Linoleumboden: Tipps zur richtigen Reinigung und Pflege

Das solltest beachten, wenn du Linoleumboden sauber machst.

Aktualisiert

Tennis auf dem Linoleumboden

Bei Linoleumböden denken viele zunächst an Schulen, Krankenhäuser oder Sporthallen. Aber auch in privaten Räumen findet man manchmal Linoleum als Bodenbelag. Meist wird Linoleum in stark beanspruchten Wohnbereichen wie Küche, Bad oder Flur verwendet, denn es ist strapazierfähig und pflegeleicht. Da Linoleumbelag ebenso wie Dielen-, Parkett- und Terrakottaböden aus einem Naturmaterial besteht, gibt es jedoch auch hier einiges zu beachten. Lies unsere Tipps für die richtige Reinigung und Pflege deines Linoleums, damit es seinen ursprünglichen Glanz bewahrt.

Hast du Linoleumboden in deiner Wohnung, dann achte darauf, Straßenschuhe immer vor dem Betreten auszuziehen. An den Sohlen haften oft kleine Steinchen, welche die Oberfläche zerkratzen könnten. Schwarze Schuhabsätze können zudem unschöne schwarze Streifen auf dem Linoleum hinterlassen.

1. Das tut Linoleumböden gut

Linoleum ist ein Naturmaterial, das zu 100 Prozent aus organischen und mineralischen Rohstoffen besteht, darunter Leinöl, Harze, Holzmehl und Kreide. Zum Putzen solltest du einen neutralen bis leicht sauren Reiniger verwenden. Das kann ein neutraler Allzweckreiniger sein wie Free & Clear von Seventh Generation, aber auch Hausmittel wie Essig, Zitrone, Klarspüler oder sogar ein selbst hergestellter Zitrus- bzw. Essigreiniger. Neben dem richtigen Reinigungsmittel sind auch die geeigneten Putzhelfer wichtig: Weich und nicht kratzend sollten sie sein, damit die Oberfläche nicht beschädigt wird. Dazu zählen weiche Baumwolllappen, ein weicher Besen bzw. ein Staubsauger mit spezieller Parkett- bzw. Holzbodendüse.

2. Das solltest du bei Linoleumböden vermeiden

Vermeiden solltest du stark alkalische Reinigungsmittel mit einem pH-Wert über 9 oder scheuernde Reinigungsmittel wie Scheuermilch oder Schmierseife. Auch so genannte Glanzreiniger sind nicht zu empfehlen, da sie auf Dauer auf der Linoleumoberfläche einen leicht schmierigen Belag hinterlassen. Der kann übrigens erst recht Schmutz anziehen und dein Boden sieht auf Dauer matt und dreckig aus. Auch verzichten solltest du auf raue Schwämme oder Lappen, die auf dem Linoleum winzige Kratzer machen könnten. Beschädigst du die Oberfläche, auch wenn es nur kleine Kratzer sind, sieht sie auf Dauer nicht nur matt und abgenutzt aus. Es kann sich dort auch leichter Schmutz und Dreck ablagern und schwerer wieder entfernen lassen.

3. So putzt du deinen Linoleumboden Schritt für Schritt

Zunächst fegst du losen Schmutz, Staub und Dreck mit einem weichen Besen zusammen bzw. nutzt dafür den Staubsauger und eine passende Bodendüse. Dann füllst du warmes - auf keinen Fall heißes! - Wasser in einen Putzeimer und gibst das Reinigungsmittel deiner Wahl in der richtigen Dosierung hinzu. Mit einem weichen Baumwolllappen wischst du anschließend feucht, nicht nass, den Linoleumboden. Achte darauf, keine Wasserpfützen zu hinterlassen, denn das schadet dem Material. Damit das Linoleum seinen natürlichen Glanz bewahrt, kannst du zum Schluss mit einem trockenen, weichen Baumwolllappen polieren.

4. So reinigst du stark verschmutztes Linoleum und entfernst Flecken

Starke Verunreinigungen auf dem Linoleum kannst du gut mit einem Lappen und neutralem Spülmittel bearbeiten und reinigen. Auch ein Radiergummi kann bei einzelnen Flecken Wunder wirken, denn die kannst du damit einfach wegradieren.

5. So pflegst du Linoleumboden

Neben der gründlichen regelmäßigen Reinigung dankt es dir dein Linoleumboden, wenn du ihm ab und zu eine Pflegekur gönnst. Für die Pflege von Linoleum eignen sich Hausmittel wie eine Essig- und Öl-Mischung, Terpentin, Leinöl oder das klassische Bohnerwachs aus der Drogerie. Einfach mit einem weichen Baumwolltuch auf das Linoleum auftragen und polieren. Wenn du deinen Linoleumboden gut behandelst und pflegst, kann er übrigens bis zu 40 Jahre lang halten.

Ursprünglich veröffentlicht