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Wollpflege: So verhinderst du Knötchenbildung und entfernst unschönes Pilling

Damit dein liebster Wollpullover wieder weich und gepflegt aussieht

Aktualisiert

Haufen Wollpullover in Rosatönen

Wenn die Tage kürzer, die Nächte kälter und die Bäume bunter werden, hüllen wir vom Team Cleanipedia uns gern in kuschelig warme Wollpullover. Doch was tun, wenn die weiche Wolloberfläche schon bald von unschönen Knötchen und Fusseln bedeckt ist? Wie kommt es zu diesem sogenannten Pilling und ist es ratsam, die Knötchen einfach per Hand abzuzupfen? Antworten auf diese Fragen und weitere hilfreiche Tipps zum Vermeiden und Entfernen von Pilling kannst du bei uns nachlesen.  

Wolle muss nicht nach jedem Tragen gewaschen werden, denn sie reinigt sich zu einem gewissen Grad selbst. Wichtig ist, einen Ruhetag beim Tragen einzulegen und das Kleidungsstück währenddessen auszulüften. Vermeide dabei aber direkte Sonne.

1. Pilling: deshalb entsteht es

Mit Pilling bezeichnet man die Knötchenbildung auf der Oberfläche von Textilien. Besonders feine, weiche Naturmaterialien wie Kaschmirwolle sind anfällig für Pilling. Kleinere Fasern können sich hier leicht aus dem Gewebe lösen und werden durch Reibung und mechanische Beanspruchung in kleine Knötchen verwandelt. Härtere Wollen und fester gedrehte Garne können mit der richtigen Pflege vom Pilling verschont bleiben. 

Pilling ist auch ein Zeichen dafür, dass es sich beim Gewebe um ein unbehandeltes Naturmaterial handelt – manche Wollsorten und andere Textilgewebe werden nämlich chemisch gegen Pilling präpariert. 

Naturmaterial hin oder her: Auf Knötchenbildung möchten die meisten verzichten, auch wenn es sich dabei nur um einen optischen Mangel handelt. Die Gewebeeigenschaften selbst werden durch Pilling nicht gemindert. Das soll heißen: Der Wollpullover wärmt mit Knötchen genauso gut wie ohne. Sieht bloß nicht so schick aus.  

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2. Knötchen vorbeugen: Pilling beim Waschen verhindern

Ein achtsamer Umgang und die richtige Pflege deiner Wollkleidung können Knötchenbildung vorbeugen. Die tritt nämlich vor allem bei mechanischer Beanspruchung auf und an Stellen, wo viel Reibung ausgeübt wird: unter den Armen und Achseln, am Bündchen, an den Schultern, wenn du gern Rucksack trägst. 

Achte darauf, deine Wollteile immer entsprechend der Pflegeanleitung zu waschen, am besten im Wollwaschgang in der Waschmaschine und mit einem geeigneten Wollwaschmittel wie Coral Wolle & Seide. Verzichte auf Weichspüler, wende das Wollstück vor der Wäsche immer auf links und benutze wenn möglich einen Wäschesack. Bei der Handwäsche solltest du darauf achten, die Wolle nicht zu kneten oder zu reiben, sondern nur sanft im Wasser zu bewegen. Um überschüssiges Wasser zu entfernen, das Wollstück nicht auswringen, sondern in ein Handtuch einrollen und dabei vorsichtig das Wasser herausdrücken. Beim Trocknen grundsätzlich Finger weg vom Trockner, am besten liegend trocknen ohne direkte Sonneneinstrahlung: Die würde die Wolle zusätzlich austrocknen, was die Fasern brüchiger und anfälliger fürs Pilling macht.  

Lies auch unsere Spezialtipps zum Waschen von Merinowolle und Kaschmir.  

3. Pilling entfernen: so wirst du die Knötchen los

Das Pilling selbst lässt sich leider nicht umkehren und ungeschehen machen. Du kannst die Knötchen nur anschließend mechanisch entfernen – und das auf möglichst sanfte und nachhaltige Weise. Beim Abzupfen per Hand riskierst du, dass du neue Fasern löst und sich schon bald weitere Knötchen bilden. Besser ist es, dafür folgende kleine Hilfsmittel zu nutzen:

- Fusselrolle: Fusseln und Knötchen bleiben an der Rolle kleben.

- Pilling-Rasierer: Damit kannst du die Knötchen vorsichtig abschneiden.

- Anti-Pilling-Stein: Mit einem speziellen Lava-Bimsstein schleifst du vorsichtig die Knötchen ab.

- Fusselbürste: Schon vor dem Waschen oder Tragen kannst du damit lose Fasern entfernen und so Knötchen vorbeugen.  

Häufig wird auch geraten, mit einem Einwegrasierer bzw. einem Ladyshaver gegen die Knötchen vorzugehen. Auf diese Methode solltest du nur im Ausnahmefall zurückgreifen. Du riskierst, nicht nur lose Knötchen abzuschneiden, sondern Löcher zu verursachen. Besonders bei feinen Geweben wie Kaschmir ist hier Vorsicht angebracht. 

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