleidungsstück auf keinen Fall in der Waschmaschine waschen, sondern ausschließlich per Hand. Verwenden Sie für die Handwäsche ein spezielles Feinwaschmittel für Seide und legen Sie das Wäschestück in die lauwarme oder kalte Waschlauge – auf keinen Fall sollten Sie Seide zu heiß waschen. Wenden Sie die Seide in der Lauge ein paar Mal vorsichtig. Nach 5 bis 10 Minuten können Sie das Wäschestück in kaltem Wasser ausspülen. Vermeiden Sie, die Seide zu wringen oder stark zu reiben. Am besten trocken Sie Seide, indem Sie sie locker in ein Frotteehandtuch wickeln und anschließend flach ausgelegt an der Luft trocknen lassen. Auf keinen Fall gehört Seide in den Trockner.Manche Seidenarten können jedoch weder in der Waschmaschine noch mit der Hand gewaschen werden, sondern verlangen ausschließlich nach einer chemischen Reinigung. Sollten Sie unsicher sein, wie Sie die Wäschezeichen richtig lesen, schauen Sie sich hier unsere Übersicht an. 4. Wolle: Feinwäsche der kuscheligen Art Ich liebe Wolle – ob als wärmender Wollpullover, lange Wollunterwäsche oder meine geliebte Wollmütze. Nichts hält im Winter angenehmer warm als schön gearbeitete Wollkleidung. Sie ist zudem bis zu einem gewissen Grad wasserabweisend – das hat die Natur clever für die Schafe eingerichtet. Wolle ist zudem bis zu einem gewissen Grad selbstreinigend und sollte daher weniger häufig gewaschen werden, sondern so oft wie möglich an der frischen Luft gelüftet.Wenn Sie Wolle in der Waschmaschine waschen möchten, achten Sie darauf, ein spezielles Wollwaschmittel zu benutzen und den Wollwaschgang zu wählen. Dabei handelt es sich um einen Schonwaschgang ohne anschließenden Schleudergang.Ich bevorzuge bei Wolle die Handwäsche und benutze dafür ein spezielles Wollwaschmittel. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Wringen oder kneten Sie Ihre Wollkleidung nicht stark und waschen Sie sie ausschließlich in kaltem oder lauwarmen Wasser. Nachdem Sie Ihre Wollkleidung eine Weile eingeweicht haben, spülen Sie sie mit klarem, kalten Wasser aus. Zum Trocknen empfiehlt sich, das Wollstück in ein Handtuch zu rollen und anschließend im Liegen an der Luft zu trocknen. Sie können vorher noch das Kleidungsstück in Form ziehen.